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US-Fonds verkauft Wirecard und setzt auf andere deutsche Aktie: Sollten Investoren dem Beispiel folgen?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) gehört inzwischen wieder zu den gefragteren Papieren. Seitdem die Causa Wirecard durch die Ergebnisse des Abschlussberichts durch die Anwaltskanzlei Rajah & Tann beigelegt zu sein scheint, stiegen auch die Papiere innerhalb der vergangenen vier Wochen von 99,00 auf 120,10 Euro. Immerhin ein Kursplus von 22 %.

Doch wie gegenwärtig berichtet wird, scheint sich ein größerer US-Fonds von wesentlichen Anteilen trennen zu wollen. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was wir diesbezüglich wissen müssen und ob man diesem Beispiel besser folgen sollte.

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Ein Blick auf die aktuelle Meldung

Wie derzeit berichtet wird, möchte sich der US-Fonds Thornburgh International Growth von einigen seiner Anteile trennen. Hierbei handelt es sich, wie der Name bereits vermuten lässt, um einen Fonds, der vor allem auf Wachstumsaktien spezialisiert ist. Zudem ist der Fonds mit einem derzeitigen Fondsvolumen von rund 1,4 Mrd. US-Dollar definitiv kein kleiner Vertreter mehr.

Genau genommen trennt sich der besagte Fonds jedoch nicht von sämtlichen seiner Wirecard-Anteile, sondern lediglich von rund 10 % seiner bisherigen Position. Selbst nach dem Verkauf wird der Fonds entsprechend noch 214.858 Anteile besitzen, die gegenwärtig einem Geldbetrag von 26,3 Mio. Euro entsprechen.

Zudem berichtet der Fonds, dass er künftig in einen weiteren deutschen Wert investieren werde. Siemens Healthineers (WKN: SHL100) scheint gegenwärtig hoch in der Gunst der Fondsmanager zu stehen, denn immerhin hat der Fonds inzwischen rund 741.000 Anteile im Wert von rund 28 Mio. Euro erworben. Definitiv eine interessante Meldung.

Was Investoren hierüber wissen sollten

Zuallererst sollten wir an dieser Stelle einmal betonen, dass die beiden Käufe und Verkäufe gegenwärtig in keinem Verhältnis zueinander zu stehen scheinen. Zwar hat der Fonds seine Anteile an Wirecard verringert, nicht jedoch hierfür eine Position bei Siemens Healthineers aufgebaut. Eine Analogie im Sinne von Siemens Healthineers sei nun prinzipiell besser als Wirecard muss daher nicht zwingend die Intention des Fonds sein.

Zudem wissen wir natürlich auch nicht, weshalb die Wirecard-Aktien nun verkauft worden sind. Es könnte sich beispielsweise lediglich um Anpassungen innerhalb der Fondsstruktur beziehungsweise der Allokation des jeweiligen Fonds handeln, ohne dass die Fondsmanager von den weiteren Aussichten des innovativen Zahlungsdienstleisters weniger überzeugt sind.

Zu guter Letzt sollten sich alle Investoren natürlich sowieso ihre eigenen Gedanken über die Aktie von Wirecard machen. Denn es könnte letztlich natürlich auch sein, dass, selbst wenn sich die Fondsmanager hier von den Papieren trennen wollen (beispielsweise weil ihnen das Papier in Anbetracht der Causa Wirecard zu heiß geworden ist), sie hier letztlich irren. Denn auch Fondsmanager sind letztlich nur Menschen und nicht vor Irrtümern gefeit.

Wirecard bleibt eine spannende Aktie

In meinen Augen bleibt die Wirecard-Aktie auch weiterhin ein spannendes Papier. Daran wird auch die Meldung über einen (Teil-)Verkauf eines bekannten und größeren US-Fonds nichts ändern.

Wirecard besitzt nämlich trotz solcher Meldungen noch immer viel Fantasie. Vor allem die Prognose bis zum Geschäftsjahr 2025 könnte noch immer reichlich Raum für weiteres Wachstum beinhalten, zumal die Bewertung angesichts von kolportierten Umsätzen in Höhe von 10 Mrd. Euro sowie einem Ergebnis in Höhe von 3,3 Mrd. Euro gegenwärtig durchaus preiswert sein dürfte.

Möglicherweise könnte es sich für alle langfristig orientierten Investoren anbieten, hier die Füße still zu halten. Auch wenn Nachrichten, wonach jemand anderes die eigenen Papiere verkauft, natürlich nie wirklich schön sind.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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