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2 Aktien, die Warren Buffett unbedingt kaufen sollte 

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Warren Buffett, oder, wie die meisten Leute ihn kennen, das „Orakel von Omaha“, ist wohl der größte lebende Investor. Begonnen hat er mit einem Grundkapital von etwas über 110 US-Dollar im Jahr 1942. Jetzt ist Buffetts Portfolio heute fast 83 Mrd. US-Dollar wert – und er hätte gut über 100 Mrd. US-Dollar auf dem Konto, wenn er nicht in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Summen in philanthropische Projekte gesteckt hätte.

Aber auch der größte Investor der Welt hat Probleme. Nämlich die Frage: Was soll ich als Nächstes kaufen?

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Zwei Übernahmen in „Elefantengröße“, die Buffett in Betracht ziehen sollte

Das Unternehmen, das Warren Buffett leitet, Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2), hat einen monströsen Haufen von 112 Mrd. US-Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Investitionen, die es gerne für eine Übernahme einsetzen würde. Allerdings sind diese 112 Mrd. US-Dollar völlig getrennt von den rund 200 Mrd. US-Dollar, die Berkshire Hathaway in etwa vier Dutzend Wertpapiere investiert hat. Da Buffett früher verkündet hat, dass Berkshires Bargeldbestand eher bei 30 Mrd. US-Dollar liegen sollte, hat Berkshire also rund 80 Mrd. US-Dollar, die theoretisch investiert werden könnten.

Dennoch macht Warren Buffett klar, dass er, seine rechte Hand Charlie Munger und sein Investmentteam nur nach sogenannten Übernahmen in „Elefantengröße“ suchen. Er will eine Transaktion, die auch einen Unterschied macht, genau wie die, als Berkshire Hathaway vor fast einem Jahrzehnt den Eisenbahnriesen Burlington Northern Santa Fe (BNSF) verschlang.

Da es nur wenige Unternehmen da draußen gibt, die wirklich passen würden, findest du hier zwei, von denen ich glaube, dass Buffett und Berkshire Hathaway sie ohne Probleme kaufen könnten.

NextEra Energie

Die logischste Übernahme für Buffett und Berkshire Hathaway ist der größte Stromversorger in den USA nach Marktkapitalisierung: NextEra Energy (WKN:A1CZ4H). NextEra, das ich schon 2018 als einen naheliegenden Kauf bezeichnet habe, hat seit Veröffentlichung meiner Stellungnahme vom vergangenen Jahr um etwa 20 % zugelegt.

Der Reiz von NextEra Energy liegt in der Abhängigkeit von erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne. Kein Unternehmen in den USA hat im vergangenen Jahr mehr Strom aus Wind und Sonne erzeugt als NextEra Energy, und kein Unternehmen hat die Chance, dem Stromversorger bis zur Wende des Jahrzehnts hier den Rang abzulaufen. NextEra steckt bis 2020 40 Mrd. US-Dollar in Infrastrukturprojekte für erneuerbare Energien und hat die Initiative „30 bis 30“ gestartet, durch die bis 2030 weitere 30 Mio. Solarmodule installiert werden sollen. Insgesamt wird NextEra bis 2020 zwischen 10.100 und 16.500 Megawatt aus Windenergie erzeugen und bis 2030 10.000 Megawatt aus der Initiative „30 bis 30“ generieren.

Dieser grüne Vorstoß bietet NextEra Energy zwei Vorteile. Obwohl die Investitionen im Voraus teuer sind, erreicht NextEra bei der Senkung seiner langfristigen Kosten dadurch einen Vorsprung. Neben den niedrigeren Stromerzeugungskosten ist der zweite Vorteil, dass NextEra bei einer Änderung der Umweltpolitik in Washington und einer Abkehr von fossilen Brennstoffen bereits deutlich vor seinen Mitbewerbern liegen wird.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Versorgung mit Strom ein Grundbedürfnis ist – und Buffett liebt einen soliden wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil, der wenig Arbeit erfordert. Die NextEra-Tochter Florida Power & Light ist reguliert, was bedeutet, dass der Cashflow sehr vorhersehbar ist, da sie nicht den Stromkosten des Großhandels ausgesetzt ist.

Nur kurz zum einzigen wirklichen Hindernis: Es liegt darin, dass ein Buyout von NextEra wahrscheinlich einen Preis von 100 Mrd. US-Dollar oder etwas mehr als 10 % über der aktuellen Marktkapitalisierung von NextEra kosten würde. Buffett könnte auf einen Kurssturz warten, aber ich bin mir nicht sicher, ob der bei einem so überlegenen Energieversorger je eintreten wird. Ich habe keinen Zweifel, dass Buffett es schaffen würde, das Kapital aufzubringen, um einen Kauf in Höhe von 100 Mrd. US-Dollar abzuschließen, aber ich habe Vorbehalte im Hinblick auf Buffetts Bereitwilligkeit, fast das 21-Fache der prognostizierten Jahreseinnahmen für einen Elektrizitätsversorger zu zahlen, der zweifellos das Maß aller Dinge beim Wachstum in dem Sektor darstellt.

Sirius XM Holdings

Eine weitere Übernahme, die für Buffett und Berkshire Hathaway sinnvoll wäre, ist der Satellitenradiobetreiber Sirius XM Holdings (WKN:A1W8XE). Es sei darauf hingewiesen, dass Berkshire Hathaway bereits 137,92 Mio. Aktien der Sirius XM oder etwa 2,9 % aller ausstehenden Aktien besitzt.

Was kann man an Sirius XM schätzen? Wie wäre es mit der Tatsache, dass es sich um ein legales Monopol handelt? Obwohl Sirius XM im Online- und terrestrischen Wettbewerb steht, gibt es keinen anderen Satellitenradiobetreiber, was dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil gibt, der schwer zu schlagen sein dürfte.

Darüber hinaus gibt es zwei Aspekte des Geschäfts, die Buffett beeindruckend finden sollte. Erstens handelt es sich überwiegend um einen abonnementbasierten Dienst. Von den 1,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, die im vierten Quartal erzielt wurden, kamen 1,18 Mrd. US-Dollar von Abonnenten. Diese Abonnenten sind weitaus seltener bereit, ihren Dienst während eines wirtschaftlichen Abschwungs einzustellen, als Werbetreibende dazu tendieren, ihre Ausgaben zu reduzieren. Sirius XM erwirtschaftete im vierten Quartal nur 3,5 % des Umsatzes mit Werbung, während seine terrestrischen und Onlinekonkurrenten den Großteil ihres Umsatzes mit der hochzyklischen Werbebranche erzielen.

Und zweitens sollten die Kosten für die Kundenakquise bei Sirius XM relativ konstant bleiben. Obwohl die Kosten für den Erwerb von Satellitenfunknutzern im Jahresvergleich schwanken können, sind die Kosten für den Betrieb und die Wartung der Satelliten mehr oder weniger festgelegt. Das bedeutet, dass mit dem Wachstum der Kundenbasis von Sirius XM auch die operativen Margen steigen.

Mit einem stetigen Umsatz- und Gewinnwachstum am Horizont und wenig Wettbewerb, der Sirius XM Angst einjagen kann, sollte Buffett meiner Meinung nach in der Lage sein, Sirius XM für rund 35 Mrd. US-Dollar zu verschlingen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 05.03.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt diese. The Motley Fool besitzt Aktien von Sirius XM Radio. The Motley Fool empfiehlt NextEra Energy.

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