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5 Gründe, warum die Gazprom-Aktie weiterhin eine gute Zukunft besitzt

Die Gazprom (WKN: 903276)-Aktie hatte über die vergangenen Jahre keine gute Zeit. So liegt der Kurs heute immer noch mehr als 79 % unter dem Hoch des Jahres 2006 (11.04.2019). In manchen extrem irrationalen Fällen sind tatsächlich Bewertungen möglich, wie dies derzeit bei Gazprom der Fall ist. Es gibt jedoch viele Punkte, die für das Unternehmen sprechen. Hier erfährst du, welche dies sind.

1. Erdgas-Nachfrage wird weiter steigen

Bei der aktuellen Energiewende spielt Erdgas eine wichtige Rolle, denn es verursacht weniger Emissionen als Kohle, ist effizient, kann auch als Treibstoff (zum Beispiel für Schiffe oder Lkws) genutzt werden und ist somit eine gute Ergänzung zur unsteten Energie aus Wind und Sonne.

So gehen Schätzungen davon aus, dass der weltweite Erdgasbedarf bis 2035 um 33 % steigen wird. Zudem wird der Bedarf als Treibstoff zunehmen, sodass der Rohstoff nach Schätzungen bis 2035 etwa 25 % zum Treibstoffmix beitragen wird (aktuell sind es 23 %).

Und weil viele Schwellenländer ihren Lebensstandard an den der westlichen Welt anpassen möchten, steigt der Bedarf hier ganz besonders stark. Allein in China wird sich die Nachfrage bis 2035 wahrscheinlich verdoppeln.

2. Gazprom ist sehr gut positioniert

Der russische Konzern besitzt etwa 17 % der weltweiten Erdgasreserven und produziert circa 12 % des weltweiten Volumens. Davon gehen über 40 % in den Export nach Europa, aber auch nach Asien. Damit ist er die Nummer eins in seinem Sektor. Ab 2019 wird Gazprom auch nach China Erdgas liefern und dort bis 2035 wahrscheinlich zum führenden Lieferanten aufsteigen.

In Russland selbst betrug Gazproms Marktanteil im letzten Jahr etwa 53 %, und dieser wird sich bis 2035 wahrscheinlich auf etwa 66 % erhöhen. Auch hier ist davon auszugehen, dass sich der Konsum und die Produktion zukünftig weiter erhöhen.

Ein großer Vorteil an Unternehmen mit einer starken Marktstellung ist die Kostenführerschaft. Gazprom verdient auch bei niedrigen Erdgaspreisen immer noch Geld, wenn schon alle anderen Produzenten rote Zahlen schreiben. Dies war besonders über die letzten Jahre zu beobachten, als der Erdgaspreis fiel.

3. Neue Technologien und wachsender Anteil hochmargiger Projekte

Anders als in Zeiten des Sozialismus geht nun in Russland die technologische und wirtschaftliche Entwicklung viel schneller voran, weshalb auch Gazprom immer bessere Förder- und Verarbeitungstechniken entwickelt, die effizienter, aber auch umweltfreundlicher sind. Gleichzeitig senkt der Konzern so seine Kosten, wodurch die Gewinnmarge weiter steigt.

Hinzu kommen Kooperationen mit westlichen Firmen, wodurch neue Anlagen wie in Prirazlomnoye, Novoportovskoye oder Vostochno-Messoyakhskoye höhere Erträge erwirtschaften, als dies mit älteren Betrieben der Fall ist.

4. Gutes Zahlenwerk

Zwar konnte Gazprom seinen Gewinn in seinen Geschäftsjahren (sie enden jeweils am 31. März) 2008 bis 2017 nicht steigern, aber dies lag weitestgehend an einem sinkenden Erdgaspreis, der seit Ende 2007 von etwa 5,50 Euro auf heute 2,42 Euro (11.04.2019) fiel. Gazproms Umsatz kletterte hingegen von 3.285.486 auf 6.546.143 Mio. Russische Rubel. Dabei legte die Dividendenausschüttung je Aktie von 3,2 auf 15,95 Russische Rubel zu.

Und weil Gazprom (wie oben beschrieben) eine gute Marktstellung besitzt und auf seine Kosten achtet, lag die Gewinnmarge in neun von zehn Jahren im zweistelligen Bereich (2017 bei 10,9 %). Und auch die Bilanz ist mit 66,8 % Eigenkapital gut aufgestellt. Dies kann sich für einen Rohstoffkonzern sehen lassen.

5. Weiterhin günstig bewertet

Neben der guten Qualität kommt noch die derzeit wirklich irrationale Aktienbewertung hinzu. So kann man diesen Konzern derzeit zu nur 42 % des Buchwertes kaufen. Gazprom schreibt aber keine Verluste und befindet sich nicht im Niedergang. Dagegen wird der Erdgaspreis nicht für immer niedrig notieren, sodass bei einer Erholung der Gewinn überproportional nachziehen würde.

Einen Vorgeschmack darauf lieferte der Bericht zum dritten Geschäftsquartal 2018. Hierin meldete Gazprom für seine ersten drei Geschäftsquartale 2018 einen Umsatz- und Gewinnanstieg um 27,1 % beziehungsweise um 72,8 %. Dabei machte sich schon ein kleiner Preisanstieg beim exportierten Erdgas deutlich bemerkbar. Deshalb wird Gazprom wahrscheinlich auch im gesamten Geschäftsjahr 2018 über einen Rekordumsatz und einen deutlich gestiegenen Gewinn berichten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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