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Wirecard-Chef deutet Entspannung an: Folgt bald die Rallye?

Foto: Getty Images

Es sind weiterhin spannende Tage im Kontext der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie. Seitdem die „Financial Times“ über die potenziellen bilanziellen Unregelmäßigkeiten berichtet hat, vergeht kaum ein Tag, an dem die Causa Wirecard nicht eine neue, spannende Wendung nimmt. Erst neulich reihte sich beispielsweise ein relativ bekannter Hedgefondsmanager in den Reigen der Kritiker ein, auch wenn der mit seiner generellen Kritik möglicherweise inhaltlich etwas über das Ziel hinausschoss.

Wie der Wirecard-CEO Markus Braun allerdings nun andeutete, könnte die Zeit der Unsicherheiten schon bald vorbei sein. Lass uns daher an dieser Stelle einmal schauen, was Investoren zu diesem potenziellen Zeichen der Entspannung wissen sollten und ob das möglicherweise auf ein Ende der aktuellen Anspannung hindeuten sowie die Einleitung einer Rallye sein könnte.

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Braun deutet kryptisch das Ende der Unsicherheit an

Genau genommen war es eine Twitter-Salve von Wirecard-CEO Markus Braun, über die derzeit viel im Kontext der Wirecard-Aktie diskutiert wird. Braun sei demnach sinngemäß überzeugt davon, dass sich der Markt in naher Zukunft wieder auf die tolle Technologie und das operative Wachstum des Unternehmens konzentrieren könne. Durchaus eine brisante Mitteilung, über die derzeit wohl zu Recht sehr viel spekuliert wird.

Zudem berichten einzelne Börsenmedien, dass es weitere Stimmen von vertrauten Wirecard-Personen im Kontext dieser Äußerungen gäbe, die möglicherweise für etwas mehr Klarheit sorgen könnten. Nicht namentlich genannte Insider von Wirecard sollen so nämlich zusätzlich verdeutlicht haben, dass diese in einem unmittelbaren Kontext zu den internen Ermittlungen in Singapur interpretiert werden sollten. Entsprechend konnte auch die Aktie in freudiger Erwartungen zum Ende der vergangenen Woche etwas zulegen.

Nichtsdestoweniger sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich Wirecard-Chef Braun mit dieser vorschnellen Äußerung zumindest auf ein ethisch fragwürdiges Niveau begeben hat. Wesentliche Änderungen via Twitter bekannt zu geben, gleicht zuweilen doch eher dem Standard des mit seinem Verhalten zuweilen polarisierenden Tesla (WKN: A1CX3T)-Chefs Elon Musk.

Und auch wenn Investoren nach neuen Erkenntnissen bezogen auf die internen Ermittlungen gieren, könnte die verheißungsvolle Vorankündigung unterm Strich ein leicht bitteres Geschmäckle haben. Auch wenn es aus menschlicher Sicht natürlich nachvollziehbar erscheint, dass das Wirecard-Management einen hypothetischen Sieg über die „Financial Times“ und den entsprechenden Autor Dan MacCrum zelebrieren möchte.

Was bleibt, ist die Bringschuld des Wirecard-Managements

Was jedoch in Anbetracht dieser Ankündigung zunächst bleibt, ist die Bringschuld aufseiten Wirecards. Die heiß machende Twitter-Ankündigung sowie der durchsickernde Kontext durch mögliche interne Quellen dürften vor allem eins wieder geweckt haben: die Hoffnung der Investoren auf ein schnelles, glimpfliches Ende der Causa Wirecard.

Entsprechend umsichtig sollte das Wirecard-Management nun agieren und den ersten Leaks bald entsprechende und belastbare Fakten folgen lassen. Denn erst wenn die Vorwürfe gänzlich entkräftet, ausgeräumt und ganz und gar vom Tisch sind, dürfte die Wirecard-Aktie wieder zur alten Form zurückfinden; bis dahin bleibt die Spannung zumindest latent erhalten.

Investoren sollten daher hoffen, dass sich das Wirecard-Management der Tragweite und Wichtigkeit dieser Vorankündigungen bewusst ist. Und in unmittelbarer Zukunft seinen bisherigen Worten auch belastbare Ergebnisse folgen lässt, die nun das Thema, entsprechend der Vorankündigung, ein für alle Mal beendet.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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