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2 Marken-Potaktien, die 2020 Geld verlieren werden

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Aktuell ist es schwer, eine Branche zu finden, die schneller und konstanter wächst als die legale Marihuana-Industrie. Laut einem Jahresbericht von Arcview Market Research und BDS Analytics wird der weltweite Cannabisumsatz von weniger als 10 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017 auf geschätzte 31,3 Mrd. US-Dollar bis 2022 steigen. Diese Schätzung beinhaltet einen zu erwarteten Umsatzanstieg von 38 % im Jahr 2019.

Da Kanada Freizeit-Marihuana legalisiert hat, 33 US-Bundesstaaten auf die eine oder andere Weise Cannabis für Erwachsene legalisiert haben und mehr als 40 Länder weltweit auf den Zug aufgesprungen sind, sehen die Wall Street und die Investoren einen klaren Weg zu bedeutenden Gewinnen für die meisten Pot-Aktien. Aber die Wahrheit ist, dass nicht alle Marihuana-Aktien im grünen Bereich sein werden.

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Nach den Konsensschätzungen der Wall Street für das Geschäftsjahr 2020 (nicht alle Pot-Aktien arbeiten mit einem normalen Kalenderjahr von Januar bis Dezember) werden einige wenige Marihuana-Aktien, wie Med Men Enterprises, Cronos Group und Emerald Health Therapeutics, erst 2020 mit extrem geringen Margen profitabel sein. Aber zwei noch prominentere Marihuana-Aktien werden voraussichtlich wieder einmal große Verluste einfahren.

Canopy Growth

Die größte Marihuana-Aktie der Welt nach Marktkapitalisierung, Canopy Growth (WKN: A140QA), hat viel zu tun. Die 5,6 Mio. Quadratfuß, die das Unternehmen für den Anbau zur Verfügung stellt (mehr als 4,3 Mio. Quadratfuß, von denen Health Canada bereits eine Lizenz erteilt hat), sollen eine jährliche Spitzenproduktion von mehr als 500.000 Kilogramm pro Jahr gewährleisten und das Unternehmen zu einem der führenden Produzenten machen. Dies war besonders wichtig, um Canopy Growth dabei zu unterstützen, 70.000 Kilo an jährlichen Lieferverträgen mit kanadischen Provinzen zu sichern.

Canopy Growth sicherte sich im November auch eine große Investition von Constellation Brands (WKN:871918). Constellation, das Unternehmen, das hinter den Biermarken Corona und Modelo steht, investierte 190 Mio. US-Dollar in Canopy im Oktober 2017, kaufte im Juni 2018 fast 150 Mio. US-Dollar Wandelschuldverschreibung und erwarb dann im November eine 4 Mrd. US-Dollar-Beteiligung. Constellation Brands hält nun 37 % der Anteile an Canopy Growth, wobei Canopy einen bewährten Partner und dringend benötigte Liquidität zur Umsetzung seiner langfristigen Unternehmensstrategie erhält. Verwunderlich wäre es nicht, wenn die beiden an cannabisinfundierten Getränken arbeiten würden.

Aber trotz all dem und der Tatsache, dass die Wall Street für das Geschäftsjahr 2020 einen kanadischen Umsatz von 832 Mio. Dollar fordert, prognostiziert die Street einen Verlust von 0,24 CAD pro Aktie im nächsten Jahr.

Wie kann es sein das ein Unternehmen bei einem Umsatzwachstum von 216 % bzw. 238 % in aufeinander folgenden Jahren Geld verliert? Die einfache Antwort ist, dass Canopy Growth immer noch damit beschäftigt ist, den Grundstein für seinen internationalen Expansionskurs zu legen, Übernahmen zu tätigen und offensiv in Marketing und Markenbildung seiner Produkte zu investieren, um sich in einem sehr überfüllten Bereich hervorzuheben.

Obwohl es möglich ist, dass die Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards die Gewinn- und Verlustrechnung von Canopy etwas weniger beängstigend aussehen lässt, handelt es sich hierbei um ein Unternehmen, das bis 2021 noch viel Geld auf operativer Basis verlieren wird.

