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Wirecard-Aktie: Untersuchungsbericht fordert personelle Konsequenzen

Foto: Getty Images

Es sind weiterhin spannende Handelstage, die die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie derzeit durchlebt. Nachdem zu Beginn der vergangenen Woche endlich die Ergebnisse des lang ersehnten Abschlussberichts der renommierten Compliance-Kanzlei Rajah & Tann veröffentlicht worden sind, gab es zum Ende der letzten Woche wieder neues Ungemach.

Ein weiterer kritischer Bericht der „Financial Times“ schickte die Aktie des innovativen Zahlungsdienstleisters mit neuen Vorwürfen auf eine weitere Talfahrt. Obwohl es nach besagtem Bericht eigentlich so schien, als hätte die Zeitung und der Financial-Times-Autor Dan McCrum verloren.

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Ganz nebenbei ist inzwischen zudem publik geworden, dass der Untersuchungsbericht von Rajah & Tann nun auch personelle Konsequenzen fordern wird. Lass uns auch diese neue Entwicklung daher im Folgenden einmal näher beleuchten und überlegen, was das für die Aktie von Wirecard bedeuten könnte.

So sehen die personellen Konsequenzen aus

Doch zunächst erfolgt der Blick darauf, wie das Wirecard-Management denn nun schlussendlich personell auf die Ergebnisse reagiert hat. Wie Bloomberg unter Bezugnahme interner Quellen berichtete, habe sich Wirecard im zuletzt häufig kritisierten Singapur-Geschäft von Mitarbeitern getrennt.

So habe mit Royston Ng ein ehemals leitender Manager den innovativen Zahlungsdienstleister verlassen, der zuvor unter anderem für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften im Asiengeschäft zuständig gewesen ist. Definitiv ein neuer, spannender Schritt in der nach wie vor verworrenen Situation rund um den innovativen Zahlungsdienstleister.

Vonseiten Wirecards gibt es zwar noch keine offizielle Bestätigung eines konkreten Zusammenhangs. Und auch eine Unternehmenssprecherin hat lediglich gesagt, dass sich der Zahlungsdienstleister zu personellen Vorgängen prinzipiell nicht äußere.

Dennoch scheint es an dieser Stelle sehr naheliegend, dass dieser personelle Abgang in Anbetracht der vorherigen Funktion sowie der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse der Compliance-Kanzlei Rajah & Tann vermutlich in einen Zusammenhang zu bringen sind. Fragt sich nun natürlich noch, was das für alle Investoren und die Aktie selbst bedeutet.

Aufräumen vs. gefundenes Fressen

Einerseits könnte diese neuerliche personelle Wendung bedeuten, dass es tendenziell ein fragwürdiges Verhalten einzelner Mitarbeiter gegeben haben dürfte. Das ist allerdings nicht sonderlich neu, denn bereits bei der Verkündung der Ergebnisse der externen Ermittlungen hat Wirecard darauf hingewiesen, dass sich einzelne Mitarbeiter, nicht jedoch das Unternehmen selbst nach lokalem Recht strafbar gemacht haben könnten. So weit, so brisant, so weit aber auch eigentlich nichts Neues beziehungsweise Unangekündigtes.

Nichtsdestoweniger könnte diese Personalie dennoch ein gefundenes Fressen für die bisherigen Kritiker werden. Wie wir zum Ende der vergangenen Woche beispielsweise gesehen haben, scheint die „Financial Times“ rund um Autor Dan McCrum den innovativen Zahlungsdienstleister noch immer im Visier zu haben. Da könnte ein personeller Abgang natürlich eine weitere Meldung wert sein, die in den kommenden Tagen oder Wochen erneut medial aufgebauscht wird. Auch das wäre grundsätzlich nicht neu.

Andererseits sollten alle Investoren jedoch auch bedenken (und sogar begrüßen!), dass Wirecard nun ernsthafte Konsequenzen zieht und im strittigen Singarpur-Geschäft aufräumt. Das Wirecard-Management sieht sich und Wirecard selbst zwar inzwischen als entlastet an, nichtsdestoweniger sollten natürlich auch alle vereinzelten, möglicherweise kriminellen Fälle aufgearbeitet werden. Wozu in erster Linie gehören dürfte, dass kritische Mitarbeiter vom Dienst suspendiert werden.

Prinzipiell könnten die personellen Veränderungen daher durchaus auch gute Neuigkeiten sein, die unterstreichen, dass Wirecard sehr bemüht und bestrebt ist, die Wurzeln vermeintlich fragwürdiger Geschäftspraktiken nachhaltig zu elimieren.

Mal sehen, was hier noch kommt

Auch wenn man diese Meldung als Investor durchaus begrüßen kann, scheint in der Causa Wirecard noch immer vieles ungewiss. Zu unvorhersehbar ist einfach die derzeitige kritische Berichterstattung rund um den innovativen Zahlungsdienstleister. Auch diese neue Wendung könnte daher vielleicht noch einmal Thema sein. Oder, natürlich, auch andere Aspekte. Den weiteren Verfahrensgang wird vermutlich niemand mit Sicherheit vorhersagen können.

Für alle Investoren, die nun jedoch versuchen, sich wieder vermehrt auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren, sollten jedoch die positiven Aspekte dieser Personalangelegenheit überwiegen. Auch wenn es für alle Investoren weiterhin schwierig sein dürfte, sich auf das positive und operative Geschäft zu konzentrieren, wenn die negativen Meldungen scheinbar weiterhin auf Wirecard eintrommeln.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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