The Motley Fool

Eine Foolishe Börsenstrategie für vorsichtige Anleger, die tatsächlich funktioniert

Foto: Getty Images

Sparbuch- und Festgeldkonto-Sparer gehörten 2018 trotz Nullzinsen zu den großen Gewinnern. Als Börsianer hätte man hingegen schon einiges Glück gebraucht, um das Jahr ohne Verluste zu beenden. Aber für uns Anleger gilt es, flexibel zu bleiben. Gerade für die besonders Vorsichtigen und angehende Pensionäre, die sich bisher nicht an Aktien herangetraut haben, hatte ich im Oktober eine einfache Strategie vorgeschlagen.

Wie sich nun herausstellt, hat sie funktioniert, soweit man das nach fünf Monaten sagen kann. Ich werde jedoch auch argumentieren, warum das kein Zufall ist, sondern in nahezu jedem Szenario Erfolge erwarten lässt.

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Die Strategie

Letzten Herbst gab es allen Grund, den fleißigen Sparern zu gratulieren. Sie sind das ganze Jahr über keinerlei Risiken eingegangen und haben folglich – im Gegensatz zu den meisten Aktionären – kein Vermögen verloren. Zu diesem Zeitpunkt stand der DAX bei gut 11.500 Punkten und war damit bereits knapp 15 % im Minus gegenüber den Höchstständen vom Januar und etwa 850 Punkte tiefer als bei den Zwischenhochs von 2015.

Da ich zudem das Allzeithoch bei 13.560 nicht gerade als euphorisch bezeichnen würde, empfand ich das allgemeine Kursniveau als überaus fair. Trotzdem würde ich vorsichtigen Sparer*innen niemals raten, von einem Tag auf den anderen sein/ihr Konto zu räumen und das mühsam angesparte Vermögen in Aktien zu investieren. Das wäre unvorsichtig. Denn wie wir sehen konnten, rutschte der DAX in der Folge noch eine Etage tiefer, bis er im Dezember irgendwo bei 10.400 seinen Boden fand.

Vielmehr lautete der Tipp, mit etwa 10 % deiner frei verfügbaren Ersparnisse anzufangen und dann monatlich nachzulegen, solange die Kurse weiterhin günstig erscheinen.

Das Ergebnis

Auf diese Weise hättest du im Oktober vielleicht zum ersten Mal beim DAX-Stand von 11.500 investiert, dann bei 11.000, 10.500, wieder 11.000 und schließlich Ende Februar erneut bei etwa 11.500 – ein klassisches Tal, wie man es sich wünscht.

Mittlerweile hättest du die Hälfte deines anfänglichen Vermögens investiert, der DAX steht bei knapp 11.700 Punkten und du könntest dich nach nur fünf Monaten dank des durchschnittlichen Einstandskurses von 11.100 über ein Plus von über 5 % freuen – dafür hätte dein Sparbuch eher fünf Jahren gebraucht.

Nun bin ich natürlich froh, dass ich vielleicht dem einen oder anderen zu einer besseren Rendite verhelfen konnte – falls irgendwer die Strategie so oder so ähnlich umgesetzt hat. Gleichzeitig muss man sich die Frage stellen, ob es auch hätte anders kommen können.

Was diese Strategie so zuverlässig macht

Natürlich darf man sich keine Illusionen machen: Es hätte ganz anders kommen können. Aber wäre das so schlimm gewesen?

Vielleicht hätte der DAX alternativ schon im November Anlauf zur Jahresendrallye genommen. Dann hättest du nur einmal 10 % deines Vermögens investiert und wärst anschließend wegen des erhöhten Kursniveaus vermutlich vor weiteren Investments zurückgeschreckt. Du wärst zwar nur ein kleiner Kleinaktionär geblieben, aber trotzdem hättest du dank der Kursgewinne ein Erfolgserlebnis.

Die andere Möglichkeit wäre gewesen, dass sich das Tal noch deutlich ausweitet. Statt bei 10.400 halt zu machen, hätten wir noch einmal Kurse wie Anfang 2016 gesehen, als der DAX unter die Marke von 9.000 Punkten rutschte. Statt fünf hätte es vielleicht zehn Monate gedauert, bis wir wieder die 11.500 sehen. Eine solche Situation wäre für einen unerfahrenen Anleger ganz schön nervenaufreibend (für die meisten Profis übrigens auch).

Aber das Ergebnis wäre erneut erfreulich: Nach zehn Monaten hättest du einen großen Teil deiner anfangs verfügbaren Ersparnisse investiert und das Beste dabei: Dein durchschnittlicher Einstiegskurs läge in diesem Fall wahrscheinlich deutlich unter 10.500 Punkten.

Allerdings: Je nachdem, wie hoch deine Sparquote ist, könnte es natürlich passieren, dass dir die Investitionsmittel ausgehen, bevor die Märkte nachhaltig nach oben drehen. Das wäre sozusagen der Worst-Case. Hört sich aber schlimmer an, als es ist: Wenn wir in die Vergangenheit blicken, dann lässt sich erkennen, dass wir wohl selbst in solchen Fällen mit unserer Strategie letztlich als Gewinner hervorgehen würden.

Egal ob 2002 nach dem Platzen der Dot-com-Blase (glaub mir, 2001 hättest du dich noch nicht getraut) oder Mitte 2008 im Zuge der Finanzkrise: Wer über 10 bis 12 Monate regelmäßig investiert hätte, der wäre jeweils schon ein Jahr später deutlich im Plus gewesen – und hätte über die Folgejahre richtig gute Renditen erwirtschaftet.

Und jetzt?

Falls du dir jetzt überlegst, diese Strategie auszuprobieren, würde ich vorschlagen, beim nächsten Rücksetzer anzufangen. Die Frage ist dann, ob du wie in den dargestellten Beispielen auf DAX-ETFs setzt oder dir noch aussichtsreichere Einzelwerte heraussuchst. Beides hat Vor- und Nachteile. Einerseits sind die Renditechancen mit Aktien deutlich größer, andererseits wäre es tragisch, gleich beim ersten Mal auf eine Niete zu setzen.

Ideal ist daher möglicherweise ein Mittelweg, wo du in den ersten Monaten auf breit gestreute Papiere setzt und dann im günstigen Moment deine ersten Aktien beimischst. Sobald die Luft dünner wird und es dir schwerfällt, preiswerte Aktien zu identifizieren, stoppst du weitere Zukäufe und parkst deine Sparrate wieder wie früher gewohnt festverzinslich.

Die Erfahrung lehrt: Wer langfristig am Aktienmarkt engagiert bleibt, fährt typischerweise deutlich höhere Renditen ein als Banksparer. Noch besser dran ist jedoch, wer nur dann an der Börse kauft, wenn die Aktien günstig sind. Es gibt beim Anlegen kaum etwas Besseres, als gemütlich in ein schönes Tal hinein zu investieren!

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