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Wirecard-Aktie nach Zahlen: So „günstig“ ist die Aktie jetzt!

Ei, was hat die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) nur für eine aufregende Woche hinter sich. Einerseits lief zu Beginn dieser verkürzten Handelswoche das Short-Verbot seitens der BaFin aus, zudem konnte der innovative Zahlungsdienstleister zur Mitte der Woche mit der SoftBank (WKN: 891624) einen neuen Partner und wohl künftigen Großinvestor präsentieren.

Mittel- bis langfristiger Höhepunkt dieser Woche dürften jedoch die Zahlen sein, die das Wirecard-Management ebenfalls in dieser Woche präsentierte – und die den langfristigen Wachstumskurs vorerst bestätigten und glücklicherweise von den Wirtschaftsprüfern ein uneingeschränktes Testat erhielten. Auch wenn künftige Einflüsse auf das Zahlenwerk im Rahmen der weiter anhaltenden Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden konnten.

Doch wie steht es nach alldem eigentlich um die Bewertung der Aktie des innovativen Zahlungsdienstleisters? Eine spannende Frage, definitiv! Versuchen wir, ein paar Antworten zu finden.

Ein Blick auf die derzeitige fundamentale Bewertung

Wie Wirecard im Rahmen seiner aktuellen Zahlen nun präsentierte, kam das Unternehmen insgesamt auf Umsätze in einer Größenordnung von 2,02 Mrd. Euro, was unterm Strich einer Steigerung im Jahresvergleich von 35,4 % entspricht. Bei einer derzeitigen Marktkapitalisierung von 15,72 Mrd. Euro bedeutet das, dass die Wirecard-Aktie gegenwärtig mit dem rund Achtfachen der Umsätze bewertet wird, was auf den ersten Blick durchaus teuer wirken könnte.

Zudem kam Wirecard im vergangenen Jahr auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 2,81 Euro, was bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 129,00 Euro einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 46 entspricht, was ebenfalls nicht gerade preiswert ist.

Außerdem beläuft sich die aktuelle Dividendenrendite bei einer geplanten Ausschüttung in Höhe von 0,20 Euro auf mickrige 0,15 %, was ebenfalls auf eine sportliche Bewertung hindeuten könnte – allerdings habe ich schon an anderer Stelle erwähnt, dass die Wirecard-Aktie wohl auf absehbare Zeit nicht zu einer nennenswerten Dividendenaktie werden dürfte, was dieses Kriterium zumindest ein wenig schwächt.

Allerdings, um das noch einmal zu betonen, erscheint die aktuelle Bewertung noch immer astronomisch hoch. Zumindest, bis wir das weitere Wachstum einpreisen, das es definitiv auch weiterhin in sich haben könnte.

Ein Blick auf die künftige fundamentale Bewertung

Wie Wirecard nämlich bereits im vergangenen Jahr prognostiziert hat, könnten dem innovativen Zahlungsdienstleister noch viele, viele Jahre des rasanten Wachstums bevorstehen. Bis zum Geschäftsjahr 2025 möchte Wirecard nämlich auf Umsätze in einer Größenordnung von 10 Mrd. Euro kommen, bei einem operativen Ergebnis in Höhe von 3,3 Mrd. Euro. Definitiv eine ambitionierte Prognose.

Das würde allerdings bei der derzeitigen Marktkapitalisierung bedeuten, dass die Wirecard-Aktie bis zu diesem Zeitpunkt lediglich mit dem 1,5-Fachen der Umsätze sowie dem in etwa Fünffachen der Ergebnisse bewertet sein dürfte. Durchaus preiswert, wenn du mich fragst, zumindest wenn man aus dieser Perspektive auf die Aktie blickt.

Oder, anders ausgedrückt: Sollte Wirecard seine ambitionierte Prognose bis zum Geschäftsjahr 2025 einhalten, könnte die Wirecard-Aktie gegenwärtig durchaus günstig gehandelt werden. In einem solchen Fall wäre es mit Sicherheit nicht verwunderlich, wenn sich die Aktie bis zu diesem Zeitpunkt noch einmal verdoppeln würde. Mindestens.

Die Kernfrage: Glaubst du der Prognose – oder den Skeptikern?

Die Kernfrage, die jeder potenzielle Investor sich daher gegenwärtig stellen sollte, ist, welches Szenario man für wahrscheinlicher hält. Sofern man eher skeptisch ist oder der Wirecard-Aktie – möglicherweise auch in Anbetracht der Causa Wirecard – nicht so recht traut, könnte es sich hier natürlich anbieten, weiterhin an der Seitenlinie zu verweilen.

Sofern man die weiteren Wachstumsaussichten jedoch für plausibel hält, könnte Wirecard gegenwärtig eine fundamental günstige, stark wachsende Chance sein. Die Karten liegen jedenfalls für’s Erste auf dem Tisch – jetzt bist du am Zug, oder auch nicht.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool empfiehlt SoftBank.

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