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Sind Uber und Lyft etwa eine Gefahr für Sirius XM?

CEO von GM Mary Barra deutete an, dass die ersten selbstfahrenden Autos ihres Unternehmens in einer Flotte fahren sollen. Ein wahrscheinlicher Kunde ist Lyft. GM hält 9 % des Fahrdienstanbieters. Foto: General Motors.

Die Geschicke von Sirius XM Holdings (WKN:A1W8XE) hängen sehr an den Absatzzahlen der Autobranche. Deswegen können Anleger durchaus besorgt sein, wenn die National Automobile Dealers Association einen Rückgang bei neuen Kfz voraussagt. Die US-Autohaus-Handelsgruppe erwartet für dieses Jahr 16,8 Millionen verkaufte Fahrzeuge – das wäre das erste Mal seit fünf Jahren, dass die Verkäufe bei unter 17 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen liegen.

Zu den Gründen für den erwarteten Rückgang gehören höhere Zinssätze, die die Finanzierungspläne teurer machen, außerdem die zunehmende Kluft zwischen Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, die sich im Jahr 2019 noch verschärfen dürfte, da mehr und mehr Leasing-Verträge auslaufen. Früher oder später werden die Investoren jedoch für sich entscheiden müssen, ob die von Uber und Lyft losgetretene Revolution am Ende auch ein Abgesang für Satellitenradio-Abonnements bedeutet.

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Voll in Fahrt

Privatfahrzeuge sind in der Regel nicht im Dauergebrauch. Die meisten Menschen nutzen ihr Auto bloß 5 %, maximal 10 % des Tages, wenn überhaupt. Den Rest der Zeit steht ein Auto rum und kostet Geld in Form von Versicherungen. Uber und Lyft machen es viel einfacher, das Auto ganz aufzugeben, und wer diesen Schritt einmal tut, der entscheidet sich dann auch für das Ende des Abos von Sirius XM.

Man könnte erwidern, dass der Erfolg von Uber und Lyft aus deren Fahrern zumindest treue Abonnenten macht. Selbst Fahrer in Teilzeit von Uber und Lyft fahren mehr als 5 % bis 10 % des Tages durch die Stadt. Aber das dürfte leider nicht die wegbrechenden Abos auffangen.

Lyft will bekannterweise an die Börse und hat dazu Anfang dieses Monats den Antrag eingereicht. Daher wissen wir nun, dass für Lyft im Jahr 2018 1,9 Millionen Fahrer tätig waren. Allerdings gab es im Verhältnis dazu 30,7 Millionen Mitfahrer und insgesamt 8,1 Milliarden USD an Buchungen. Nicht jeder Lyft-Passagier besitzt gar kein Auto, aber wer sich beim Fahren auf einen Drittanbieter stützt, wird ein Abonnement für Satellitenradios nicht gerade als vorrangig wichtig empfinden.

Sirius XM hält sich vorerst gut. Umsatz und Kundenzahlen steigen mit jedem Quartal weiter an. Der Anbieter startete in das Jahr mit einem Rekord von 34,1 Millionen Abonnenten. Auch wenn Uber und Lyft rapide an Beliebtheit zunehmen, gewinnt Sirius XM immer noch mehr Kunden dazu, als man verliert. Man kann auch sagen, dass der jüngste Zukauf von Pandora eine Strategie ist, um sich vom autobasierten Angebot zu lösen.

Die Investoren sind wohl nicht beunruhigt. Das Short-Volumen liegt bei 52-Wochen-Tiefstständen. Trotz des Auf und Abs der Wall Street haben die Aktien seit 10 Jahren in Folge positive Renditen erzielt. Auch ist der Kurs 2019 gestiegen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist natürlich keine Garantie für zukünftige Renditen. Investoren sollten trotzdem die Autoverkäufe genau beobachten. Wenn Uber und Lyft tatsächlich hier große Veränderungen bewirken, wird es für Sirius XM viel schwieriger sein, sein zahlendes Publikum zu erweitern. Dem Unternehmen geht es im Moment gut, aber die eigentliche Frage ist ja, ob Sirius XM auch demnächst noch wachsen kann.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Sirius XM. Rick Munarriz besitzt Aktien von Sirius XM.

Dieser Artikel erschien am 14.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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