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Die 3 wichtigsten Punkte aus dem Bericht von CannTrust 

Foto: Getty Images.

Kanadas Markt für Freizeit-Marihuana wurde im vergangenen Oktober geöffnet, und die Verkäufe im ganzen Land ließen die Einnahmen der Cannabis-Unternehmen sprunghaft ansteigen. Dazu gehört auch CannTrust Holdings (WKN:A2DWH4), das am Donnerstag seine Zahlen zum vierten Quartal bekannt gab. Die Marihuana-Marktchance ist riesig, und das hat die Investoren fasziniert. Aber es könnte Jahre dauern, bis diese Unternehmen profitabel sind, und das macht Marihuana-Aktien riskant. Hier erfährst du, was du über die aktuelle Performance von CannTrust wissen solltest, bevor du dich entscheidest, die Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.

1. Die Umsätze steigen

Keine Überraschung. Der freie Verkauf von Marihuana auf dem kanadischen Markt war ein Segen für den Umsatz von CannTrust im vierten Quartal. Das Unternehmen verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatz von 16,2 Millionen US-Dollar (12,08 Millionen US-Dollar) in Kanada, ein Plus von 132 % gegenüber dem vierten Quartal 2017. Für das Gesamtjahr betrug der Nettoumsatz 45,6 Millionen CAD, gegenüber 20,7 Millionen CAD im Jahr 2017.

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Das Unternehmen verkaufte 3.407 kg Cannabis-Äquivalente, was dem 4,5-fachen des Verkaufsvolumens im gleichen Quartal des Vorjahres entspricht. Der Umsatz bestand aus 377 Gramm getrocknetem Cannabis und 1.639 Kilogramm Cannabis-Äquivalenzextrakten an medizinische Konsumenten. Die Verkäufe von Freizeitcannabis und Cannabis an den Großhandel setzte sich aus 1.286 Kilogramm getrocknetem Cannabis und 104 Kilogramm Extraktäquivalenten zusammen.

2. Die Produktion nimmt zu

Ein großer Teil der Aufmerksamkeit der Investoren konzentriert sich auf die jährliche Marihuana-Spitzenproduktion, da die meisten kanadischen Marihuanaverkäufe auf dem Schwarzmarkt bleiben und das legale Angebot Schwierigkeiten hat, die Nachfrage bei lizenzierten Einzelhändlern zu decken. Kanadas Gesamtausgaben für Marihuana betragen jährlich etwa 6 Milliarden CAD, und nur etwa 20 % davon wurden im vierten Quartal bei lizenzierten Einzelhändlern getätigt.
Im letzten Quartal sprach CannTrust von einer Spitzenproduktion von rund 100.000 kg nach Abschluss der Expansionsprojekte. Allerdings erwirbt das Unternehmen 200 acre, um Cannabis im Freien anzubauen, was bereits 2020 zwischen 100.000 und 200.000 kg Produktion generieren könnte. Nach heutigem Kenntnisstand wird in diesem Jahr mit einer Produktion von 50.000 kg gerechnet, die bis 2020 auf 200.000 kg bis zu 300.000 kg ansteigen soll. Wenn das wie geplant durchgeführt wird, könnte das Unternehmen die Nummer drei der Branche, Aphria, sogar übertreffen.

3. Achte auf den Gewinn

Einer der Vorteile von CannTrust in der Vergangenheit war, dass es einen größeren Anteil des Umsatzes mit margenstarken Extrakten erzielt hat als seine Mitbewerber. Der Extraktverkauf ist besonders wichtig, da die branchenweite Steigerung der Produktion von Trockenblüten zu einem Rückgang der Preise für diese führen könnte.

Im letzten Quartal führte der Verkauf von Trockenblüten auf dem legalen Markt jedoch dazu, dass der Umsatzanteil von Extrakten zurückging, was die Marge belastete. Der Umsatz pro Gramm getrocknetes Cannabis sank von 8,14 CAD auf 7,10 CAD, während der Umsatz pro Gramm Extrakte von 9,34 CAD vor einem Jahr auf 4,29 CAD fiel.

Ohne Berücksichtigung der Marktwertanpassungen lag die Bruttomarge im Quartal bei 35 % und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres, sank jedoch von 69 % im dritten Quartal. Die Bruttomarge für das Gesamtjahr sank aufgrund der Ergebnisse des vierten Quartals von 63 % auf 57 %.

Unter Berücksichtigung der Betriebskosten stieg der Nettoverlust von CannTrust im letzten Quartal auf 25,5 Millionen CAD, ein starker Gegensatz zu dem im vierten Quartal 2017 verzeichneten Gewinn von 6,3 Millionen CAD.

Was kommt als nächstes?

Die steigenden Ausgaben von CannTrust und der Druck auf die Marge sollten nicht ignoriert werden, aber die Investoren sollten sie vielleicht in den richtigen Kontext stellen. Die nötigen Ausgaben, um Marktanteile zu gewinnen und die Produktion für zukünftiges Wachstum zu steigern, könnten als kurzfristige Schmerzen für langfristige Gewinne zu verstehen sein.

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass der Umsatz „2019 im Vergleich zu den Ergebnissen des Gesamtjahres 2018 deutlich steigen wird, wobei sich das Umsatzwachstum im Laufe des Jahres ab dem zweiten Quartal 2019 beschleunigt“. Darüber hinaus heißt es, dass die kurzfristigen Ausgaben die Rendite jetzt belasten werden, aber steigende Erträge und niedrigere Kosten pro Gramm die Rendite nach Abschluss der Erweiterungsprojekte wieder anheben werden.

Darüber hinaus heißt es: „Da die Expansion der Phase 2 zu einer positiven günstigen Kostenstruktur beiträgt, strebt das Unternehmen eine Rückkehr in die Gewinnzone an. CannTrust erwartet, dass die Bruttomarge vor der Fair-Value-Anpassung der biologischen Vermögenswerte im Jahr 2019 steigen wird.“

Wenn das stimmt, dann könnte das Potenzial zur Verbesserung von Umsatz, Rendite und Produktion im kommenden Jahr dazu beitragen, dass diese Marihuana-Aktie wieder an Dynamik gewinnt.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 29.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt CannTrust Holdings.

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