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Wer Steinhoff mag, für den sind auch diese 3 Aktien hochinteressant

Die Aktie von Steinhoff International (WKN:A14XB9) sorgt weiterhin für reichlich Gesprächsstoff und viele Anleger warten gespannt darauf, wie dieser Krimi ausgeht. Die hohe Volatilität ermöglicht im Einzelfall hohe kurzfristige Gewinne. Aber auch für geduldige Anleger hat die Aktie ihren Reiz. Schließlich ist bei einem erfolgreichen Turnaround eine Vervielfachung drin.

Die Verbindung von erhöhtem Risiko und außergewöhnlichen Chancen bieten allerdings auch die Aktien vieler anderer Unternehmen. Drei davon möchte ich dir in diesem Artikel vorstellen.

Tele Columbus (WKN:TCAG17) – trotz Turbointernet noch im Rückwärtsgang

Der Kabelnetzbetreiber ist ein Umsatzriese: In den ersten drei Quartalen 2018 waren es 368 Mio. Euro, für das Gesamtjahr wird gut eine halbe Milliarde erwartet. Über analoges und digitales Kabelfernsehen und digitale Premiumdienste sowie Telefon- und Internetpakete erwirtschaftet das Unternehmen stabile monatliche Geldzuflüsse.

Leider sieht es auf der Profitseite nicht so rosig aus. Aus einem operativen Gewinn vor Abschreibungen in Höhe von 143 Mio. Euro wurde im 9-Monats-Zeitraum ein Nettoergebnis von minus 26 Mio. Euro. Die Fehlbeträge knabbern nicht nur am Eigenkapital, das zuletzt mit 492 Mio. Euro ausgewiesen wurde, sondern lassen auch Zweifel hochkommen, ob die hohe Verschuldung in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro nachhaltig getragen werden kann. Durch die sinkende Kreditwürdigkeit droht die Zinsbelastung zukünftig weiter zu steigen.

Vor allem deshalb ist der Aktienkurs abgestürzt, die Marktkapitalisierung beläuft sich nur noch auf 216 Mio. Euro (12.04.2019), also weniger als die Hälfte von Umsatz und Eigenkapital. Die Lage ist zwar dem Anschein nach nicht so extrem wie bei Steinhoff, aber einige Parallelen sind deutlich erkennbar. Und genauso wie der Möbelkonzern beispielsweise mit der Pepco-Kette Gas gibt, geht auch Tele Columbus in die Offensive. Mit Investitionen in das Glasfasernetz und attraktiven „Triple Play“-Komplettpaketen soll die Kundenbasis ausgebaut werden.

Seit letztem Sommer kümmert sich der neue Finanzchef Eike Walters darum, die Bilanz zu stabilisieren und den restlichen Vorstand dabei zu unterstützen, das Unternehmen wieder in die Gewinnspur zu bringen. Gelingt es, dürfte der Kurs stark nach oben drehen.

QSC (WKN:513700) – kommt mit der neuen Strategie endlich der durchschlagende Erfolg?

Ganz ähnlich wie Tele Columbus verfügt auch QSC über ein eigenes Telekommunikationsnetz. Allerdings fokussiert sich QSC auf Unternehmenskunden. Außerdem steht der entsprechende Geschäftsbereich Plusnet zum Verkauf, denn eine Telekommunikationsinfrastruktur profitabel zu betreiben, ist offenbar ein schwieriges Unterfangen. Aktuell laufen konkrete Verhandlungen und die Aktionäre hoffen auf das Erzielen eines guten Preises.

Der QSC-Kurs ist schon seit bald zwei Dekaden auf der Suche nach einem Boden. Zwischenzeitlich keimte immer wieder Hoffnung auf und dann kamen die nächsten Rückschläge, die QSC regelmäßig fast zum Pennystock machten. Die starken Kursschwankungen sind spannend für Trader, aber das Management hat genug von dem Auf und Ab.

