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3 Gründe, warum Amazon den Lebensmittelmarkt in Angriff nimmt

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Die Gerüchteküche brodelt richtig seit letzter Woche nach den Nachrichten, dass Amazon (WKN:906866) einen großen neuen Schritt in die Lebensmittelbranche plant. Laut The Wall Street Journal wird das Unternehmen später in diesem Jahr eine völlig neue Kette in den USA eröffnen – unabhängig von Whole Foods Market.

Man wundert sich leicht, warum das Unternehmen einen solchen Schritt machen würde. Angesichts der bestehenden Läden von Whole Foods Market und deutlich niedrigerer Gemeinkosten im digitalen Bereich mag es unlogisch erscheinen, dass Amazon konventionelle Geschäfte betreiben wird.

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Lass uns drei Gründe für die Expansionspläne im Lebensmitteleinzelhandel betrachten.

1. Verlangsamung des Wachstums im E-Commerce

Bei massiven Umsätzen von 232 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr zeichnet sich eine Verlangsamung noch nicht ab, aber das ist genau das, was sich abspielt. Der Nettoumsatz stieg im vierten Quartal  – während der Hauptsaison Weihnachtszeit – um 20 % gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit das langsamste Wachstumstempo seit 15 % Nettoumsatz im ersten Quartal 2015.

Es gibt eine Reihe von Gründen für die Verlangsamung des Wachstums. Der erste ist die schiere Größe der bestehenden Vertriebsbasis. Mit mehr als 60 Mrd. US-Dollar Umsatz im letzten Quartal – und Amazon wächst weiter – ist es einfach schwieriger, die höheren Wachstumsraten aufrechtzuerhalten, an die sich die Anleger gewöhnt haben. Darüber hinaus haben Käufer mit Unternehmen wie Wal-Mart und Target, die ihre Online- und Omni-Channel-Optionen ausbauen, jetzt mehr Möglichkeiten als damals, als Amazon die beste (oder einzige) E-Commerce-Option war.

Amazon hofft, dass die Expansion im Lebensmitteleinzelhandel das langsamere Wachtsum, das das Unternehmen im E-Commerce erlebt, kompensieren wird.

2. Massive Möglichkeiten

Bei all der Werbung über die Auswirkungen  auf den Lebensmittelmarkt vergisst man leicht, dass das Unternehmen derzeit noch ein kleiner Spieler in einer riesigen Branche ist.

Insgesamt stellt der US-Lebensmitteleinzelhandel eine Marktchance von 830 Mrd. US-Dollar dar. Amazon erzielte 2018 nur geschätzte 10 Mrd. US-Dollar an Online-Konsumgüterverkäufen, laut einem Bericht von Edge by Ascential.

Obwohl diese Zahlen keine Umsätze vom Whole Foods Market beinhalten, macht die Biosupermarktkette die meisten Lädenverkäufe aus, die sich letztes Jahr auf 17 Mrd. US-Dollar beliefen. Mit einem geschätzten Gesamtumsatz von 27 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr eroberte Amazon nur 3 % des gesamten US-Lebensmittelmarktes und verpasste eine große, ungenutzte Chance.

3. Erweiterung der physischen Präsenz

Amazon ist der weltweit größte E-Commerce-Händler. Es gibt jedoch eine Reihe von Gründen, warum das Unternehmen ein großes Interesse daran hat, seine physischen Geschäfte auszubauen. Die Möglichkeit, die Entfernung von Lager, Fulfillment-Center oder einem konventionellen Geschäft zum Kunden zu verkürzen, war ein wichtiger Teil der Gesamtstrategie – bekannt als „die letzte Meile“ –, insbesondere was den Einkauf von Lebensmitteln betrifft. Durch die Erweiterung des Angebots an physischen Standorten gewinnt Amazon die Fähigkeit, in einer größeren Anzahl von Märkten Lieferungen am selben Tag und Abholungen am selben Tag anzubieten. Das kann der Schlüssel zur Steigerung der Akzeptanz des Online-Shopping von Lebensmitteln sein.

Dann gibt es natürlich noch den viel offensichtlicheren Grund für die Erhöhung der Anzahl der physischen Läden: Ein großer Teil der Bevölkerung wird wahrscheinlich die wöchentliche Pilgerfahrt zum Lebensmittelgeschäft nicht aufgeben. Die Bereitstellung einer Option für Kunden, Lebensmittel in einem Amazon-Geschäft einzukaufen, kann der letzte und beste Weg sein, um sie an sich zu binden.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 12.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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