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ExxonMobil weiter enttäuschend – aber die Aktie ist nach wie vor ein Kauf

Foto: Getty Images

Es war in den letzten zehn Jahren nicht gerade einfach, die Aktien des Energieriesen ExxonMobil Corporation (WKN:852549) zu halten. Trotz eines bisherigen Anstiegs von 16,5 % im Jahr 2019 ist die Aktie in den letzten 10 Jahren nur um 17 % gestiegen. Chevrons Aktien – der wohl größte Konkurrent des Unternehmens – haben sich in dieser Zeitspanne fast verdoppelt. Aber Exxon sollte man nicht aufgeben. Am Ende des Tunnels ist eben doch Licht, und das wird heller. Selbst wenn Investoren die Aktien zuletzt eher gemieden haben.

Was ist bei Exxon los?

In vielerlei Hinsicht wirkt es so, als wäre Exxon unter der Leitung des ehemaligen CEO Rex Tillerson vom rechten Weg abgekommen. Das zeigt sich sehr deutlich in der Produktionsstatistik des Unternehmens und in der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE). Der ROCE ist im Wesentlichen ein Maß dafür, wie gut ein Unternehmen die Mittel seiner Aktionäre nutzt.

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In Bezug auf den ROCE war Exxon in der Vergangenheit in der Branche mit ganz oben. Aber in den letzten 10 Jahren ist man ins Mittelfeld zurückgefallen. In der Produktion ist Exxon seit einigen Jahren rückläufig: Im Jahr 2016 ging die Produktion um 1 % zurück. Im Jahr 2017 sank sie um 1,7 %. Und im Jahr 2018 ging die Produktion sogar um 3,8 % zurück. Angesichts der weiter sinkenden Produktion und des nur noch mittelmäßigen ROCE ist es kein Wunder, dass Investoren sich Sorgen um die Zukunft von Exxon machen.

Diese beiden Fakten sind zum großen Teil Grund dafür, dass die Exxon-Aktien sanken und nun 4,1 % an Dividende zahlen, den höchsten Prozentsatz seit mehr als 20 Jahren. Aber Einkommensanleger sollten hier etwas weiter forschen, denn es gibt dann doch gute Nachrichten, wenn man nur genau hinsieht.

Endlich Verbesserungen

Mit einer Marktkapitalisierung von über 330 Milliarden USD ist Exxon ein riesiger Konzern. Hier braucht ein Turnaround einfach Zeit. Das Unternehmen hat einen langfristigen Plan, um das Ergebnis bis 2025 zu verdoppeln, den man derzeit unter Tillersons Nachfolger Darren Woods angeht. Bis dahin sind noch einige Jahre hin, und es gibt noch viele Investitionen zu tätigen – aber für langfristig denkende Anleger eröffnen sich hier gerade interessante Chancen.

Man muss beachten, dass Exxon ein konservativ geführtes Unternehmen ist und wenig Probleme haben sollte, seinen Plan umzusetzen, ganz gleich, was bis 2025 bei den Ölpreisen passiert. So macht beispielsweise die langfristige Verschuldung weniger als 10 % der Kapitalstruktur des Ölriesen aus. Das liegt am unteren Ende der Branche und bietet Exxon viel Spielraum, auch wenn die Ölpreise auf oft dramatische Weise sinken. Und die ersten Ergebnisse des 2017 angekündigten Plans für 2025 zeigen schon erste Erfolge.

Exxons ROCE via YCharts

In Bezug auf den ROCE will Exxon bei rund 15 % liegen. Auch wenn der ROCE des Unternehmens immer noch mittelmäßig ist, hat er sich wieder verbessert. Anfang 2017 lag der ROCE im niedrigen einstelligen Bereich, lag 2018 aber knapp über 10 %. Steigende Ölpreise haben dabei geholfen, aber auch der Schritt des Unternehmens, die Projekte, in die es investiert, besser zu kontrollieren. Im Laufe der Zeit sollte es dem Unternehmen durch eine stärkere Beteiligung möglich sein, seine Expertise bei riesigen Energieprojekten besser einzusetzen. Hier sollte Exxon noch besser werden, da das Management sein Portfolio auf die besten Investitionsmöglichkeiten ausrichtet.

Die Produktion ist indes nicht so schlecht, wie sie aussieht. Die ersten Ergebnisse aus nur einem der wichtigsten Wachstumsprojekte des Unternehmens beginnen bereits, weiter zu steigen. Die Expansion im Onshore-Ölbohrsegment in den USA trug dazu bei, dass das Unternehmen die Produktion zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2018 steigern konnte. Auch zwischen dem dritten und vierten Quartal gab es einen weiteren Anstieg. Das reichte natürlich nicht aus, um den Rückgang des Gesamtjahres auszugleichen, aber es zeigt, dass sich die Produktion von Exxon wieder in die richtige Richtung bewegt.

Exxons Daten via YCharts

Ebenso wichtig ist, dass der Energieriese gerade angekündigt hat, dass er 2018 grandiose 4,5 Milliarden Barrel Öl fördern konnte. Das basiert insbesondere auf erfolgreichen Erkundungen bei den längerfristigen Investitionen, vor allem bei Offshore-Bohrungen. Die Ersatzrate beträgt rund 300 %. Das bedeutet, dass Exxon im Jahr 2018 mehr als dreimal so viel Öl gefunden hat wie gebohrt und das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt ist.

Das Ende ist in Sicht

Exxon ist noch nicht wieder in Topform, aber es zeigen sich offensichtlich erste wichtige Fortschritte beim Erreichen der langfristigen Ziele. Der geringe Preis und die hohe Dividende des Unternehmens scheinen dank der jüngsten Erfolge nicht allzu schlimm zu sein. Wer langfristig denkt, könnte sich jetzt diese Dividende von 4 % gönnen, während die anderen ängstlicheren Anleger noch zögern.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Reuben Gregg Brewer besitzt Aktien von ExxonMobil.

Dieser Artikel erschien am 1.3.2019 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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