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3 interessante Wasserstoffaktien für Wachstumsinvestoren

Neben batteriebetriebenen Elektroautos gelten wasserstoffbetriebene Fahrzeuge als heiße Anwärter für die Mobilität der Zukunft: In einer Brennstoffzelle im Fahrzeug werden Wasserstoff und Sauerstoff zum Reagieren gebracht. Heraus kommt als Strom, mit dem das Fahrzeug angetrieben wird, und als „Abgas“ reines Wasser.

Die Technologie kombiniert einige Vorteile von Verbrennern und batterieelektrischen Fahrzeugen und ist vor allem im Schwer- und Nutzlastbereich eine hervorragende Antriebsvariante. Kein Wunder, dass der Markt für Brennstoffzellen bis 2025 mit fast 21 % jährlich wachsen soll, wie GrandViewResearch prognostiziert.

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Das Marktwachstum für die Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen (PEM-Brennstoffzellen), die sich für den Einsatz in Wasserstofffahrzeugen eignen, wird sogar noch ein gutes Stück höher ausfallen. Schauen wir uns also einige Aktien an, die in diesem Bereich ganz vorne mit dabei sind!

Ballard Power Systems

Das kanadische Unternehmen Ballard Power Systems (WKN: A0RENB) gilt mit einem Jahresumsatz von knapp 100 Mio. US-Dollar als Marktführer in der Branche. Die von Ballard entwickelten und produzierten Brennstoffzellen-Stacks werden vorwiegend in Bussen, Lkws oder Zügen sowie in Energiespeichern eingesetzt, allerdings besteht auch eine Partnerschaft mit Audi zur gemeinsamen Entwicklung eines Wasserstoffautos. Das Unternehmen ist global aktiv und verstärkt aktuell über eine Kooperation mit Weichai Power sein Geschäft in China.

Auch bei der Entwicklung seiner eigenen Brennstoffzellen kommt Ballard gut voran: Die neueste Generation erreicht 40 % niedrigere Betriebskosten, eine längere Lebensdauer und eine um ein Drittel verbesserte Energiedichte gegenüber der Vorgängerversion – damit setzt Ballard neue Maßstäbe in der Industrie. Ein großer Erfolg für Ballard war außerdem, dass 2017 in Zusammenarbeit mit Nisshinbo die erste PEM-Brennstoffzelle ohne Edelmetallkatalysator entwickelt werden konnte. Das könnte Ballard in Zukunft deutliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz eröffnen.

Der Wermutstropfen für potenzielle Investoren: Ballard verdient noch kein Geld. Allerdings ist das Unternehmen mit genug Cash ausgestattet, um noch einige Jahre ohne finanzielle Engpässe weiterzuwirtschaften, und hat mit Weichai Power zudem einen finanzstarken Investor an seiner Seite.

Hydrogenics

Hydrogenics (WKN: A1CSG9) ist eine Art Allrounder in der Wasserstoffbranche. Denn das Unternehmen entwickelt und produziert nicht nur eigene Brennstoffzellen, sondern auch Wasserstoff-Speichersysteme und Elektrolyseure – die Geräte, die zur Erzeugung von Wasserstoff benötigt werden. Damit ist Hydrogenics entlang der gesamten Wertschöpfungskette positioniert: Produktion, Lagerung und Verbrauch.

Das kann eine Chance sein, da das Unternehmen nicht nur auf ein Pferd setzt – aber auch ein Risiko: Denn in keinem der drei Bereiche ist Hydrogenics wirklich herausragend positioniert. Ballard Power zum Beispiel macht deutlich mehr Umsatz als Hydrogenics, obwohl es nur auf einem von Hydrogenics’ Geschäftsfeldern aktiv ist. Bei Elektrolyseuren ist das norwegische Unternehmen Nel ASA (WKN: A0B733) größer.

Finanziell sieht es bei Hydrogenics ähnlich aus wie bei Ballard Power: Das Unternehmen ist nicht profitabel und wird es auf absehbare Zeit auch nicht sein, hat aber genug Cash in der Bilanz, um für einige Jahre ohne Probleme weiterarbeiten zu können.

SFC Energy

Das dritte Unternehmen, SFC Energy (WKN: 756857), kommt aus Deutschland und ist das bisher einzige Brennstoffzellenunternehmen, das operativ schon Geld verdient. Bisher stellt das Unternehmen allerdings keine Wasserstoff-Brennstoffzellen her: Das Geschäft von SFC Energy basiert auf Brennstoffzellen, die aus Methanol Strom erzeugen. Diese werden in Situationen verwendet, wo völlig autark Strom erzeugt werden muss, beispielsweise in der Verteidigungsindustrie.

Doch auch SFC Energy hat den Ruf des Wasserstoffs gehört und sich mit der adKor GmbH zusammengetan. Die Gesellschaft verfügt über mehrere Jahrzehnte Erfahrung in Sachen Wasserstoff-Brennstoffzellen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen eine neue Brennstoffzellengeneration entwickeln, die mit Wasserstoff arbeitet und langfristig auch in der Elektromobilität eingesetzt werden kann.

Wie oben schon erwähnt, hat SFC Energy in diesem Jahr einen kleinen Gewinn vor Zinsen und Steuern ausgewiesen und plant, diesen im laufenden Jahr deutlich zu steigern. Der Umsatz soll 2019 um bis zu 20 % auf 74 Mio. Euro klettern. Die Bilanz sieht gesund aus, und da das Unternehmen gerade dabei ist, die Gewinnschwelle zu überschreiten, sind finanzielle Sorgen hier erst einmal abgehakt.

Wie sind die Aktien bewertet?

Wie du siehst, haben alle drei Unternehmen verschiedene Stärken und Potenziale. Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Bewertung der Aktien. Dazu habe ich mir angesehen, wie hoch die Marktkapitalisierung der Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Jahresumsatz ist:

Ballard Power Systems Hydrogenics SFC Energy
Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) 7,2 3,6 1,7

Quellen: Schlusskurse vom 25.03..2019, Jahresberichte 2018 der Unternehmen

Die Unterschiede in der Aktienbewertung haben mich doch sehr überrascht, aber spiegeln meiner Meinung nach gut die Chance-Risiko-Profile der drei Unternehmen wider: Ballard verdient als Marktführer mit guten Aussichten die höchste Bewertung, Hydrogenics als kleinerer Allrounder landet im Mittelfeld. SFC Energy arbeitet zwar solide und profitabel in seiner kleinen Nische, aber die Zukunft in Sachen Wasserstoff ist völlig ungewiss.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Ballard Power Systems und Nel ASA. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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