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ProSiebenSat.1 Media vor Übernahme? Jetzt spricht der (Vize-)Chef!

Es sind spannende Neuigkeiten, die derzeit im Kontext der ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)-Aktie zu vernehmen sind. Wie einige Marktteilnehmer derzeit zu spekulieren scheinen, könnte das angeschlagene Medienunternehmen inzwischen ein heißer Übernahmekandidat geworden sein. Ein potenzieller Interessent ist mit der italienischen Mediaset (WKN: 901402) auch prinzipiell bereits vorhanden.

Doch nun hat sich ProSiebenSat.1-Media-Vizechef Conrad Albert zu solchen Gerüchten geäußert und ihnen im Grunde genommen einen Riegel vorgeschoben. Daher lass uns im Folgenden einmal schauen, was alle Investoren zum aktuellen Sachstand hier wissen sollten.

Übernahme unrealistisch, weil …

Eine Übernahme von ProSiebenSat.1 Media durch die italienische Mediaset sei in seinen Augen unwahrscheinlich, da ein solches Vorhaben kaum stemmbar sei. Zumindest wenn sich Albert die harten Fakten anschaue und gegenwärtig auf die Bilanz von Mediaset blicke, sehe er wenig Chancen für derartige Pläne. Ein solches Vorhaben sei daher illusorisch.

Eine Sichtweise, an der durchaus etwas dran sein könnte. Wie wir mit Blick auf die aktuelle Marktkapitalisierung beispielsweise feststellen können, scheinen sich die beiden Medienkonzerne eigentlich nur unwesentlich zu unterscheiden. So bringt es ProSiebenSat.1 Media gegenwärtig auf einen Börsenwert von 3,34 Mrd. Euro, während Mediaset momentan auf ein Börsengewicht von 3,20 Mrd. Euro kommt.

ProSiebenSat.1 Media könnte daher allein aus diesen Gesichtspunkten definitiv ein größerer Brocken sein, an dem sich das italienische Medienunternehmen durchaus verschlucken könnte. Das sollten Investoren an dieser Stelle definitiv bedenken.

Albert scheint jedoch auch lieber alleine fortfahren zu wollen

Nichtsdestoweniger scheint der Vizechef des zuletzt eher kriselnden Medienunternehmens auch lieber alleine weitermachen zu wollen. Denn er sieht nach wie vor reichlich Potenzial, oder vielleicht eher Aufholbedarf, für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media.

Vor allem in der Medienallianz, die vor inzwischen fünf Jahren gegründet worden ist und gegenwärtig bereits auf zwölf Mitglieder kommt, sieht der Manager weiterhin reichlich Potenzial. Entsprechend möchte man sich auch künftig auf dieses Vorhaben konzentrieren, auch wenn die größeren Fortschritte innerhalb dieser insgesamt spannenden Partnerschaft eher kaum vorhanden gewesen sind.

Zudem hält Albert die Aktie von ProSiebenSat.1 Media gegenwärtig für unterbewertet. Eine Sichtweise, die mit Blick auf den Aktienkurs, der in den vergangenen Jahren von rund 50,00 Euro auf derzeit lediglich noch 14,40 Euro eingebrochen ist, prinzipiell nachvollziehbar ist.

Jedoch sollte man hier auch bedenken, dass ProSiebenSat.1 Media als klassischer TV-Anbieter noch immer von der Streaming-Konkurrenz bedroht wird und scheinbar kein effektives Gegenmittel gegen diese ernst zu nehmende Bedrohung gefunden hat. Auch wenn es sich daher bei ProSiebenSat.1 Media oberflächlich gesehen durchaus um eine interessante Value- oder Contrarianchance handeln könnte, sollte man als Investor hier ebenfalls bedenken, dass günstig manchmal einfach noch nicht günstig genug ist.

Interessante Sichtweise, definitiv!

Dennoch ist es insgesamt eine spannende Sichtweise, die ProSiebenSat.1-Media-Vizechef Albert hier von sich gegeben hat. Sie schiebt zwar den aktuellen Übernahmefantasien zumindest indirekt einen leichten Riegel vor, was vor allem kurzfristig orientierten Investoren, die auf einen solchen Schritt gehofft haben, einen Dämpfer versetzt haben dürfte.

Nichtsdestoweniger scheint das Management noch immer bemüht und bestrebt zu sein, das angeschlagene Medienunternehmen aus eigener Kraft zu alter Stärke zurückführen zu wollen. Und sehen in der aktuellen Bewertung zudem eine Diskrepanz zum inneren Unternehmenswert. Das kann man durchaus in den eigenen Analyseprozess mit einbeziehen.

Für mich bleibt es allerdings zumindest fürs Erste dabei, dass ProSiebenSat.1 Media für einen nachhaltigen Turnaround eine Antwort auf die Streaming-Größen finden muss. Die in den vergangenen Tagen und Wochen zudem noch mit Apple und Disney weitere Verstärkung (oder auch Konkurrenz) bekommen haben.

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Vincent besitzt Aktien von Apple und Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Walt Disney. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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