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Cara Therapeutics vs. Scotts Miracle-Gro: Welche ist die bessere Aktie?

Foto: Getty Images

Frage: Was haben Cara Therapeutics (WKN:A1XDTK) und Scotts Miracle Gro Company (WKN:883369) gemeinsam? Antwort: sehr wenig.

Beide erscheinen jedoch auf Listen von Cannabisaktien. Das liegt daran, dass Cara ein Cannabinoid-Rezeptor-Medikament in der Entwicklung hat, während Scotts‘ Tochtergesellschaft Hawthorne Gardening der führende Lieferant von Hydrokulturen für die US-Cannabisindustrie ist.

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Sowohl Cara Therapeutics als auch Scotts Miracle-Gro sind gut in das Jahr 2019 gestartet, ihre Aktienkurse stiegen beide im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 30 %. Aber welche Aktie ist für langfristig denkende Investoren die bessere Wahl?

Was für Cara Therapeutics spricht

Das am meisten erwartete Medikament aus der Pipeline von Cara Therapeutics, Korsuva, hat bei den Investoren für viel Begeisterung gesorgt. Derzeit testet man in Studien die Behandlung von mittelschwerem bis schwerem Juckreiz bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) mittels Hämodialyse. Cara will in der zweiten Jahreshälfte 2019 Ergebnisse bekannt geben, die – sollten sie positiv ausfallen – die Grundlage für die Zulassungsanträge des Unternehmens für Korsuva in den USA und anderen Ländern bilden werden.

Das Potenzial für Korsuva ist riesig. Matthew Andrews, Analyst bei Jefferies, glaubt, dass das Medikament allein in den USA einen Jahresumsatz von mehr als 570 Millionen USD erreichen könnte.

Cara sollte keine Probleme haben, das Medikament auf den Markt zu bringen. Im Mai 2018 gab das Biotech eine Vereinbarung mit Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma bekannt, einem Joint Venture zwischen dem Schweizer Arzneimittelhersteller Vifor Pharma Group und Fresenius Medical Care. Dabei wurden die Vermarktungsrechte an Korsuva außerhalb der USA, Japans und Südkoreas verhandelt. Fresenius, der weltweit größte Dialysedienstleister, will das Medikament zudem in allen Dialysekliniken in den USA vermarkten.

Aber Caras Chancen für Korsuva bei der Behandlung von CKD-aP sind nur der Anfang. Das Unternehmen testet auch eine oral einzunehmende Variante des Medikaments zur Behandlung von CKD-Patienten, die sich nicht in der Dialyse befinden. Darüber hinaus hat Cara eine frühe Studie mit oral einzunehmendem Korsuva zur Behandlung von chronischen Lebererkrankungen gestartet.

Zudem konnte Cara im vergangenen Jahr positive Ergebnisse aus einer Studie mit CR-845, der generischen Version von Korsuva, bei der Behandlung postoperativer Schmerzen berichten. Das Medikament zeigte Wirksamkeit bei der Schmerzlinderung sowie bei postoperativer Übelkeit und Erbrechen. Caras Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Pruritis-Indikationen für das Medikament. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass es einen Partner für die Weiterentwicklung von CR-845 sucht.

Was für Scotts Miracle-Gro spricht

Es gibt zwei Hauptgründe, warum man die Aktie von Scotts Miracle-Gro kaufen sollte. Beginnen wir mit dem langjährigen Kerngeschäft des Unternehmens: dem Verkauf von Rasen- und Gartenprodukten.

Scotts erwischte 2018 kein gutes Jahr, zum großen Teil wegen des späten Frühlingsanfangs. Das war allerdings ein Ausreißer. Scotts sollte nämlich alles in allem demnächst von längeren wärmeren Jahreszeiten profitieren.

Auch die Einführung neuer Produkte könnte einen Schub bedeuten. Scotts CEO Jim Hagedorn sagte in der Konferenz des Unternehmens im vergangenen Monat, dass die Produktlinie Performance Organics „das wichtigste Bio-Produkt ist, das unsere Branche je gesehen hat“. Das Unternehmen bringt auch sein erstes Unkrautbekämpfungsprodukt auf den Markt, das für den Einsatz in Bio-Gärten zertifiziert ist.

Dann ist da noch die Cannabissparte des Geschäfts. Scotts hat auf das Wachstum der Cannabisindustrie gewettet. Die Tochtergesellschaft Hawthorne Gardening hat dazu in den vergangenen Jahren mehrere Unternehmen mit Fokus auf Hydro- und Beleuchtungssysteme übernommen.

Hawthornes Absätze sollten gut steigen können, da in Kalifornien der Markt für frei verkäufliches Cannabis immer runder läuft. Dieser Markt startete bereits im vergangenen Jahr, aber umständliche Regularien und hohe Steuern bremsten das Wachstum. Doch sobald diese Probleme gelöst sind, wird das Geschäft von Hawthorne wachsen.

Das Unternehmen sollte zudem von der Expansion der legalen Cannabismärkte in den USA profitieren. Neun weitere US-Bundesstaaten haben neben Kalifornien Cannabis legalisiert, während bereits 33 US-Bundesstaaten medizinisches Marihuana legalisiert haben. Diese Zahl wird wahrscheinlich in naher Zukunft ansteigen, was natürlich größere Marktchance für Scotts Miracle-Gro bedeutet.

Welche Aktie ist der bessere Kauf?

Für risikoscheue Anleger ist Scotts Miracle-Gro die bessere Wahl. Das Unternehmen ist profitabel. Die Wachstumsaussichten sind solide. Und Scotts zahlt sogar eine Dividende von über 2,7 %.

Aber wer ein bisschen Risiko ertragen kann, sollte mal Cara Therapeutics unter die Lupe nehmen. Wenn Korsuva seine Phase-3-Studien erfolgreich absolviert, werden die Aktien des Biotech mit ziemlicher Sicherheit in die Höhe gehen. Das Problem ist natürlich, dass es für den erfolgreichen Abschluss der Studie und die Zulassung keine Garantie gibt. Cara bietet eine größere Chance als Scotts Miracle-Gro – aber eben auch mehr Nachteile.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 3.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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