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Wow, Sixt-Aktie plus 38 % – aber warum?

Die Aktie von Sixt (WKN: 723212) gehört definitiv zu den erfolgreicheren Geschichten des gefühlt noch frischen neuen Börsenjahres. Startete das Papier auf einem Kursniveau von 69,50 Euro in das aktuelle Börsenjahr, finden wir die Stammaktie gegenwärtig bereits bei 96,10 Euro wieder. Immerhin ein sattes Kursplus von rund 38 %.

Doch was waren die Gründe für diese rasante Rallye seit Beginn des Jahres 2019? Und wird sich diese Performance auch in den kommenden Monaten fortsetzen können? Lass uns diesbezüglich im Folgenden mal auf eine kleine Spurensuche gehen.

Starke Zahlen für 2018

Ein erster Grund, weshalb die Aktie innerhalb des neuen Börsenjahres so rapide steigen konnte, dürfte mit Sicherheit mit den Zahlen zusammenhängen, die die Sixt-Aktie nun für das vergangene Geschäftsjahr 2018 verkünden konnte – denn die hatten es durchaus in sich.

So stiegen die Umsätze im Jahresvergleich um 12,6 % auf 2,93 Mrd. Euro. Die Ergebnisse stiegen hingegen um noch rasantere 86,1 % auf 534,6 Mio. Euro. Allerdings war hier ein Einmaleffekt für den Verkauf der Beteiligung an DriveNow enthalten. Doch selbst ohne diesen Sondereffekt hat das Ergebniswachstum noch immer 17,2 % auf 336,7 Mio. Euro betragen.

Mit diesen Zahlen dürfte Sixt daher sehr eindrucksvoll demonstriert haben, dass die bisherige Wachstumsgeschichte noch kein Stück ihres Esprits verloren hat – und die Aktie daher zu Beginn des neuen Jahres möglicherweise unterbewertet gewesen sein könnte.

Eine günstige Bewertung

Ach, apropos Bewertung. Ja, die Aktie von Sixt war definitiv per Anfang Januar günstig bewertet – vor allem in Anbetracht der Zahlen, die Sixt verkünden konnte.

Die obigen Zahlen entsprachen nämlich einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 9,07 Euro (mit dem Sondereffekt), wodurch die Aktie zu Anfang des neuen Börsenjahres lediglich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,66 bewertet worden ist – durchaus preiswert für ein rasant wachsendes Unternehmen.

Selbst wenn wir den Einmaleffekt herausrechnen, dürfte das Ergebnis je Aktie noch immer ca. 5,71 Euro je Aktie betragen haben, wodurch die Sixt-Aktie auf ein bereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 12,2 gekommen wäre. Selbst das ist noch immer preiswert für ein so dynamisches, junges und wachsendes Unternehmen.

Auch die Bewertung dürfte daher mit Sicherheit ein ausschlaggebender Grund für die Rallye seit Beginn des neuen Börsenjahres gewesen sein. Und selbst mit einem gegenwärtigen bereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,8 wird man mit Sicherheit noch einige Indikatoren dafür finden können, dass die Sixt-Aktie noch immer durchaus moderat bewertet ist.

Die interessante Dividende

Zu guter Letzt könnte natürlich auch die Dividende einen gewissen Beitrag zur guten Aktienkursentwicklung beigetragen haben. So hat Sixt nämlich inzwischen auch verkündet, dass die reguläre Dividende je Stammaktie von 1,95 Euro im Vorjahr auf 2,15 Euro ansteigen sollte. Die Aktionäre der Vorzugsaktie erhalten – wie bereits in den vergangenen Jahren – 2 Cent mehr je Anteilsschein.

Obwohl Sixt in diesem Jahr leider keine Sonderdividende ausschüttet, unterstreicht das Management des Unternehmens dennoch, dass ihm stabile und wachsende Ausschüttungen bei der regulären Dividende wichtig zu sein scheinen. Das dürfte allen Einkommensinvestoren durchaus gefallen, die ebenfalls womöglich ein Auge auf die Sixt-Aktie geworfen haben.

Gute Gründe für den Anstieg

Wie wir daher unterm Strich sehen können, scheint es durchaus einige plausible Gründe für die Rallye seit Beginn des Börsenjahres gegeben zu haben. Die Bewertung war günstig, das Wachstum nach wie vor stark – ein Mix, der schon öfter für erfolgreiche Börsengeschichten gesorgt hat. Zudem bietet Sixt durchaus interessante Dividendenansätze, die es gewissermaßen als schmückendes Beiwerk dieser rasanten Wachstumsaktie gibt.

Da Sixt zudem auch im kommenden Jahr seinen Wachstumskurs fortsetzen könnte, muss hier definitiv noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Womöglich ist die Aktie von Sixt daher noch immer zumindest einen interessierten Blick wert.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.