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3 Zahlen, die die Investoren in Marihuana-Aktien wissen sollten

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Der Markt für legales Marihuana könnte in 15 Jahren 200 Mrd. US-Dollar betragen, laut dem Bier-, Wein- und Spirituosenriesen Constellation Brands (WKN:871918). Wenn diese Prognose annähernd richtig ist, dann könnten Marihuana-Aktien den Investoren eine Chance bieten, in einen Wachstumsmarkt zu investieren, der eines Tages mit Tabak oder Alkohol konkurrieren könnte.

Das Potenzial, Gewinne zu erzielen, ist enorm. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Cannabis-Unternehmen ein Gewinner sein wird. Viele werden Verlierer sein, und mehr als ein paar könnten in Konkurs gehen. Um die Chancen zu verbessern, die richtigen Cannabis-Aktien auszuwählen, solltest du sicherstellen, dass du Folgendes weißt:

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  • ob das Unternehmen eine solide finanzielle Basis hat.
  • ob die Marihuana-Produktion steigt.
  • ob der Produktmix stimmt.

Nr. 1: Finanzielle Feuerkraft

Kanadas Marihuana-Markt stellt eine großartige Marktchance für Cannabis-Unternehmen dar. Er ist jedoch nicht annähernd so groß wie die Vereinigten Staaten oder die wichtigen Märkte in Europa.

Die Ausgaben für Marihuana in Kanada belaufen sich laut Statistics Canada auf etwa 6 Mrd. CAD pro Jahr. Der US-Markt wird jedoch auf 50 Mrd. US-Dollar und die weltweiten Ausgaben werden nach Angaben der Vereinten Nationen auf 150 Mrd. US-Dollar pro Jahr geschätzt. Es liegt auf der Hand, dass es ein Segen sein wird, einen bedeutenden Anteil am kanadischen Markt zu erobern, während der neue Freizeitmarkt reift, aber es ist wichtiger, einen bedeutenden Anteil in Amerika und anderen Ländern zu gewinnen.

Die Unternehmen, die am meisten von der globalen Legalisierung profitieren dürften, sind wohl die Unternehmen mit der größten Reichweite. Daher ist es wichtig, die Veränderungen in der Bilanz dieser Unternehmen kontinuierlich zu verfolgen. Zur Erinnerung: Eine Bilanz ist ein Jahresabschluss, der die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital eines Unternehmens darstellt. Die Bewertung von Veränderungen bei Bargeld und Schulden kann besonders hilfreich sein, um sicherzustellen, dass du in erstklassige Unternehmen investierst, die auf dem wachsenden Markt für legales Cannabis profitabel agieren können.

So gehören beispielsweise die tiefsten Taschen der Branche zu Canopy Growth (WKN:A140QA). Im vergangenen Jahr erwarb Constellation Brands eine 38-prozentige Beteiligung an Canopy Growth für rund 4 Mrd. US-Dollar und damit erhielt das Unternehmen jede Menge Munition für Investitionen in neue Anlagen, Automation, Cannabis-Extraktionsanlagen, Produktentwicklung, klinische Forschungsstudien und vor allem neue Märkte. Canopy Growth hat begonnen, diese finanzielle Stärke zu nutzen, aber das Unternehmen hat immer noch den größten Teil des Geldes auf der hohen Kante. Im Dezember erwarb das Unternehmen das in Colorado ansässige Hanf-Unternehmen ebbu für 425 Mio. CAD, aber nur 25 Mio. CAD dieses Deals wurden in bar bezahlt. Der Rest wurde in Aktien bezahlt. Canopy Growth kündigte im Januar auch Pläne für Investitionen in einen noch zu errichtenden Hanf-Industriepark an. Dieses Projekt wird voraussichtlich nur 100 bis 150 Mio. US-Dollar kosten. Zum 31. Dezember verfügte Canopy Growth über mehr als 4,1 Mrd. CAD in bar, zuzüglich 799 Mio. CAD in Wertpapieren, sodass diese Investitionen seinen Kapitalbestand kaum belasteten.

Hier sind einige ausgewählte Bilanzpositionen von Canopy Growth.

Kennzahl    Stand 31.12.18 Stand 31.03.18
Bargeld 4.115.870 CAD 322.560 CAD
Marktgängige Wertpapiere 799.418 CAD 0 CAD
Kurzfristige Schulden 18.447 CAD 1.557 CAD
Langfristige Verbindlichkeiten 773.049 CAD 6.865 CAD

Datenquelle: vierteljährliche Unternehmensberichte. Zahlen in Tausend CAD.

Nr. 2: Cannabis-Produktion

Es ist verlockend, viel Zeit damit zu verbringen, die Spitzenwerte bei der Pot-Produktion zu betrachten, von denen Cannabis-Unternehmen immer sprechen. Die Investoren sollten sich jedoch daran erinnern, dass diese Prognosen nicht in Stein gemeißelt sind. Pläne können sich ändern, sodass es keine Garantie dafür gibt, dass ein Unternehmen, das die Produktionsprognose von heute 10.000 Kilogramm auf 100.000 Kilogramm oder mehr in der Zukunft erhöht, sein Versprechen auch tatsächlich einhält.

