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Warum die Investoren von General Electric mehr Volatilität erwarten sollten

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Wenn du zwischen einer volatilen Aktie und einer Aktie wählen müsstest, die langsam und stetig abnimmt, würdest du wahrscheinlich die erste wählen. Aber das macht es nicht einfacher, die katastrophalen Kursverluste und Schwankungen zu überstehen.

Willkommen zu den letzten drei Monaten als Aktionär von General Electric (WKN:851144). Im Gegensatz zu der sanften Abwärtsbewegung der Aktie im Jahr 2018 und 2017, war 2019 eine Achterbahnfahrt der Kurssprünge und Kursrückgänge, die sich in der nächsten Zeit verlangsamen werden.

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Aus diesem Grund sollten die Anleger in den kommenden Tagen und Monaten mit einer größeren Schwankungsbreite des Kurse rechnen rechnen.

Wie volatil war die GE-Aktie?

Werfen wir einen Blick auf den Aktienkurs von GE im Vergleich zum bisherigen S&P 500 in diesem Jahr:

GE-DATEN VON YCHARTS

Im Gegensatz zum sanften und stetigen Anstieg des S&P war die GE-Aktie vor allem im Februar unglaublich volatil. Freu dich aber nicht zu früh, dass sich die GE-Aktie in diesem Jahr bisher besser entwickelt hat als der Kurs der S&P. In einem Zeitrahmen von sechs Monaten und ein, drei, fünf und 10 Jahren haben sie sich unterdurchschnittlich entwickelt.

Der Beta-Koeffizient von GE – ein Maß für die Volatilität einer Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt – bestätigt, dass die Aktien 2019 volatiler waren als 2018. GE begann 2018 mit einem Beta-Koeffizienten von negativen 0,9, was bedeutet, dass die Aktie im Verhältnis zum Gesamtmarkt weniger stark schwankt.

Bis April 2018 stieg sie jedoch auf 0,0. Dann, im Januar 2019, gab es einen großen Anstieg des Beta-Faktors auf 1,2, das heißt das die Aktie stärker schwankt als der Gesamtmarkt.

Hier erfährst du, warum das jetzt passiert.

Die steinige Straße, auf der wir uns befinden

Als der kurzlebige CEO John Flannery im August 2017 das Ruder von GE übernahm, hatten die Aktien bereits rund 20% ihres Wertes verloren, nachdem sie nach der Finanzkrise mit rund 32 US-Dollar pro Aktie ihren Höchststand erreicht hatten. Am 1. Oktober 2018, als Flannery abrupt vom GE-Vorstand entlassen wurde, notierte der Aktienkurs knapp über 12 US-Dollar, mehr als 60 % von diesen Höchstständen. Das war dank einiger Hornissennester, die Flannery während seiner Zeit in der C-Suite aufgedeckt hat. Das führte zu Ertragsausfällen und einer notwendigen Dividendenkürzung und Plänen zum Verkauf von einigen Geschäftsteilen wie Transport, Öl und Gas sowie Gesundheit.

Die ersten Monate der Amtszeit des neuen CEO Larry Culp waren relativ ruhig, obwohl die Aktien weiter zurückgingen. Anfang Dezember reduzierte GE dann offiziell seine Quartalsdividende auf 0,01 US-Dollar/Aktie, und die Aktie fiel auf ein neues 20-Jahres-Tief von etwa 7 US-Dollar.

Bei so viel Druck auf das Management von GE, das Unternehmen zu sanieren, wird es von den Analysten und den Aktionären intensiv geprüft, so dass alle Ankündigungen einen großen Einfluss auf den Aktienkurs haben werden. Nach einer langen Periode des Schweigens zu Beginn von Culps Amtszeit – kommen die Ankündigungen jetzt schnell und wirken sich verheerend aus.

Der Verkauf der Biopharma Sparte von GE an Danaher ließ die Aktie im Februar um 15 % steigen. Im März führte die Warnung, dass GE in 2019 voraussichtlich Cashflow-negativ werden würde, dazu, dass die Aktien in den nächsten zwei Tagen um 12 % nachgaben. Die Ankündigung der Fusion der gesamten Transport Sparte von GE mit Wabtec im Mai 2018 ließ die Aktie dagegen nur um 7,2 % sinken. Wenn GE am 14. März seinen offiziellen Ausblick für 2019 bekannt gibt, wird es wahrscheinlich eine weitere zweistellige Kursbewegung geben…. man wird noch sehen in welche Richtung.

Ein harter Weg liegt vor uns

Wenn General Electric sich schnell wieder aufrappeln und den Investoren einen klaren Weg nach vorne zeigen könnte, wäre der Schwankungskurs der Aktie wahrscheinlich gelöst. Leider gibt das Management zu, dass das vermutlich nicht realisierbar ist.

Zum einen hat sich durch die Fusion von GE Transportation mit Wabtec, den Verkauf der Beteiligung an Baker Hughes und die Ausgliederung der Gesundheitssparte der Verkaufsplan weiterentwickelt. Die neuen Bedingungen für den Wabtec-Deal und Culps Eingeständnis, dass eine Ausgliederung der restlichen Gesundheitssparte im Jahr 2019 unwahrscheinlich ist wird sich voraussichtlich auf den Aktienkurs auswirken.

GE Power, befindet sich vielleicht auf dem Tiefpunkt. Culp sagt laut jüngster Telefonkonferenz zum vierten Quartal, dass die Sparte 2018 gestärkt werden muss, obwohl CFO Jamie Miller prognostizierte, dass der Markt für schwere Gasturbinen in den nächsten Jahren „flach“ sein wird. Wenn sich die Probleme mit der Energiesparte wirklich über Jahre hinziehen, gibt es viele Möglichkeiten, wie das den Aktienkurs beeinflussen kann.

Wenn das Management endlich anfängt, mehr mit den Aktionären kommuniziert, hat es mehr Möglichkeiten, den Aktienkurs zu beeinflussen. Culp gab am 5. März auf der J.P. Morgan Aviation, Transportation & Industrials Conference ein sehr offenes Interview, und Miller wird am 19. März auf von Bank of America Merrill Lynch Global Industrials and EU Autos Conference eine Präsentation halten, kurz nachdem das Unternehmen am 14. März den Ausblick für 2019 bekannt gegeben hat. Damit du mich nicht falsch verstehst: Der neue Trend, dass das Management mehr in die Kommunikation geht, ist eine sehr gute Sache, bedeutet aber gleichzeitig mehr Möglichkeiten für die Schwankungsbreite des Aktienkurses.

Die Erwartungen der Investoren

Wenn du keine Volatilität ertragen kannst, wird GE wahrscheinlich nicht kurzfristig die richtige Aktie für dich sein. Der angeschlagene Mischkonzern veröffentlicht immer mehr Nachrichten, während er seine Trendwende-Strategie beendet, da er unter größerer Beobachtung als in den letzten Jahren steht.

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Dieser Artikel wurde von John Bromels auf Englisch verfasst und am 13.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Westinghouse Air Brake Technologies und empfiehlt diese.

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