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Es werden weitere Cannabis-ETFs kommen

Frei verkäufliches Marihuana hat eine richtiggehende Revolution ausgelöst, und überall sind Unternehmen aus dem Boden geschossen, um aus dem Cannabiswahn Kapital zu schlagen. Die Märkte in Kanada und Teilen der USA sind offen; dort können die vielen, vielen Unternehmen ihre Waren an den Mann bringen. Investoren merken, dass mehr und mehr dieser Unternehmen auch an die Börse gehen.

Trotz der Beliebtheit von Cannabisaktien gibt es überraschend wenig Auswahl für Investoren, die Vermischung bevorzugen – eben jene Art von Vermischung, die börsengehandelte Fonds bieten. Der größte Teil der Anlegergelder ging früh an den ETFMG Alternative Harvest ETF (WKN:972339), der kürzlich die Marke von 1 Milliarde USD geknackt hat. Angesichts der enormen Renditen, die die Aktien von Cannabisunternehmen bisher im Jahr 2019 erzielt haben, sollte sich das wohl bald ändern – und Fondsgesellschaften wollen ein großes Hindernis aus der Welt schaffen, das eine Herausforderung für neue und „pure“ Cannabis-ETFs darstellt.

Wer ist alles dabei beim Cannabis-Hype?

Bereits mehrere Fondsgesellschaften haben versucht, ETFs an den Start zu bringen, die die Cannabisbranche verfolgen. Im vergangenen November hat Innovation Shares beantragt, den Innovation Shares Cannabis ETF anzubieten. Der sollte sich auf einen Index kanadischer und US-amerikanischer Unternehmen konzentrieren, die entweder an legalem Marihuana oder ähnlichen Produkten wie Hanf oder aus Cannabis gewonnenen Ölen beteiligt sind. Die minimale Marktkapitalisierung für Cannabisaktien im ETF würde 100 Millionen USD betragen, und die Gewichtung würde nach Marktkapitalisierung erfolgen, jedoch mit einer maximalen Zuteilung von 7 %.

Dann, Ende Januar, legte AdvisorShares mit einer eigenen Anmeldung nach. Die ETF-Verwaltungsgesellschaft hat den AdvisorShares Pure Cannabis ETF gegründet. Das Anlageziel für den AdvisorShares-Fonds wäre ähnlich wie bei anderen reinen Cannabis-ETFs, wobei mindestens 80 % der Vermögenswerte in Unternehmen investiert würden, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit Marihuana oder Hanf erzielen oder bei der U.S. Drug Enforcement Agency registriert sind, um Marihuana, Cannabis oder verwandte Produkte für Forschungs- und Entwicklungszwecke zu entwickeln. Der Fonds wäre bei der Auswahl der Cannabisaktien aktiv beteiligt.

Anfang dieses Monats reichte Amplify ETFs seinen Amplify Seymour Alternative Plant Economy ETF ein. Der Fonds strebt eine aktive Verwaltung an, wobei die Unternehmen in eine von drei Kategorien fallen. Die erste umfasst Spezialisten für Cannabis und Hanfpflanzen, darunter sowohl Anbau- und Zuchtunternehmen als auch Pharma- und Biotech-Unternehmen. Der ETF würde auch Unternehmen in sekundären Bereichen wie Agrar, Immobilien und kommerzielle Dienstleistungen umfassen. Schließlich könnten auch Zulieferunternehmen einbezogen werden, wenn sie in Bereichen wie der Herstellung von Verbrauchsgeräten und -mechanismen, der Erbringung von Investitionen und Finanzdienstleistungen für die Branche tätig sind.

Das Problem für Marihuana ETFs

Angesichts der Beliebtheit von Alternative Harvest könnte das alles für neue Marihuana-ETFs kinderleicht erscheinen. Aber das große Problem, mit dem potentielle ETF-Anbieter konfrontiert sind, ist die Suche nach einem Finanzinstitut, das bereit wäre, als Depotbank für die Cannabisinvestitionen zu fungieren. US-Bundesbankgesetze schaffen Risiken für Finanzinstitute, die sich an illegalen Drogengeschäften beteiligen, und da Cannabis auf US-Bundesebene noch immer illegal ist, hat man bei den Banken lieber die Finger davon gelassen.

In letzter Zeit jedoch gab es Entwicklungen, die eine Minderung dieser Risiken versprechen. Im US-Justizministerium gab es einen Führungswechsel, und der neue Leiter der Abteilung ist eher bereit, das Bundesgesetz beim Thema Cannabis lockerer zu betrachten.

Dennoch bleibt das Thema umstritten. Alternative Harvest hatte einst ein ähnliches Problem und hatte zunächst die U.S. Bancorp (WKN:917523) als Depotbank, Administrator und Transferpartner. Aber im vergangenen September wechselte der Fonds zu Wedbush Securities und übertrug andere Verantwortlichkeiten auf spezialisierte Institute. Es ist wahrscheinlich, dass zukünftige Marihuana-ETFs einen ähnlichen Weg einschlagen und versuchen werden, Institutionen zu nutzen, die keine traditionellen Banken sind, aber dennoch als Depotbanken nach den Regeln der U.S. Securities and Exchange Commission fungieren können.

Neue Cannabis-ETFs im Blick haben

Fondsgesellschaften wollen jeden neuen Anlagetrend nutzen, und das ist auch die Triebfeder hinter Cannabis-ETFs. Es gibt nach wie vor Herausforderungen, aber es ist wahrscheinlich, dass diese und andere neue Fonds in der Cannabisbranche den SEC-Zulassungsprozess durchlaufen werden. Dann wird es wichtig sein, die Unterschiede zwischen den Marihuana-ETFs zu kennen und zu entscheiden, welcher langfristig die beste Chance bietet.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 23.2.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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