Die vierteljährliche Produktion ist ein besseres Maß, das man verfolgen kann. Insbesondere die Veränderungen bei den verkauften und geernteten Kilos sind entscheidend, denn das zeigt den Investoren, ob ein Unternehmen seine Wachstumsstrategie bereits so umsetzt, dass es den reifen kanadischen Markt und neue Möglichkeiten in anderen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland oder den USA, optimal nutzen kann.

Zum Beispiel hat Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) einen zweigleisigen Ansatz zur Erhöhung der Marihuana-Kapazität gewählt. Es war wohl das Pot-Unternehmen mit den meisten Übernahmen, das jedoch auch Geld in seine wichtigsten Anbaubetriebe, darunter Aurora Sky, investiert.

Dieser Ansatz erlaubte es Aurora, im vierten Quartal 2018 fast 7.000 Kilo Marihuana und äquivalente Produkte zu verkaufen, was einem Anstieg von 502 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen produzierte im letzten Quartal auch 7.822 Kilo, ein Plus von 550 %, was Aurora in die Lage versetzt, in diesem Quartal zusätzliches Wachstum zu erzielen.

Hier ist ein Blick auf Auroras Cannabis-Produktion und -verkauf.

Kennzahl Letztes Quartal Vorjahr Veränderung im Jahresvergleich
Verkauft 6.999 kg 1.162 kg 502 %
Produziert 7.822 kg 1.204 kg 550 %

Datenquelle: vierteljährliche Unternehmensberichte.

Aurora Cannabis sagt, dass die Marihuana-Produktionskapazität 120.000 Kilogramm pro Jahr im Februar betrug und dass das Unternehmen erwartet, dass 25.000 Kilogramm Marihuana zum Verkauf stehen, wenn es das Quartal Ende Juni 2019 beendet. Das sind potenziell gute Nachrichten für die Investoren, denn ein großer Teil dieser neuen Produktion kommt von Aurora Sky, wo die Automatisierung voraussichtlich die Produktionskosten deutlich senken und die Bruttomarge verbessern wird.

Nr. 3: Produktmix

Kanadas Marihuana-Markt wird sich wahrscheinlich für ein paar Jahre keine Sorgen um die Überproduktion von Marihuana machen müssen. Die erheblichen Investitionen in der gesamten Branche könnten jedoch schließlich zu Rekordernten führen, die die Preise für Trockenpflanzen senken könnten. Wir haben diese Dynamik bereits in Colorado, Amerikas ältestem Freizeit-Marihuana-Markt, gesehen. Im vergangenen Herbst lag der Durchschnittspreis für ein Pfund Marihuana in Colorado unter 800 US-Dollar, gegenüber über 2.000 US-Dollar pro Pfund Pot im Jahr 2015.

Die Vermeidung dieses Risikos sinkender Marihuana-Preise erfordert einen Fokus auf Endprodukte, die Marihuana als Inhaltsstoff verwenden, wie z. B. Lebensmittel, Getränke und Öle. Extraktbasierte Produkte bieten in der Regel eine bessere Preissetzungsmacht als Trockenpflanzen, sodass es entscheidend ist zu wissen, wie viel von dem Geschäft eines Cannabis-Unternehmens aus dem Verkauf von fertigen Konsumgütern stammt.

So trugen beispielsweise Extraktprodukte, einschließlich Öle und Softgels, im letzten Quartal 33 % zum Umsatz von Canopy Growth bei, aber nur 22 % zum Nettoumsatz von Aurora Cannabis. Dieser Unterschied erklärt, warum der Durchschnittspreis bei Canopy Growth pro Gramm im vergangenen Jahr weniger stark gefallen ist als der Durchschnittspreis bei Aurora Cannabis.

Unternehmen/Produkt Verkaufspreis pro Gramm im letzten Quartal Verkaufspreis pro Gramm im Vorjahresquartal Veränderung im Jahresvergleich
Aurora Cannabis, getrocknetes Cannabis 6,23 CAD  7,86 CAD (21 %)
Aurora Cannabis, Extrakte 10,00 CAD 13,35 CAD (25 %)
Canopy Growth, durchschnittlicher Preis 7,33 CAD 8,30 CAD (12 %)

Datenquelle: vierteljährliche Unternehmensberichte. Preise in CAD.

Ein Blick in die Zukunft

Die Chance auf ein bedeutendes Umsatzwachstum und Gewinnpotenzial in der Zukunft macht Pot-Aktien zu unglaublich faszinierenden Investitionsideen, die Branche ist jedoch nicht ohne Risiken. Die Dynamik in Richtung zur weit verbreiteten Legalisierung in wichtigen Märkten, einschließlich den USA, nimmt immer mehr Fahrt auf; jedoch gibt es keine Garantie, dass Marihuana auf Bundesebene in Amerika irgendwann bald legal wird.

Dennoch gehen bereits Milliarden von US-Dollar auf legale, regulierte Marktplätze in Kanada über, und da 80 % der Ausgaben in Kanada immer noch auf dem Schwarzmarkt getätigt werden, sollten sich die Einnahmen für Cannabis-Unternehmen, darunter Canopy Growth und Aurora Cannabis, weiter beschleunigen. Es ist noch zu früh, um endgültig zu sagen, welche Unternehmen auf diesem Markt am erfolgreichsten sein werden. Achte genau auf die Veränderungen in der Bilanz, Produktion und dem Produktmix dieser Unternehmen, um Hinweise darauf zu erhalten, welches Unternehmen die beste Investition sein wird.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 10.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands.

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