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Das Gardner-Kretzmann-Kontinuum: Kann es dir beim Aufbau deines Depots helfen?

Das Investieren in Aktien wird häufig als eine Kombination aus Kunst und Wissenschaft bezeichnet. Bei der Betrachtung der „weichen“ Faktoren eines Unternehmens wie etwa der Stellung innerhalb der Branche, der Qualität des Managements oder der Wachstumsaussichten gibt es keine bestimmten Regeln, die immer gelten. Da spielen Erfahrung und Bauchgefühl beim Anleger eine wichtige Rolle. Das ist dann wohl der Kunstteil.

Anders sieht es bei den Zahlen aus: Für das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder die Marge aus dem operativen Geschäft gibt es klare Formeln, die wir auch für unsere Analyse benutzen.

Vor einiger Zeit habe ich eine neue Kennzahl entdeckt, die ich dir gerne vorstellen möchte: das Gardner-Kretzmann-Kontinuum oder kurz GKC.

Eine Zahl aus dem Fool-Universum

Wenn du bereits länger „Bilanz Ziehen“ liest, dann dürfte dir der Name Gardner schon mal über den Weg gelaufen sein – David und Tom Gardner haben 1994 The Motley Fool gegründet. Der andere Namensgeber des GKC ist David Kretzmann, Analyst bei The Motley Fool in den USA. Ich weiß nicht, ob sie die Kennzahl in jahrelanger Arbeit oder einfach bei einem Bier entwickelt haben, aber auf jeden Fall ist die Berechnung ganz einfach:

Anzahl der Aktien in deinem Depot
dein Alter (in Jahren) 

Wenn du also 30 verschiedene Aktien besitzt und 25 Jahre alt bist, ist dein GKC 30/25 = 1,2.

Zahl der Aktien im Depot

Die Frage nach der „richtigen“ Anzahl der Aktien im Depot ist so alt wie die Börse selbst. Dass nach so vielen Jahrzehnten immer noch nicht die eine, für alle Anleger gültige Antwort gefunden wurde, zeigt eines: Diese Antwort gibt es nicht.

Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten, hat ein sehr konzentriertes Portfolio, das heißt, er besitzt jeweils sehr große Positionen in wenigen Aktien. Seine Zitate, nach denen Diversifikation etwas für Leute sei, die die Unternehmen nicht gut kennen, und dass er neues Geld lieber in seine beste Idee statt in seine 21.-beste stecke, sind hinlänglich bekannt. Sein GKC dürfte bei rund 0,25 liegen.

Peter Lynch dagegen, der legendäre Manager des Magellan-Fonds, hielt in seiner aktiven Zeit teilweise über 1.000 Aktien (GKC wohl zwischen 25 und 30). Beide sind auf ihre Weise gut gefahren und haben ihren Investoren hohe Gewinne beschert.

Welches GKC ist für dich richtig?

Letztlich muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden, wie risikofreudig er oder sie ist. Ein sehr konzentriertes Depot mit einem niedrigen GKC kann bei einem „richtigen“ Treffer wie Amazon oder Netflix den entscheidenden Unterschied zwischen Sparen und Reichtum machen. Aber das gilt umgekehrt genauso: Eine einzige Insolvenz kann einen erheblichen Teil deiner Anlagen vernichten.

Ich bin daher eher für eine größere Anzahl von Aktien. In meinem privaten Depot befinden sich zurzeit 39 Aktien, mein GKC liegt also ungefähr bei 0,76 (wehe, du rechnest jetzt nach!!). Das lässt mich nachts einfach ruhiger schlafen, als wenn ich nur fünf oder zehn Aktien hätte.

Wie gesagt – für mich ist das perfekt, während für dich eine andere Zahl die richtige sein kann. David Gardner sieht ein GKC von etwa 1 als einen guten Wert an. Das bedeutet einmal eine vergleichsweise hohe Anzahl von Aktien im Depot, aber auch, dass diese Anzahl mit zunehmendem Alter steigen sollte, um Risiko aus deinem Depot herauszunehmen, wenn es Richtung Ruhestand geht.

Diversifizierung bei Nebenwerten

Bei The Motley Fool betreue ich unseren Service Nebenwerte Perlen – kleine Aktien, große Chancen. Wir stellen dort kleinere Unternehmen vor, die nicht jeder kennt. Dadurch gibt es Chancen auf große Gewinne, die mit den großen DAX-Werten oder Giganten aus dem Dow Jones nicht einmal annähernd möglich sind.

Aber Nebenwerte sind auch volatil, das heißt, sie schwanken stark. Daher sollte ein gut gestreutes Depot aus Small Caps mindestens 20, besser 30 verschiedene Werte enthalten. Auf unserer Empfehlungsliste im Service stehen aktuell 36 Aktien, auf die unsere Mitglieder Zugriff haben. In der letzten Woche haben wir zwei neue Unternehmen vorgestellt: eines, das von einem weltweiten Megatrend profitiert, und einen Einzelhändler, der bewusst auf den Verkauf im Internet verzichtet und trotzdem megaerfolgreich ist.


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Offenlegung:John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Netflix. Peter Roegner besitzt Aktien von Amazon.

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