Es besteht auch das Potenzial für zukünftige Abschreibungen, wenn man bedenkt, wie viel Goodwill Canopy Growth nach den Käufen von Mettrum Health, ebbu und Hiku Brands, um nur einige zu nennen, nun in seiner Bilanz herumschleppt. In den letzten neun Monaten (d.h. seit dem Ende des letzten Geschäftsjahres von Canopy) bis zum 31. Dezember 2018 ist der Unternehmenswert von 314,9 Mio. CAD auf 1,82 Mrd. CAD gestiegen. Da die Pot-Aktien auf Wachstum durch Übernahmen ausgerichtet sind, sind zukünftige Abschreibungen bei Goodwill eine sehr reale Möglichkeit.

GW Pharma

Der Cannabinoid-basierte Pharmahersteller GW Pharmaceuticals (WKN:693692) wird voraussichtlich auch im Jahr 2020 einige sehr große Verluste pro Aktie generieren. Laut Wall Street wird prognostiziert, dass das Unternehmen im nächsten Jahr über 3 US-Dollar pro Aktie verlieren wird, trotz eines Umsatzwachstums von 15,9 Mio. US-Dollar im Jahr 2018 auf mehr als 415 Mio. US-Dollar im Jahr 2020.

Andererseits hat GW Pharmaceuticals Außergewöhnliches geschaffen, als die U.S. Food and Drug Administration (FDA) am 25. Juni das allererste Cannabis-Medikament genehmigte. Epidiolex, das auf zwei seltene Formen der Epilepsie im Kindesalter ausgerichtet ist, erreichte in mehreren Studien im Spätstadium leicht seine Ziel und reduzierte die Anfallshäufigkeit im Vergleich zu einem Placebo. Nach einer einstimmigen Abstimmung des FDA-Panels zur Zulassung des Medikaments hat die FDA im Juni genau das formell getan. Mit der Einführung von Epidiolex Anfang November kann GW Pharmaceuticals davon profitieren, dass sein erstes Medikament es in die US-Apothekenregale geschafft hat.

Natürlich gibt es mehrere Bedenken bezüglich des führenden Medikaments von GW, seiner Markteinführung und seines verbleibenden Produktportfolios. Die Konkurrenz schläft auch nicht. Zogenix (WKN:A14V7E) hat ein Medikament namens Fintepla, auf den Markt gebracht, das in Studien im Spätstadium großartige Ergebnisse erzielt hat und sich mit Epidiolex anlegt.

Obwohl Zogenix und GW Pharmaceuticals mit ihren Hauptmedikamenten noch nie direkt beim Dravet-Syndrom konkurriert haben, könnte es auf der Grundlage der klinischen Daten sicherlich einen Arzt, einen Patienten oder einen Versicherer geben, der Fintepla vorzieht. Das Unternehmen erreicht nämlich eine Verringerung der Anfallshäufigkeit um mehr als 50 % und Epidiolex  30% bis 40%. Kurz gesagt, Zogenix Hauptmedikament könnte bis Ende des Jahres auf den Markt kommen (vorausgesetzt, FDA-Zulassung), was sich auf die Verkäufe auswirken könnte.

Epidiolex bietet für ein Jahr Behandlung, einen monströsen Preis von 32.500 Dollar. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass diese Kosten auf dem Niveau der bestehenden Behandlungen liegen, aber es könnte dennoch ein schwieriger Verkauf zu diesem Preis sein.

GW Pharmaceuticals führt auch zusätzliche Studien durch, um Epidiolex auf den Tuberkulosekomplex und das Rett-Syndrom zu erweitern, sowie um neue Cannabinoidverbindungen bei Autismus-Spektrumstörungen, Glioblastom und Schizophrenie zu untersuchen, um das Label von Epidiolex zu erweitern. Die Durchführung klinischer Studien kostet viel Geld; und da GW Pharmaceuticals immer noch viel Geld verbrennt, wird es sich möglicherweise an den Sekundärmarkt wenden, um Kapital zu beschaffen. Alles in allem scheint das eine Aktie zu sein, die es zu meiden gilt.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 18.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands.

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