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Apple, Spotify und der ewige Kampf des Guten gegen das Böse

Foto: Apple

Beinahe alle guten Geschichten drehen sich um den heroischen Kampf des Guten gegen das Böse: Frodo Beutlin und seine acht Gefährten gegen Ringgeister, Orks, Trolle und Sauron in Herr der Ringe, der junge Seefahrer Edmond Dantès gegen den neidischen Zahlmeister Danglars in Der Graf von Monte Christo oder Agent 007 gegen den fiesen Börsenspekulanten Le Chiffre, den erbarmungslosen Beißer und unzählige andere Bösewichte in der James-Bond-Reihe.

Das Börsenparkett hat nun ebenfalls eine neue Geschichte des vermeintlich Guten gegen das vermeintlich Böse: Spotify(WKN:A2JEGN) gegen Apple(WKN:865985). Zumindest inszeniert Spotify diese Auseinandersetzung zum Kampf des Guten gegen das Böse. Auf einer eigens dafür kreierten Internetseite gibt es ein Video, in dem finster dreinschauende grau und schwarz gekleidete Apple-Figürchen die fröhlichen blauen und grünen Spotify-Figürchen zur Verzweiflung bringen.

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Verlassen wir diese eindeutige Symbolik und schauen uns an, um was es bei der Auseinandersetzung zwischen Apple und Spotify tatsächlich geht und warum dies für Investoren von Interesse ist.

Apple verlangt für jede Transaktion über seinen App Store eine Gebühr von 30 %. Bei kostenlosen Apps, wie beispielsweise die werbefinanzierte kostenlose Spotify-App, geht Apple zunächst leer aus. Werden aber über die App Käufe durchgeführt, beispielsweise ein Upgrade auf das werbefreie, dafür kostenpflichtige Spotify-Abo, gehen 30 % in die tiefen Apple-Taschen – zumindest im ersten Jahr, im zweiten Jahr reduziert sich der Apple-Anteil.

Spotify beschwert sich nun, dass die Servicegebühr nicht für alle App-Anbieter fällig wird, und nennt als Beispiele Uber und Deliveroo. Spotify beklagt auch das Verhalten von Apple, nachdem Spotify sich entschlossen hatte, die Zahlungsfunktion über das iOS-Betriebssystem von Apple zu umgehen. Apple hinderte Spotify von nun an daran, den Spotify-Kunden Rabattaktionen zuzuspielen, blockierte App-Verbesserungen und schränkte die Nutzung von Spotify über andere Apple-Geräte wie den Home Pod und die Apple Watch ein.

Der gewichtigste Vorwurf von Spotify ist allerdings, dass Apple das alles nur deswegen tue, um dem hauseigenen Musik-Streaming-Dienst Apple Music einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Ist Apple deswegen nun aber die Ausgeburt des Bösen? Ich denke nein. Denn auf der anderen Seite hat der App Store von Apple sicherlich einen nicht allzu kleinen Anteil am weltweiten Erfolg von Spotify. Schließlich war und ist der App Store für die kostenlose Spotify-Version ein kostenloser Vertriebskanal, der Zugang zu rund einer Milliarde potenzieller Kunden bietet.

Für die Investitionen, die harte Arbeit und die unternehmerischen Risiken, die Apple auf sich genommen hat, um sein Betriebssystem in die Welt zu tragen, hat Apple in meinen Augen eine angemessene Vergütung verdient. Erst recht, wenn jemand anderes diese Plattform für seine eigenen wirtschaftlichen Ziele nutzen möchte – wie es eben auch Spotify nur zu gerne tut.

Natürlich ist auch die Kritik von Spotify nachvollziehbar. Letztlich müssen nun die Wettbewerbshüter diese schwierigen Fragen beantworten. Ich denke aber, dass Apple am Ende dieser Auseinandersetzung Zugeständnisse machen muss. Das zeigt allein schon die Geschichte von Microsoft, ein Unternehmen, das allzu oft die Marktmacht seines allgegenwärtigen Betriebssystems ausgenutzt hat und von den Wettbewerbshütern zurückgepfiffen wurde.

Egal wie diese Zugeständnisse schlussendlich aber aussehen werden, zeigt diese Auseinandersetzung uns Investoren, wie wertvoll Wettbewerbsvorteile sind. Apple hat mit seiner riesigen Nutzerbasis in meinen Augen einen enormen Wettbewerbsvorteil. Umgekehrt ist es aber auch wichtig zu verstehen, wie lange ein Wettbewerbsvorteil anhalten kann und was einen Wettbewerbsvorteil zerstören könnte. Bezogen auf Apple glaube ich persönlich nicht daran, dass sich der Wettbewerbsvorteil durch das Eingreifen der Wettbewerbshüter komplett in Luft auflösen wird – auch das zeigt die Geschichte von Microsoft.



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Offenlegung: Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin bei LinkedIn, einer Microsoft-Tochter, ist Mitglied im Board of Directors von The Motley Fool. Sven besitzt Aktien von Apple und Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Microsoft. The Motley Fool hält folgende Optionen: short Januar 2020 $155 calls auf Apple und long Januar 2020 $150 calls auf Apple.

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