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Erfolg in China ist ein gutes Zeichen für dieses US-Unternehmen

Quelle: Uniper

Der US-Versorger The Southern Company (WKN:852523) bietet Investoren eine robuste Dividendenrendite von 4,4 %. Das ist in der Branche recht viel, und das aus einem sehr guten Grund – vermehrte Kosten und Verzögerungen am Bauvorhaben Vogtle in Georgia erweisen sich als Belastung für die Finanzen. Da aber ähnliche Reaktoren nun in China in Betrieb sind, hofft Southern, dass man die dort gemachten Erfahrungen nutzen kann, um die eigenen Projekte ohne allzu große Reibungen fertig zu stellen. Derzeit sieht alles recht gut aus.

Nicht der beste Start

Der Bau eines Kernkraftwerks von Grund auf ist ein teures und zeitaufwendiges Projekt. Und nicht immer geht bei Atom-Projekten alles gleich glatt. So baute Southern Ende der 80er Jahre im Werk Vogtle zwei Kraftwerke, deren geschätzte Kosten bei 2 Milliarden USD lagen, aus denen am Ende dann aber fast 9 Milliarden USD wurden.

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Und als Southern dann erneut in seinem Werk in Vogtle mit dem Bau von zwei neuen Kernkraftwerken begann, war man sich nicht einmal über die gewählte Technologie einig. Damals waren die von Southern gebauten Westinghouse AP1000-Reaktoren noch nie zuvor in Betrieb genommen worden.

Da einst Ende der 80er Jahre die Kosten weit überschritten wurden, waren die Investoren zu Recht verärgert über die ersten Bauergebnisse. Das Projekt Vogtle blieb schnell hinter dem Zeitplan zurück, die Materialkosten lagen über den Schätzungen und dann meldete der Auftragnehmer von Southern, Westinghouse, auch noch Konkurs an und stellte das gesamte Projekt in Frage. Southern schritt ein, um die Kontrolle über das Projekt zu übernehmen und seine Investitionen zu retten, aber zu dem Zeitpunkt haben sich die Kosten gegenüber den ursprünglichen Schätzungen bereits verdoppelt. Kein Wunder, dass die Anleger die Aktien von Southern argwöhnisch beäugen.

Die News werden immer besser

Die negativen Reaktionen wurden im zweiten Quartal 2018 deutlich, als Southern weitere Kostenanstiege verkündete. Trotz der Übernahme der Leitung durch das Unternehmen, die zu einer Ergebnisverbesserung führen sollte, mussten die Aktionäre eine Gebühr von 1,1 Milliarden USD stemmen. Diesmal jedoch wurde man von seinen Projektpartnern mit erheblichen Rückschlägen konfrontiert. Um den Deal zu retten, erklärte sich Southern bereit, bei weiteren Preiserhöhungen mehr von den Kosten zu übernehmen. Vogtle ist für Southern extrem wichtig.

Southerns Dividende via YCharts

Im vierten Quartal kamen dann aber gute Nachrichten. Das Unternehmen sagte, dass die beiden neuen Kernkraftwerke im November 2021 und November 2022 wohl an den Start gehen können. Das liegt zum Beispiel an Effizienzsteigerungen, die durch positive Beschäftigungs- und Bindungstrends getrieben werden. Die Personalentwicklung war bei der Telefonkonferenz im dritten Quartal ein wichtiges Thema, denn zum jetzigen Zeitpunkt hat das Unternehmen mehr Bewerber, als es beschäftigen kann. Es wird auch über den Tellerrand hinaus gedacht, z.B. indem weniger qualifizierte Arbeitskräfte einfache Aufgaben erledigen (z.B. Kabel verlegen), während qualifiziertere Arbeitskräfte sich auf Aufgaben konzentrieren, die nur sie erledigen können (z.B. Elektriker, die sich auf Verbindungskabel konzentrieren und sie nicht verlegen).

Southern steht wohl ein starkes und versöhnliches Ende des Vogtle-Projekts bevor – und an dieser Stelle kommt China ins Spiel. Da dort die Westinghouse AP1000-Reaktoren an den Start gegangen sind, konnte Southern dort den Prozess beobachten. So machte während der Telefonkonferenz im vierten Quartal CEO Thomas Fanning eine Reihe wichtiger Bemerkungen, darunter auch: „Die Einheiten in China laufen rund. Wir wissen also, dass die Technologie funktioniert.“ Das klingt zwar simpel, ist aber eine wichtige Tatsache, die vor dem Start der chinesischen Werke dann doch noch nicht klar war.

Noch wichtiger für die Zukunft von Southern, stellte der CEO fest: „Wir haben gesehen, wie es in Sandman und Haiyang lief. Wir haben deren bewährte Praktiken übernommen.“ Das wird dem Dienstprogramm ermöglichen, „Arbeitsabläufe und Prozesse zu optimieren“ und das macht es umso wahrscheinlicher, dass Southern die Ziele für die Vogtle-Werke erreicht. Das ist wichtig, denn sollten diese Termine nicht eingehalten werden, würden zusätzliche Kosten entstehen, die Southern und seine Aktionäre zu tragen haben werden.

Southern führt derzeit eine regelmäßige Überprüfung seiner Fortschritte durch und wird in Kürze einen aktualisierten Zeitplan für die Fertigstellung vorlegen. Obwohl das Management keine Versprechungen gemacht hat, deuteten die jüngsten Aussagen darauf hin, dass man in der Lage sein könnte, die Werke frühzeitig in Betrieb zu nehmen. Grund ist der eigene Antrieb sowie die in China gesammelten Erfahrungen. Obwohl es schwierig ist, das Vogtle-Projekt, welches weit über dem Budget liegt und nur langsam vorangeht, als positiv zu bezeichnen, wird es am Ende wohl weniger schlimm sein, als die Anleger befürchten.

Man wird fertig werden

Es scheint also alles in allem sicher, dass das Projekt bald fertig wird. Die jüngsten Erfolge bei der reibungslosen Durchführung der Projekte sind weitere gute Nachrichten. Aber die beste Nachricht ist derzeit wahrscheinlich, dass die Westinghouse AP1000 Reaktoren, die in China bereits laufen, tatsächlich funktionieren. Das sollte Southern nach all den Problemen eine gute Gewissheit geben. Es gibt noch viel zu tun, aber dank der Erfahrungen in China könnten Investoren, die wegen Vogtle noch unsicher sind, Southern Company und ihre großzügige Rendite von 4,4 % noch einmal mit anderen Augen sehen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Reuben Gregg Brewer besitzt Aktien von Southern Company. Dieser Artikel erschien am 3.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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