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Wie Albemarle sich auf die nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien vorbereitet

Foto: Matt Koppenheffer

Vor einigen Jahren erstellte Albemarle (WKN:890167) eine Prognose für das globale Wachstum der Nachfrage nach Lithium von 2015 bis 2025. Die interne Analyse des weltweit führenden Lithiumproduzenten enthielt eine Schätzung, dass die Welt bis 2025 400.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) benötigen würde, was eine gesunde Wachstumsrate von 175.000 Tonnen LCE seit dem Jahr der Prognose bedeutet. Einige Analysten waren skeptisch. Andere nannten das Unternehmen sogar verrückt.

Heute, nur vier kurze Jahre später, erscheint das immer noch verrückt. Jetzt erwartet Albemarle, dass der weltweite Lithiumbedarf bis 2025 auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen LCE ansteigen wird – das Dreifache der ursprünglichen Schätzung.

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Die jüngste Schätzung wird von den Erwartungen einer schnellen Einführung von Elektrofahrzeugen (EVs) durch große Automobilhersteller und einer sich entwickelnden Energiespeichertechnologie getragen. Die Investoren werden sich freuen zu erfahren, dass der Lithiumproduzent bereits auf dem besten Weg ist, die zukünftigen Marktanforderungen zu erfüllen.

Sollten die Investoren diesen Wachstumsschätzungen vertrauen?

Für Albemarles unglaubliche Prognose spricht, dass das Unternehmen tieferen Einblick in die Marktdaten hat – in mehrfacher Hinsicht.

Die Frage, mit der die globalen Märkte konfrontiert sind, ist nicht, ob der Planet genügend Lithium enthält, um die Nachfrage zu decken, sondern ob neue Bezugsquellen rechtzeitig erschlossen werden können. Der Mensch hat bisher einfach nicht viel Lithium benötigt, wobei das Aufkommen von EVs das praktisch über Nacht verändern wird. Albemarle schätzt, dass der jährliche Lithiumbedarf des Verkehrswesens bis 2025 von nur 95.000 Tonnen LCE im Jahr 2018 auf über 710.000 Tonnen steigen wird.

Das Unternehmen kann aufgrund der sich ändernden Marktdynamik zuversichtlich diese Zahl nennen. Automobilhersteller müssen dringend die Lithiumversorgung sichern, bevor sie Investitionsentscheidungen für massive Batteriewerke treffen, aber diese Versorgung existiert heute noch nicht. Das Ergebnis: Immer häufiger werden längerfristige Lieferverträge mit höheren Volumina geschlossen, um die Produzenten zur Expansion anzuregen.

Albemarle hat sich daher Abnahmeverträge für über 140.000 Tonnen seiner LCE-Produktion im Jahr 2025 gesichert – mehr als die Hälfte davon ist noch nicht einmal online. Ebenso wichtig sind die Beziehungen zu den Kunden, die dem weltweit führenden Lithiumhersteller einen tieferen Einblick in die sich entwickelnde Marktlandschaft der Lithium-Ionen-Batterien geben.

Eine Roadmap für die Lithium-Ionen-Batterietechnologie

Die aktuelle Energiespeichertechnologie ist gut genug, damit die Automobilhersteller konkurrieren können. Technologien der nächsten Generation, deren Einführung bald bevorsteht, könnten den Elektroantrieb bis 2030 (oder früher) zur Standardoption für alle neuen Personenkraftwagen machen. Um dorthin zu gelangen, sind zwei Dinge erforderlich: Fortschritte in der Materialwissenschaft, die kommerziell einsatzbereite Geräte ermöglichen, und ein Mehrfaches an Lithium. Albemarle nutzt seine Erkenntnisse von Kunden und aus der Forschung und Entwicklung, um beides zu liefern.

