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Starinvestor Warren Buffett: Trotz oder aufgrund des Tech-Verzichts so erfolgreich?

Warren Buffett gilt auch weiterhin als einer der erfolgreichsten Investoren unserer Welt. Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway  (WKN: A0YJQ2) hat es der Starinvestor über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg auf eine durchschnittliche Performance von über 20 % pro Jahr gebracht – und damit vielen Investoren der ersten Stunde sowie sich selbst zu einem beträchtlichem Vermögen verholfen.

Nichtsdestoweniger ist auch Warren Buffett natürlich alles andere als unfehlbar. Und immer wenn der Starinvestor mal danebenliegt, so wie jüngst beispielsweise bei Kraft Heinz (WKN: A14TU4), mehren sich die kritischen Stimmen, wonach das Orakel von Omaha als nicht mehr zeitgemäß erscheint. Vor allem sein Vermeiden von Tech-Aktien ist häufig Gegenstand der Kritik, wobei er sich selbst lediglich an seinen eigenen Circle of Competence zu halten scheint.

Letztlich könnte sein weitgehender Tech-Verzicht allerdings auch ein wichtiges Merkmal seiner erfolgreichen Investorenkarriere sein. Lass uns im Folgenden einmal schauen, was ich hiermit genau meine.

Eigentlich ist das ein Widerspruch …

Warren Buffett meidet, wie gesagt, Tech-Aktien. Er selbst äußerte sich sinngemäß bereits häufiger dahin gehend, dass er sich in diesem Bereich nicht sonderlich wohlfühle und oftmals das Geschäftsmodell nicht verstehe. Daher hat er es bis auf wenige Beispiele bislang vorgezogen, hier lieber an der Seitenlinie zu verweilen und auf andere spannende Aktien zu setzen, die eher seinem Neigungsbereich entsprochen haben.

Nichtsdestoweniger waren es in den vergangenen Jahren vor allem die Tech-Aktien, die oftmals zu den besonders hohen Renditen geführt haben. So kam die Aktie von Netflix (WKN: 552484) in den vergangenen Jahren beispielsweise auf eine Rendite von über 13.000 % und ist im Grunde genommen ein Paradebeispiel für ein Segment, das sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt hat. Hier hat es in den vergangenen Jahren definitiv mehr als eine Kursrakete gegeben.

… allerdings nicht aus einer langfristigen Perspektive heraus

Bestimmt fragst du dich daher an dieser Stelle, wieso es sein kann, dass das Vermeiden von Tech-Aktien letztlich sogar ein Erfolgsfaktor von Warren Buffett sein dürfte. Und, versprochen, genau um diesen Aspekt wird es in den folgenden Absätzen gehen.

Auch wenn der Tech-Bereich in den vergangenen Jahren das Segment für herausragende Renditebeispiele gewesen ist, existierten auch weiterhin viele Firmen, die trotz ihrer eigentlich hervorragenden Marktstellung in Vergessenheit geraten sind.

Nokia (WKN: 870737) ist beispielsweise ein solches Unternehmen, das lange Zeit als führendes Mobiltelefon-Unternehmen gehandelt wurde, letztlich jedoch aufgrund der Schnelllebigkeit und des technologischen Wandels in diesem Bereich wieder in die Vergessenheit gerutscht ist. Und analog zu all den Netflixes, die natürlich ebenfalls beeindruckende Paradebeispiele abgeben, existieren bei näherem Blick noch einige weitere Unternehmen, die im Endeffekt ein ähnliches Schicksal wie Nokia geteilt haben.

Während einige Investoren daher möglicherweise versuchten, in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten das nächste Nokia oder Netflix zu finden, oder darüber stritten, ob Nokia noch eine gute Wahl ist oder nicht, hat Buffett einen anderen Weg verfolgt.

Er ist nicht auf jede Tech-Welle aufgesprungen, sondern hat sich beispielsweise um die Aktie von Coca-Cola (WKN: 850663) gekümmert, von der er letztlich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit vorhersehen konnte, dass das zugrunde liegende Unternehmen noch viele Jahre die zuckrigen Limonaden verkaufen würde. Definitiv ein konträrer Ansatz, der ihm möglicherweise dabei geholfen hat, sein Geld langfristig und konsequent zu vermehren. Wenn auch unterm Strich etwas gemächlicher.

Es ist nicht das schnelle Geld, das reizt

Man könnte es daher abschließend auch so formulieren: Anstatt quasi den nächsten Sechser im Lotto in Form einer oder mehrerer Aktie zu suchen, hat Warren Buffett sich auf die Börsenwetten konzentriert, die aufgrund einer hervorragenden Marktstellung eines wirklich etablierten und möglicherweise gar langweiligen Geschäftsmodells das Geld konsequent vermehren. Nicht mehr, allerdings auch nicht weniger.

Das hat zwar nicht zu den exorbitant hohen Renditen wie eben bei einer Netflix-Aktie geführt. Allerdings zu beständigen, hohen und sogar marktschlagenden Renditen, die langfristig (und auch dieses Wörtchen sollte man hier immer wieder betonen), also über Jahre und Jahrzehnt hinweg ein echtes Vermögen geschaffen haben.

Der Verzicht auf den schnelllebigen Tech-Bereich könnte daher definitiv eines von Warren Buffetts Erfolgskriterien sein, weil er sich hierdurch nicht dem Risiko der potenziellen Rohrkrepierer ausgesetzt hat, sondern an beständigen, etablierten Unternehmen mit stabilen Gewinnen profitierte. Auch wenn er möglicherweise nicht in einige steile Raketen investiert hat, die für viele Investoren natürlich oberflächlich betrachtet zu den spannenderen Börsengeschichten zählen.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Netflix.

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