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Canopy Growth vs. Constellation Brands: Welche ist die bessere Cannabisaktie?

Foto: Getty Images

Cannabisaktien sind seit Jahresbeginn mächtig angestiegen, und viele Anleger suchen jetzt natürlich nach Einstiegsmöglichkeiten. Nach der heftigen Volatilität der Branche im Jahr 2018 zögert der eine oder andere verständlicherweise noch. Man muss schon ein bisschen Vertrauen haben, um in ein Unternehmen zu investieren, das sich ausschließlich mit Cannabis beschäftigt – allerdings hat sich hier Canopy Growth (WKN:A140QA) bereits als erfolgsversprechender First-Mover erwiesen. Wer es als Anleger vorsichtiger angehen lassen will, für den scheint ein Konzern wie Constellation Brands (WKN:871918) – der eine große Beteiligung an Canopy hält, aber eben im Getränkebereich sehr breit aufgestellt ist – wohl eine Nummer sicherer.

Sollte die Cannabisbranche insgesamt abschmieren, dann dürfte es einen Konzern wie Constellation weniger schlimm erwischen. Sollte es hingegen für die Branche weiter steil nach oben gehen, kann sich eine direkte Investition via etwa Canopy Growth als echter Gewinnbringer erweisen. Schauen wir uns doch Canopy und Constellation einmal genauer an, um zu sehen, welche Aktie derzeit für Investoren der sinnvollere Kauf sein könnte.

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Bewertung und Wertentwicklung der Aktie

Canopy und Constellation haben sich in letzter Zeit in verschiedene Richtungen bewegt. Im vergangenen Jahr ist der Aktienkurs von Canopy um fast 115 % gestiegen, während Constellations Aktienwert im gleichen Zeitraum um 22 % gesunken ist. Und wenn man sich die Performance des Jahres 2019 ansieht, stieg Canopy in lediglich zwei Monaten um 72 %, während Constellation seit Ende letzten Jahres bloß um 5 % gestiegen ist.

Man kann die beiden mit traditionellen Bewertungsmethoden eigentlich kaum vergleichen, da das eine ein etabliertes Unternehmen ist, das andere hingegen ein Newcomer. Deswegen ist Canopy nicht annähernd konstant profitabel, und selbst die aktuellen Umsätze spiegeln nicht das Potenzial wider, das Investoren für die Zukunft erwarten. Im Gegensatz dazu ist Constellation in jüngster Zeit auf einige Herausforderungen gestoßen, da das Geschäft mit Bier und Spirituosen unter Druck steht. Das hat dazu geführt, dass Constellation nur noch zum 11-Fachen der Gewinne gehandelt wird und zum 18-Fachen der erwarteten Gewinne, wenn man einige Einmalbeträge herausrechnet.

Der Vergleich einer jungen, wachstumsstarken Aktie mit einem reifen Unternehmen führt in der Regel zu Uneinigkeit. Wer als Anleger Risiko ertragen kann und auf Wachstumschancen setzt, für den könnte Canopy den derzeitigen Preis wert sein. Wer dagegen eher Value-Aktien bevorzug, dürfte mit Constellation besser bedient sein.

Die Partnerschaft zwischen Canopy und Constellation

Cannabisinvestoren sind mehr als dankbar, wenn eines ihrer Unternehmen einen großen Konzern von außerhalb der Branche findet, der gerne die Taschen aufmacht. Die Idee hinter einer solchen Partnerschaft ist, dass das junge Cannabisunternehmen dann das Know-how in Produktion, Vertrieb und Marketing des reiferen Verbraucherunternehmens sowie den Zugang zu Kapital nutzen kann. Canopy und Constellation waren die ersten, die eine solche Zusammenarbeit im großen Stil testeten.

Constellation investierte erst 190 Millionen USD, um eine Beteiligung von fast 10 % an Canopy zu erwerben. Im vergangenen Sommer investierte der Getränkeriese dann weitere 4 Milliarden USD, um seinen Gesamtanteil am Cannabiszüchter auf rund 38 % zu steigern.

Damit wurde Canopy zu einem der stärksten Unternehmen der Marihuanabranche. Canopy hat frühzeitig Marktanteile besetzt und das Vertriebsnetz aufgebaut, um getrocknetes Cannabis in internationale Märkte zu exportieren. Das passt zum Anspruch von Constellation, eine starke Marke zu haben. Die nämlich haben bereits mit Marken wie Corona und Modelo den Bierbereich besetzt. Die Investition hat es Canopy ermöglicht, wichtige strategische Schritte zu unternehmen, für die die Konkurrenz weitere Aktien auf den Markt bringen müsste – und das verwässert dann natürlich den Aktienwert.

Dennoch ist Canopy lediglich ein kleiner Teil des Geschäfts von Constellation. Derzeit ist der Anteil von Constellation an Canopy etwa 6 Milliarden USD wert, aber der Bierbrauer hat eine Marktkapitalisierung von 30 Milliarden USD. Cannabis wird in Zukunft eine wichtige Rolle für Constellation spielen, aber nicht so groß, dass darunter das Geschäft mit alkoholischen Getränken leiden würde.

Wachstumschancen und Risiken

Aufgrund der Partnerschaft hilft das Wachstum von Canopy eben auch Constellation, aber Anleger von Constellation müssen die anderen Wachstumsperspektiven des Bierriesen berücksichtigen. Corona und Modelo waren in den letzten Jahren echte Cash Cows für Constellation, und der Konzern konnte mit diesen Marken erfolgreich gegen den Abschwung in der Bierbranche agieren. Es gibt Überschneidungen bei den Geschäften der beiden Partner, da man zusammen cannabishaltige Getränke entwickeln will. Allerdings hat Constellation mit einer Verlangsamung des Wein- und Spirituosengeschäfts zu kämpfen, der Konzern musste deswegen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr kürzen.

Unterdessen steht Canopy noch am Anfang eines auf absehbare Zeit schnellen Wachstumskurses. Im jüngsten Quartalsbericht verzeichnete das Cannabisunternehmen einen Umsatz, der sich gegenüber dem Vorjahr fast vervierfachte; das Cannabisabsatzvolumen überschritt die Marke von 10.000 Kilo. Canopy konnte auf dem Markt für medizinisches Marihuana die Preise hoch halten, und die Entwicklung von aus Cannabis gewonnenen Ölen lohnte sich nicht nur finanziell, sondern auch aus Sicht des Brand-Building. Am wichtigsten ist vielleicht, dass Canopy die Legalisierung von Hanf in den USA nutzt und Pläne für den Bau einer 150 Millionen USD teuren Anlage im US-Bundesstaat New York für die Hanfproduktion bekannt gab. Das könnte Canopy einen Platz auf dem US-Markt sichern, und wenn Cannabis auf US-Bundeseben legal wird, hat man dort dann schon mehr als nur einen Fuß in der Tür.

Wer also aggressiv in die Cannabisbranche investieren will, kann dies sehr gut via Canopy Growth tun. Da außerdem die Bierbranche unter Druck steht, könnte sich herausstellen, dass die wichtigsten Geschäftsbereiche von Constellation auf tönernen Füßen stehen. Wer Constellation ohnehin nur für seine Beteiligung an Canopy kaufen will, der sollte sich vielleicht ohnehin nur auf den kanadischen Markt konzentrieren. Es könnte sinnvoll sein, lediglich eine kleinere Summe zu investieren, um ein Gespür für die Branche zu bekommen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 28.2.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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