Während sich das Unternehmen wahrscheinlich nicht in alle exotischen und komplexen Materialien einbringen wird, die in eine Lithium-Ionen-Batterie einfließen (z. B. Kobalt- oder Silizium-Nanodrähte), ist es bereits gut für Technologien der nächsten Generation positioniert. Bedenke dies:

  • Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation benötigen ein Mehrfaches an Lithium als heutige Produkte, die nur wenig Lithium brauchen.
  • Batteriehersteller setzen zunehmend auf Lithiumhydroxid und nicht auf Lithiumcarbonat als bevorzugten Rohstoff. Albemarle erwartet, bis 2025 bis zu 265.000 Tonnen LCE in Form von Lithiumhydroxid zu produzieren und zu vermarkten. Das würde schätzungsweise 80 % des Weltmarktes ausmachen.

Albemarle besitzt Patente auf technische Materialien, die in zukünftigen Geräten verwendet werden könnten. Daraus könnte eine erhebliche zusätzliche Einnahmequelle werden.
Kürzlich legte das Unternehmen einen Fahrplan für die Lithium-Ionen-Batterietechnologie vor, der diese in den nächsten zehn Jahren zwei große Dinge erreichen soll. Jeder neue Schritt werde durch Verbesserungen an verschiedenen Komponenten eines Energiespeichers eingeleitet – und die Änderungen kämen voraussichtlich viel früher auf den Markt, als die Investoren erwarten würden:

Kennzahl oder Komponente Aktuelle Akku-Technologie Fortschrittliche High-Density-Batterie Batterie der nächsten Generation
Markteinführung Bestehende, globale Kapazität soll bis 2023 ihren Höhepunkt erreichen. Bestehender, dominanter Marktanteil bis 2022 Debüt 2023, Überholen des aktuellen hochdichten Marktanteils bis 2027
Kathode (positive Seite der Batterie) Hohe Kobaltkonzentration Stark reduzierte Kobaltkonzentration, höherer Nickelgehalt Schwefel und Luft
Anode (negative Seite der Batterie) Kohlenstoff (Graphit) Kohlenstoff (Graphit) und Silikate Lithium-Metall
Separator (trennt Kathode und Anode) Polymer (Nafion) Dünneres Polymer (Nafion) und keramische Beschichtung Festkörper mit optimierten Maßen
Elektrolyt (umgibt den Separator) Entzündbare flüssige organische Elektrolyte Sichere flüssige Elektrolyte Festelektrolyt
Energiedichte Basis 20% bis 40% größer 100% größer
Kosten Basis 20% bis 35% niedriger 50% niedriger

QUELLE: ALBEMARLE-PRÄSENTATION.

Albemarle baut nicht nur den voraussichtlich größten Teil der weltweiten Lithiumhydroxidversorgung auf, sondern entwickelt auch technische Materialien, die in Batterien der nächsten Generation verwendet oder sogar benötigt werden können. Das Unternehmen besitzt Patente auf Lithium-Schwefel-Separatoren und Lithium-Metallfolien, die beide eine Rolle bei der Konstruktion von Festkörperbatterien spielen dürften.

Batterien der nächsten Generation sind eine große Chance für Albemarle

Die Investoren können nicht blind jeder Pressemitteilung und Präsentation eines Unternehmens glauben. Stattdessen musst du die Denkweise eines Analysten entwickeln, um die Informationen mit hochwertigen externen Quellen zu verifizieren, auch wenn das in technischen Bereichen wie Energiespeicherung und Materialwissenschaft schwierig werden kann.

Allerdings denke ich, dass ein tieferer Einblick in Albemarles Technologie-Roadmap einer weiteren Prüfung standhält. Das Unternehmen ist gut positioniert, um seinen Kunden eine konstante Versorgung mit hochwertigen Lithium-Materialien zu gewährleisten. Darüber hinaus vielleicht sogar mit den technischen Materialien, die für die Herstellung des heiligen Grals der Lithium-Ionen-Technologie benötigt werden: Festkörperbatterien. Alles deutet auf eine großartige Zukunft für das Unternehmen und seine langfristigen Aktionäre hin.

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Dieser Artikel wurde von Maxx Chatsko auf Englisch verfasst und am 11.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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