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Marktkapitalisierung: Spannende Kennzahl, aber mit Vorsicht zu genießen!

Foto: Getty Images

Wer als langfristig orientierter Investor erfolgreich sein möchte, wird um so einige fundamentale Kennzahlen definitiv nicht herum kommen. Natürlich gehört zu einer unternehmensorientierten Analyse mehr dazu, als bloß ein paar Kennzahlen untereinander abzuwägen, nichtsdestoweniger sind Zahlen definitiv ein wichtiger Aspekt einer fundierten Analyse.

Eine Kennzahl, die meines Erachtens häufig etwas zu kurz kommt, ist hierbei die Marktkapitalisierung. Werfen wir daher zunächst einmal einen Blick auf diese doch sehr spezielle Kennzahl, ehe wir vertieft überlegen, welchen Einschränkungen sie unterliegt.

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Das ist die Martktkapitalisierung

Doch bevor es um etwas tiefere Kritik geht, erfolgt zunächst der Blick auf das, was die Marktkapitalisierung denn letztlich eigentlich misst. Genau genommen handelt es sich bei dieser Kennzahl um den Börsenwert eines Unternehmens oder Konzerns. Entsprechend wird diese Kennzahl gebildet, indem man die Menge aller ausstehenden Aktien mit dem derzeitigen Kursniveau multipliziert. Et voilà, wir erhalten die Marktkapitalisierung.

Warum diese Kennzahl in meinen Augen so interessant ist, darüber kann man sich natürlich trefflich streiten. Für mich ist ein vergleichender Blick auf den aktuellen Börsenwert allerdings schon häufig ein erster Fingerzeig dafür gewesen, welche Aktie gegenwärtig möglicherweise vollkommen falsch von den Börsen bepreist wird. Denn anders als beim bloßen Blick auf den Aktienkurs können wir mithilfe dieser Kennzahlen einen absoluten Größenvergleich bei einem oder auch mehreren Unternehmen anstellen, was durchaus interessant und aufschlussreich sein kann.

Schranke Nr. 1: Achte auf die Vergleichswerte

Nichtsdestoweniger sind häufig vor allem die Vergleiche ein Problem dieser Kennzahl. Beziehungsweise, sofern Vergleiche zwischen zwei Unternehmen anhand der Marktkapitalisierung angestellt werden, kann das so manches Mal gehörig in die Hose gehen, was möglicherweise sogar zu teuren Fehlentscheidungen führen kann.

So sollte man natürlich einerseits lediglich dann Unternehmen anhand der Marktkapitalisierung miteinander vergleichen, sofern sie in irgendeiner Weise vergleichbar sind. Beispielsweise, weil sie grundsätzlich dasselbe tun, nur in anderen regionalen Märkten. Oder aber weil sie prinzipiell ähnliche Produkte anbieten, die in Konkurrenz zueinander stehen. Solche Vergleiche könnten durchaus Sinn machen.

Weniger sinnvoll dürfte es hingegen sein, wenn man einen Lebensmittelhersteller mit einem Social-Media-Unternehmen anhand der Marktkapitalisierung vergleicht. Ich will nicht mit 100-prozentiger Sicherheit ausschließen, dass an einer solchen Stelle absolut keine sinnvollen Vergleiche möglich sind. Allerdings sollte man bei solchen Vergleichswerten definitiv vorsichtig sein und sich wirklich gut überlegen, ob die anhand dieser Vergleiche aufgestellten Aussagen wirklich sinnvoll sind.

Zum anderen sollte man ebenfalls darauf achten, ob die Märkte, in denen Unternehmen aktiv sind, prinzipiell identisch sind. Sollte ein Unternehmen so beispielsweise in China ein großer E-Commerce-Akteur sein, ein anderes hingegen lediglich in St. Vincent und den Grenadinen, dürfte auch hier der Vergleich der Marktkapitalisierung wenig zielführend sein. Denn der E-Commerce-Akteur von St. Vincent hat letztlich nicht die gleichen oder zumindest ähnliche Marktvoraussetzungen wie der chinesische E-Commerce-Akteur. Und dieser Markt wird sich vermutlich auch künftig nicht in solche Dimensionen entwickeln, die das bevölkerungsreiche China gegenwärtig vorzuweisen hat.

Schranke 2: Nicht der Heilige Gral!

Zudem sollte man auch stets bedenken, dass die Marktkapitalisierung gewiss nicht der Heilige Gral ist. Wie ich eingangs bereits angedeutet habe, kann diese Kennzahl ein guter Indikator für gravierende, große Bewertungsunregelmäßigkeiten sein. Mehr allerdings häufig auch nicht.

Prinzipiell sollten Investoren daher stets noch ergründen, weshalb ein Unternehmen möglicherweise so klassisch unterbewertet anhand der Marktkapitalisierung erscheint, beziehungsweise, ob sich ein Unternehmen in Anbetracht anderer Kennzahlen doch von einem vergleichbarem Mitbewerber unterscheidet.

Das spricht trotzdem für die Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung kann alleine letztlich keine vollumfängliche, unternehmensorientierte Analyse leisten. Aber das können andere fundamentale Kennzahlen auch nicht. Dennoch kann man anhand dieser Kennzahl so einige Größenunterschiede aufdecken und sich des Weiteren ausmalen, wohin die Reise bei einem spannenden Unternehmen möglicherweise größentechnisch noch hingehen könnte.

Und zumindest für mich sind diese Vorteile trotz der bestehenden Schranken definitiv groß genug, weshalb ich eigentlich immer zumindest ein Auge auf die Marktkapitalisierung verschiedener Unternehmen riskiere.

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