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Diesen einfachen Investitionsfehler sollte man bei Marihuana nicht machen

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Zu sagen, dass die Marihuana-Industrie blüht, wäre eine Untertreibung gewaltigen Ausmaßes. In nur wenigen Jahren ist die legale Cannabisindustrie explodiert, wobei laut Arcview Market Research und BDS Analytics erwartet wird, dass sich der weltweite Umsatz von 5,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2015, im Jahr 2019 auf geschätzte 16,9 Mrd. US-Dollar mehr als verdreifachen wird. Bis 2022 werden sich die weltweiten Marihuanaumsätze mit geschätzten 31,3 Mrd. US-Dollar wieder fast verdoppelt haben.

Dieses rasante Umsatzwachstum und die relativ stetige Popularität und wachsende Akzeptanz von Cannabis als Mainstream-Produkt sind der Grund dafür, dass die Investoren seit Anfang 2016 in Marihuana-Aktien investieren. Viele Aktienkurse sind in gut drei Jahren um einen drei- oder vierstelligen Prozentsatz gestiegen.

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Diese Voreingenommenheit könnte den Pot-Investoren zum Verhängnis werden

Aber, wie du dir vorstellen kannst, wird nicht jede Marihuana-Aktie ein Gewinner sein. Deshalb müssen Pot-Aktien-Investoren bei der Recherche dieser Unternehmen besonders sorgfältig vorgehen und eine Voreingenommenheit vermeiden, die in dieser Branche leicht auftreten kann. Dabei handelt es sich um eine übermäßig starke Anziehungskraft von Unternehmen mit einstelligen oder unter 1 US-Dollar liegenden Aktienkursen.

Diese Anlagethese basiert auf der (falschen) Vorstellung, dass der Besitz von mehr Aktien (d. h. der Kauf von Hunderten oder Tausenden Aktien eines Unternehmens mit einem niedrigen Aktienkurs) eine bessere Chance bietet, Geld zu verdienen, als der Kauf einer Aktie, die einen Aktienkurs von beispielsweise 25, 50 oder 100 US-Dollar aufweist.

Wenn die Möglichkeit besteht, 100 Aktien einer 1-Dollar-Aktie oder 1 Aktie einer 100-Dollar-Aktie zu kaufen, denke ich, dass du überrascht wärst, wie viele Leute sich dafür entscheiden würden, 100 Aktien der 1-Dollar-Aktie zu halten, mit dem Glauben, dass es für ein Unternehmen einfacher ist, sich von 1 US-Dollar auf 2 US-Dollar zu verdoppeln als von 100 US-Dollar auf 200 US-Dollar. Sich alleinig auf den Aktienkurs zu stützen und die Marktkapitalisierung (d. h. Aktienkurs mal ausstehende Aktien) oder die zugrunde liegenden Fundamentaldaten außer Acht zu lassen ist jedoch katastrophal.

Die Cannabisindustrie hatte die meiste Zeit ihres Bestehens nur begrenzten Zugang zu Kapital. Die Verabschiedung des Cannabis Act im Juni in Kanada und die anschließende Legalisierung für Erwachsene im Oktober haben endlich die Tür zu klassischen Bankdienstleistungen geöffnet. Das verschleiert jedoch nicht die Tatsache, dass fast alle Pot-Aktien ihre eigenen Aktien ausgeben, Wandelschuldverschreibungen anbieten oder Aktienoptionen und/oder Optionsscheine ausgeben mussten, um Kapital aufzunehmen oder Übernahmen zu finanzieren. Infolgedessen hat sich die ausstehende Aktienzahl einiger populärer Pot-Unternehmen erhöht. Daher können selbst bei relativ winzigen Aktienkursen bestimmte Pot-Aktien viel größer sein, als man denkt.

