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Ist jetzt endlich der Zeitpunkt gekommen, um bei der Covestro-Aktie einzusteigen?

Als die Aktie von Covestro (WKN:606214) 2015 an die Börse kam, war ich ziemlich begeistert. Die Story war einfach überzeugend. Als sich der Kurs in der Folge mehr als verdreifachte, war es aber dann doch etwas zu viel des Guten. Seit Anfang 2017 hat sich die Aktie glatt halbiert.

Der Hauptgrund dafür ist, dass das zuvor spektakuläre Gewinnwachstum ausgebremst wurde. Trotzdem bleibt das Unternehmen stabil und hochprofitabel. Gleichzeitig investiert es gezielt in seine Zukunft. Sollte man also jetzt anfangen, die verbilligte Aktie einzusammeln, oder lieber noch etwas warten?

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Die sorgenumwobene Chemiebranche färbt auch auf Covestro ab

Das Rekordjahr 2017 hatte die Fantasie der Anleger beflügelt. Offenbar wurde der steile Trend in die Zukunft fortgeschrieben. Aber wie so oft, wenn es fast zu gut läuft, legen sich Konkurrenten besonders ins Zeug, um ein größeres Stück vom Renditekuchen zu ergattern. Diese verschärfte Wettbewerbssituation bekommt Covestro nun zunehmend zu spüren. Das Unternehmen wehrt sich dagegen, indem es in margenstarke Geschäfte wie Spezialfolien investiert.

Das ändert aber nichts daran, dass der Gewinn in diesem Jahr deutlich zurückgehen wird. Schließlich werden sich die hohen Anlaufinvestitionen erst über die kommenden Jahre richtig entfalten. Hinzu kommen die Konjunktursorgen, die den Ausblick für die gesamte Chemiebranche trüben. Auch der Branchenverband VCI gab sich Ende 2018 wenig zuversichtlich. Selbst ohne Rückschläge sei nur mit einem bescheidenen Wachstum zu rechnen. Darunter leidet beispielsweise auch die Aktie der BASF (WKN:BASF11).

Vor allem das unglückliche Bild, das die europäische Politik seit einiger Zeit abgibt, und die zunehmenden Störungen im Welthandel gelten als kritische Faktoren.

Doch Covestro stemmt sich gegen den Wind

Mit Investitionen in die Digitalisierung und einem Effizienzprogramm soll sichergestellt werden, dass Covestro wettbewerbsfähig bleibt und ein weiterer Margenverfall aufgehalten werden kann. Beispielsweise wurde im März der Covestro Direct Store vorgestellt, ein Onlinevertriebskanal, von dem sich Covestro einiges verspricht.

Gleichzeitig soll das Geschäft durch gezielte Investitionen weniger zyklisch ausgerichtet werden. Zweistellige Wachstumschancen werden in so unterschiedlichen Bereichen wie Offshore-Windfarmen, LED-Leuchtmitteln und funktionalen Textilien gesehen.

Da der Konzern einen guten Teil des Gewinns einbehält, um sein Wachstum selbst finanzieren zu können, sollte es so gelingen, den Gewinn auf einem soliden Niveau zu halten und mittelfristig wieder zu steigern. Attraktiv für Anleger ist die Dividende im Bereich von 5 %. Beim Kurs von 49 Euro muss Covestro dafür 2,45 Euro je Aktie ausschütten. Der Gewinn 2018 belief sich jedoch auf 9,46 Euro je Aktie. Das schaut für mich nach einer Menge Puffer aus.

Ein totaler Reinfall war hingegen das Aktienrückkaufprogramm: Etwa 20 Mio. Aktien wurden seit November 2017 zurückgekauft. Dafür wurden 1,5 Mrd. Euro eingesetzt, also stattliche 75 Euro pro Stück. Heute erwarten selbst die optimistischsten Analysten auf Sicht von 12 Monaten lediglich 68 Euro. Wie so oft gab es dazu die freche Behauptung des Managements, man habe damit Geld an die Aktionäre zurückgegeben. Dabei haben die treuen Aktionäre davon lediglich die Wertvernichtung gesehen. Dass ihre Anteile am Unternehmen nun einen Bruchteil größer sind, gleicht den Verlust an Substanz nicht aus.

Schon in Kürze soll jedoch das nächste Programm genehmigt werden, um erneut rund 10 % der ausstehenden Aktien einzuziehen. Diesmal könnte das Ergebnis erfreulicher aussehen, falls die Kurse bis dahin nicht schon wieder erheblich anziehen.

Insgesamt gibt Covestro ein starkes Bild ab

Ich denke, dass die überaus starke Wettbewerbsposition, die ständige Erschließung neuer Anwendungsfelder sowie die kontinuierlichen Maßnahmen zur Stärkung der Kostenposition und der Robustheit klar für Covestro sprechen. Die hohe Qualität des Unternehmens wird dem Aktionär mit einer erstaunlichen Dividendenrendite von 5 % vergütet, wobei es wenig Anlass gibt, an deren Nachhaltigkeit zu zweifeln.

Von daher sehe ich eine Menge Gründe, Covestro auf der Watchlist nach oben zu rücken. Gut möglich, dass es über die nächsten Wochen wegen des politischen Umfelds oder Überreaktionen auf Konjunkturmeldungen noch einmal günstigere Kurse gibt, aber bei unter 50 Euro würde ich mich bereits jetzt sehr wohl fühlen mit einer ersten Position.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.