Seit einiger Zeit wird das Unternehmen darauf ausgerichtet, als Digitalisierungspartner für den Mittelstand am Markt aufzutreten. Damit soll endlich stabiler Erfolg her. Mit Themen wie Cloud und Internet der Dinge will QSC bei Kunden punkten, und das hat durchaus Potenzial. Die meisten Anleger werden erst einsteigen, wenn es QSC gelingt, profitables Wachstum unter Beweis zu stellen. Risikobereite Investoren könnten sich einen Einstieg im Vorfeld überlegen.

Home24 (WKN:A14KEB) – alles ist möglich

Ein Konkurrent von Steinhoff ist der Onlineeinrichtungsvertrieb Home24. Auch der Chartverlauf ist nicht unähnlich. Seit dem Börsengang hat sich der Kurs in etwa gesechstelt. Dabei wird der Kurs immer wieder hochgejagt, nur um bald darauf noch stärker nach unten geprügelt zu werden. Hier ist etwas los, und das ist durchaus spannend, und zwar nicht nur für Leute mit einem Anlagehorizont von wenigen Stunden.

Das Unternehmen mit den großartigen Wachstumsplänen und einer internationalen Präsenz, die bis nach Brasilien reicht, wird nun gerade noch mit 133 Mio. Euro bewertet. Dabei hat es über die letzten Monate massiv in seine Vertriebsplattform investiert, sowohl was die IT angeht als auch die Logistik.

Anlegern gefällt momentan aber offenbar das Verhältnis von Wachstumsrate zu Geldverbrennen nicht. Das Vertrauen in die Fähigkeiten des Managements schwindet – möglicherweise allerdings zu Unrecht. Im Netz wird immer häufiger gefragt, ob es jetzt nicht an der Zeit wäre, dass der Kurs beginnt, nach oben zu drehen. Selbst für die schlechtesten Aktien gibt es eine Untergrenze, würde man denken.

Das gilt aber natürlich nur, wenn der Pfad irgendwann zu Profitabilität führt, und zwar möglichst ohne verwässernde Eigenkapitalerhöhungen. Immerhin kann Home24 auf einem 2018er-Umsatz von 313 Mio. Euro aufbauen, der in diesem Jahr deutlich steigen soll. Die etwas zwielichtige Kennzahl des bereinigten EBITDA soll schon zum Weihnachtsquartal positiv werden. Das Ziel ist, dass die Umsätze schneller als die Kosten wachsen, sodass irgendwann auch unterm Strich Gewinne ausgewiesen werden können.

Ähnlich wie bei Steinhoff ist auch bei Home24 alles möglich: Treten unvorhergesehene Probleme auf und wird der Geldhahn zugedreht, dann wird es zappenduster. Kommt Home24 allerdings erfolgreich durch die kommenden zwei bis drei Jahre, dann könnte sich daraus ein kleiner E-Commerce-Star entwickeln, der seinen Aktionären hohe Renditen liefert.

Risiken richtig managen

An der Börse gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, um über das Eingehen von erhöhten Risiken die Chance auf einen Volltreffer zu haben. Nicht alle sind jedoch gleich aussichtsreich. Manche probieren es über substanzlose Pennystocks, andere über gehypte Cannabis-Aktien und ein Dritter über junge Biotech-Unternehmen. Auch mit kleinen Rohstoff-Explorationsgesellschaften kann es gelegentlich gelingen.

Ich würde allerdings behaupten wollen, dass die meisten Anleger, die einen dieser Wege wählen, über größere Zeiträume Geld verlieren. Aus meiner Sicht stehen die Chancen bei Turnaround-Kandidaten und schnell wachsenden Unternehmen deutlich besser. In diesen Fällen kann man sich vor dem Einstieg ein deutlich detaillierteres Bild machen – und das ist die Basis für echtes Investieren.

Die hier genannten Aktien sind zwar – wie bei Steinhoff – bei manchen Tradern beliebt, bieten aber auch bei langfristigem Anlagehorizont spannende Chancen, wenn du mit Geduld den Zeitpunkt abwartest, an dem der Kurs den von dir ermittelten fairen Wert bei Weitem unterschreitet.

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Ralf Anders besitzt Aktien von Steinhoff International. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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