Zu einer Investition gehört mehr als nur der Aktienkurs

So sind beispielsweise sowohl die Auxly Cannabis Group (WKN:A2DRE4) als auch Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) zwei beliebte Unternehmen in der Marihuana-Industrie. Auxly verzeichnete zu Marktschluss am Mittwoch, den 21. März, einen Aktienkurs von nur 0,70 US-Dollar und handelt durchschnittlich 1,25 Mio. Aktien täglich, wobei Aurora Cannabis bei 9,57 US-Dollar schloss und durchschnittlich mehr als 29 Mio. Aktien pro Tag gehandelt werden. Auf Message Boards sehe ich regelmäßig Beiträge, in denen gefragt wird, „warum der Aktienkurs von Aurora niedriger ist als der von Aphria„, oder in denen gemeint wird, dass der Kurs von Auxly unter 1 US-Dollar eindeutig ein Schnäppchen ist, „weil er unter 1 US-Dollar liegt“.

Was diese Investoren jedoch übersehen, ist die Verwässerung des Aktienkapitals, die dazu geführt hat, dass der Aktienkurs beider Aktien im einstelligen Bereich blieb.

Obwohl es sich bei Auxly aufgrund des Aktienkurses um eine echte Penny-Aktie handelt, weist es eine Marktkapitalisierung von 430 Mio. US-Dollar auf. Das liegt daran, dass sich die Zahl der ausstehenden Aktien von 184,7 Mio. zum 30. September 2017 im Jahr darauf auf 565 Mio. Aktien zum 30. September 2018 erhöht hat. Durch die Bereitstellung von Vorabkapital für expandierende landwirtschaftliche Betriebe im Austausch für einen Prozentsatz ihrer Produktion zu niedrigeren Marktpreisen ist Auxly eines der größeren Cannabis-Lizenzunternehmen überhaupt. Die Bereitstellung dieses Vorabkapitals bedeutete jedoch die Ausgabe eigener Aktien und damit eine Verdreifachung der Aktienzahl gegenüber dem Vorjahr. Jetzt braucht das Unternehmen nicht einmal einen Aktienkurs von 2 US-Dollar, um eine Marktkapitalisierung von 1 Mrd. US-Dollar zu erreichen.

Inzwischen hat Aurora Cannabis die Zahl seiner ausstehenden Aktien von rund 16 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres 2014 (30. Juni 2014) auf 998,1 Mio. Aktien zum 31. Dezember 2018 erhöht. Die auf Übernahmen ausgerichtete Strategie von Aurora hat dazu geführt, dass das Unternehmen sich darauf stützt, eigene Aktien auszugeben, um die Kosten seiner Geschäfte zu decken. Infolgedessen hat das Unternehmen nach Abschluss einiger kürzlich abgeschlossener Transaktionen in weniger als fünf Jahren 1 Mrd. Aktien ausgegeben, und verfügt trotz eines einstelligen Aktienkurses über eine Marktkapitalisierung von fast 10 Mrd. US-Dollar.

Meiner persönlichen Meinung nach wäre es für Aurora Cannabis, ein Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2019 einen beträchtlichen operativen Verlust zu verzeichnen hat, viel schwieriger, die Marktkapitalisierung auf fast 20 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln als für CannTrust Holdings mit einem Aktienkurs von 9,96 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 1,05 Mrd. US-Dollar, sich auf 2,1 Mrd. US-Dollar zu verdoppeln. Sie haben praktisch den gleichen Aktienkurs aber sehr unterschiedliche Aussichten, wobei man bei CannTrust erwartet, dass es ein viel niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis als Aurora aufweisen wird.

Der Punkt ist, dass die Investoren vermeiden müssen, sich von einstelligen Aktienkursen beeindrucken zu lassen. Vielmehr wäre es ratsam, bei der Ermittlung einer fairen Bewertung auf die zugrunde liegenden Gewinnaussichten sowie auf die Marktkapitalisierung zu achten.

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The Motley Fool empfiehlt Auxly Cannabis Group und CannTrust Holdings Inc.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 23.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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