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2 neue Dow-Aktien noch dieses Jahr

Foto: Getty Images

Seit mehr als einem Jahrhundert verfolgen die Investoren den Dow Jones Industrial (WKN:969420). Der ehrwürdige Aktienindex hat sich seit Langem bewährt und seine 30 Aktien genießen aufgrund ihres Status als Dow-Komponenten nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf.

Einer der Gründe, warum die Investoren den Dow so schätzen, ist, dass die Fluktuation innerhalb des Indexes gering ist. Während andere Indizes wie der S&P 500 häufig Änderungen vornehmen, ist es selten, dass Aktien häufiger als alle paar Jahre den Dow verlassen oder in ihn aufgenommen werden. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass wir erleben werden, dass innerhalb der nächsten neun Monate zwei Aktien aus dem Dow verschwinden werden – DowDuPont (WKN:A2DN8H) und United Technologies (WKN:852759).

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Zwei Aktien mit starkem Stammbaum

Es gibt nichts an DowDuPont und United Technologies, was auf den ersten Blick darauf hindeutet, dass sie ihren Platz innerhalb der Dow Jones Industrials nicht verdienen würden. Beide Unternehmen haben echte industrielle Wurzeln, wobei DowDuPont eine starke Konzentration auf Chemikalien hat, während United Technologies einen Schwerpunkt auf Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung legt.

Darüber hinaus sind DowDuPont und United Technologies groß genug, um die Aufnahme in den Dow zu rechtfertigen. Beide verfügen über eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Mrd. US-Dollar und liegen damit an der Spitze der jeweiligen Branchen. Beide haben eine lange Geschichte als Teil des Dow, da die DuPont-Sparte von DowDuPont 1935 dem Index beitrat und United Technologies – früher bekannt als United Aircraft – nur vier Jahre später folgte.

Was passiert mit DowDuPont?

Der Grund, warum sich diese Aktien wahrscheinlich bald aus dem Dow verabschieden werden, hat mit dem zu tun, was intern in den jeweiligen Unternehmen passiert. Sowohl DowDuPont als auch United Technologies planen, ihre Geschäfte in mehrere kleinere Teile aufzuteilen, und es ist wahrscheinlich, dass die daraus resultierenden separaten Unternehmen zu klein sein werden, um im Dow zu bleiben.

Bei DowDuPont wird erwartet, dass mindestens drei Unternehmen aus der angestrebten Auflösung hervorgehen werden. Der umsatzstärkste Bereich wird der Bereich Dow Materials Sciences sein, der sich auf verschiedene margenschwächere Aspekte des Chemiegeschäfts konzentrieren wird. Der nächstgrößere Teil ist das Spezialproduktunternehmen DuPont, das den Teil des Konzerns übernehmen soll, der sich mit der Herstellung von Elektronik, Transport, Biowissenschaften und anderen Bereichen mit höherer Wertschöpfung befasst. Schließlich wird das Agrarproduktportfolio, das vorläufig unter dem Namen Corteva Agriscience firmiert, die kleinste der Sparten sein.

Es wird erwartet, dass die Auflösung von DowDuPont Anfang dieses Jahres beginnt, wobei der Abschluss im Juni erfolgen wird. Eine endgültige Genehmigung des Vorstands steht noch aus, aber nur wenige erwarten Probleme auf dem Weg dorthin. Mit potenziellen Synergieeffekten hofft der Chemiekonzern, dass der Schritt den Shareholder Value stärkt und gleichzeitig das Gesamtgeschäft verbessert.

Der nächste Schritt für United Tech

Unterdessen plant auch United Technologies, sich in drei Teile aufzugliedern. Der Mischkonzern wird sein Otis-Aufzugsgeschäft in einem eigenen Unternehmen ausgliedern und das Tochterunternehmen Carrier herauslösen. Carrier ist vor allem für seine Heizungs- und Klimaanlagen bekannt, verfügt aber auch über eine Menge an Fachkenntnissen in den Bereichen Feuerwehr, Sicherheit und Gebäudetechnik, die es ihm ermöglichen, seinen Kunden ein abgerundetes Leistungsportfolio anzubieten.

Was bei United Technologies verbleiben wird, ist der größte Teil des Luft- und Raumfahrtgeschäfts. Zu dieser Sparte gehören die Tochter Pratt & Whitney, die sich auf Flugzeugtriebwerke sowie zugehörige Teile und Dienstleistungen konzentriert, das Geschäft von UTC Aerospace Systems für Ausrüstungssysteme und die Anlagen, die UTC kürzlich bei der Fusion mit Rockwell Collins erworben hat. Dieses Unternehmen wird den größten Umsatz von allen dreien haben, aber es wird nicht so groß sein, dass es die beiden anderen Teile der alten United Technologies vollständig dominiert.

Achte auf Dow-Ankündigungen

Es ist theoretisch möglich, dass die Manager, die den Dow beaufsichtigen, entscheiden, dass der größte verbleibende Teil dieser beiden Dow-Aktien groß genug ist, um eine Mitgliedschaft im Dow Jones zu rechtfertigen. Besonders bei DowDuPont könnte eine Rolle spielen, dass es bei anderen Unternehmen im Dow wenig Anteile der  chemischen Industrie gibt, was die Rolle des Branchenriesen stärkt. Im Gegensatz dazu ist der Dow in der Luft- und Raumfahrt bereits mit Boeing gut besetzt, sodass es weniger wichtig ist, einen Teil von United Technologies im Mix zu halten.

Auf jeden Fall wird es interessant sein zu sehen, wie die Aufseher des Dow beschließen, mit der bevorstehenden Situation umzugehen. Die Investoren könnten umfassende Veränderungen erleben, die den Index erheblich verändern könnten – und ihn noch weiter von seinen industriellen Wurzeln weg in Richtung einer anderen Konzentration von Unternehmen bringen.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 16.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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