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Aktien von Cronos Group kaufen? Dazu muss man 5 Dinge wissen

Foto: Getty Images

In den vergangenen Jahren konnten viele Cannabisaktien steigen, aber keine ist so gestiegen wie die von Cronos Group (WKN:A2DMQY). Cronos rangierte nicht nur als die Nummer 2 der am besten performenden kanadischen Cannabisaktien des Jahres 2018, sondern gleich auch als eine der besten Cannabisaktien aller Zeiten. Cronos Group konnte den Aktienwert 2019 bisher fast verdoppeln – und es sind seit Jahresbeginn gerade einmal drei Monate vergangen.

Angesichts dieser beeindruckenden Erfolgsgeschichte ist es nicht verwunderlich, dass viele Investoren Cronos Group ganz oben auf dem Zettel haben. Allerdings sollte man vor dem Kauf fünf Dinge über Cronos wissen.

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1. Produktionskapazität hinkt hinterher

Ein Cannabisproduzent kann nur verkaufen, was er auch anbauen kann (bzw. von einem anderen Cannabisproduzenten bezieht). Kapazität ist in einem Markt, in dem wie jetzt gerade die Nachfrage das Angebot übersteigt, extrem wichtig. Cronos Group hinkt jedoch bei der Produktionskapazität gleich mehreren Wettbewerbern hinterher.

Auch wenn Cronos Group bei der Marktkapitalisierung bei kanadischen Lizenzproduzenten an vierter Stelle steht, steht man bei der erwarteten Produktionskapazität auf dem letzten Rang. Cronos kann derzeit auf jährlicher Basis etwas mehr als 40.000 Kilogramm Cannabis anbauen. Das Unternehmen ist auf Kurs, eine jährliche Produktionskapazität von rund 117.000 Kilogramm zu erreichen. Dabei ist die noch ungewisse Kapazität aus der 50 %-igen Beteiligung am kolumbianischen Unternehmen NatuEra nicht eingerechnet.

2. In Kanada gute und schlechte News

Cronos ist derzeit stark vom legalen Markt für Cannabis in Kanada abhängig. Die schlechte Nachricht ist, dass Cronos aufgrund der begrenzten Produktionskapazität in Sachen Marktanteilen wahrscheinlich weit hinter den Rivalen, insbesondere Canopy Growth und Aurora Cannabis, zurückbleiben wird,. Darüber hinaus hat Cronos nicht mit so vielen kanadischen Provinzen Lieferverträge abgeschlossen wie diese beiden Wettbewerber.

Die gute Nachricht hingegen ist, dass der Umsatz von Cronos Group so oder so steigen dürfte. Während das Unternehmen vielleicht nicht so viele Lieferverträge hat wie die größeren Konkurrenten, hat man einen Deal mit Cura Cannabis Solutions, um in den kommenden fünf Jahren mindestens 20.000 Kilogramm pro Jahr zu liefern. Cronos sollte darüber hinaus dank seiner Partnerschaft mit dem führenden US-Hanfhändler MedMen die Endkunden erreichen können.

3. Internationale Ausrichtung noch in der Frühphase

Die derzeitige Marktkapitalisierung von Cronos von rund 3,7 Milliarden USD lässt sich wahrscheinlich nicht allein durch die Chance in Kanada rechtfertigen. Das Unternehmen braucht einen starken internationalen Vertrieb. Investoren sollten jedoch wissen, dass sich die internationalen Aktivitäten von Cronos noch in einem sehr frühen Stadium befinden.

Im dritten Quartal machten bei Cronos die internationalen Umsätze weniger als 12 % des Gesamtumsatzes aus. Dieser Prozentsatz wird bei den Zahlen für das Q4 wahrscheinlich noch niedriger ausfallen, da die Umsätze in Kanada weiter zunehmen.

Cronos hat jedoch einen guten Start in die internationale Expansion. Es bestehen Vertriebspartnerschaften in Deutschland und Polen. Das Unternehmen hat auch Joint Ventures in Australien, Israel und Kolumbien. Wichtig allerdings ist die Frage, was Cronos vorhat, um auf dem US-Markt für Hanf Fuß zu fassen.

4. Cronos könnte über transformative Technologie verfügen

Eine oft übersehene Komponente bei Cronos ist, dass das Unternehmen eine potenziell tansformative Technologie verfügt. Im September 2018 gab Cronos eine Partnerschaft mit Ginkgo Bioworks bekannt, um kultivierte hochreine Cannabinoide aus gentechnisch veränderten Hefestämmen herzustellen. Cronos Group erhielt im Rahmen des Deals die exklusiven Rechte an der Technologie.

Warum aber ist das so wichtig? Nun, die Verwendung des gentechnischen Ansatzes könnte die Kosten für die Herstellung von Cannabinoiden wie Cannabidiol (CBD) drastisch senken. Wenn Ginkgo Bioworks erfolgreich ist, könnte Cronos Group bei der Bereitstellung von Cannabinoiden für den Einsatz in Produkten wie Getränken, Lebensmitteln und Kosmetika die Nase vorn haben.

Vielleicht läuft die Skalierung hier nicht so ideal. Es ist auch denkbar, dass es anderen Unternehmen gelingt, Cannabinoide aus Hefe herzustellen. Dennoch bietet die Partnerschaft mit GinkGo den Investoren eine Chance, die sich in Zukunft auszahlen könnte.

5. Großer Partner für die nächsten Schritte

Das Wichtigste, was man über Cronos wissen sollte, ist dass Altria (WKN:200417) 1,8 Milliarden USD in Cronos investiert hat und damit 45 % am Unternehmen hält. Der Tabakriese wird auch über Optionsscheine verfügen, die es ihm ermöglichen, weitere 10 % der Anteile an Cronos zu erwerben, wodurch man dann eine Mehrheitsbeteiligung erhält.

Durch diese Transaktion verfügt Cronos über einen erheblichen Betrag an liquiden Mitteln zur Finanzierung weiterer Expansionen. Cronos erhält damit auch einen Partner mit einer langen und erfolgreichen Vergangenheit beim weltweiten Aufbau von Verbrauchermarken in stark regulierten Märkten.

Die meisten Wettbewerber von Cronos kamen bislang nicht in den Genuss einer solchen Zusammenarbeit. Keiner von Cronos‘ Konkurrenten hat eine so enge Beziehung zu einem derart großen Unternehmen wie Altria.

Das Fazit ist, dass die Partnerschaft mit Altria den wichtigsten Schritt für Cannabisaktien bedeutet. Die finanziellen Ressourcen und die Marketingexpertise, die Altria mitbringt, sollten es Cronos Group ermöglichen, auf dem Cannabisweltmarkt enorm zu wachsen und mitzureden.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 5.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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