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Was Anleger an den Zahlen von Aurora Cannabis und Canopy mögen dürften, und was nicht

Endlich gab es Ergebnisse: Zwei der größten kanadischen Marihuanazüchter, Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Canopy Growth (WKN:A140QA), haben vor einiger Zeit ihre Zahlen veröffentlicht. Diese Ergebnisse waren die wohl bislang wichtigsten überhaupt für die beiden Unternehmen, da hier endlich der Verkauf von frei verkäuflichem Marihuana in Kanada eingerechnet werden konnte.

Gemessen daran, wie die beiden Cannabisaktien anschließend abgeschnitten haben, schien Canopy Growth der klare Gewinner zu sein. Sowohl Aurora als auch Canopy hatten jedoch einige sehr gute und einige weniger gute Nachrichten. Hier noch einmal zusammengefasst, was Investoren sicher sehr gefreut hat – und natürlich auch, was ihnen Sorgen bereiten könnte.

Große Freude…

Die scheinbar explodierenden Verkäufe sollten hier ganz oben auf der Liste an erfreulichen Dingen stehen. Aurora verzeichnete einen Nettoumsatz von 54,2 Millionen CAD, ein Plus von 363 % im Jahresvergleich und 83 % im Quartalsvergleich. Canopy Growth gab einen Nettoumsatz von insgesamt 83 Millionen CAD bekannt, was einem Anstieg von 283 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und 256 % gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Wie erwartet kam der größte Teil des Umsatzwachstums sowohl für Aurora Cannabis als auch für Canopy Growth vom Markt für frei verkäuflichem Cannabis in Kanada. Auroras Umsätze für das Quartal zum 31. Dezember 2018 betrugen hier 21,6 Millionen CAD im Vergleich zu 71,6 Millionen CAD für Canopy.

Canopy Growth nimmt auf dem Heimatmarkt Kanada bei frei verkäuflichem Cannabis eine starke Position ein, was Investoren definitiv freuen sollte. Sobald alle führenden kanadischen Cannabisproduzenten ihre Ergebnisse gemeldet haben, sollte Aurora an einem guten zweiten Platz stehen.

Der Hauptgrund, warum sich Aurora und Canopy auf ihren jeweiligen Plätzen befinden, ist ein weiterer Faktor, der die Anleger erfreuen sollte. Woran liegt das? Antwort: solide Produktionskapazität.

Aurora verfügt derzeit über eine jährliche Produktionsrate von 120.000 Kilogramm. Die Kapazität des Unternehmens beträgt insgesamt 4,6 Millionen Quadratfuß bzw. mehr als 500.000 Kilogramm pro Jahr. Canopy Growth spricht nicht von seiner Kapazität in Kilogramm pro Jahr, aber das Unternehmen betreibt bereits 10 lizenzierte Anlagen mit über 4,3 Millionen Quadratfuß Produktionskapazität.

… und die Ärgernisse

An den jüngsten Ergebnissen von Aurora Cannabis sollte einen der große Nettoverlust des Unternehmens von 237,8 Millionen CAD stören. Zugegeben, das Ergebnis von Aurora litt unter Anpassungen bei den derivativen Anlagen des Unternehmens in Höhe von 190 Millionen CAD. Der Verlust war allerdings nicht schön, egal was am Ende der Grund dafür gewesen sein mag.

Auf den ersten Blick mag der Gewinn von Canopy Growth in Höhe von 74,9 Millionen CAD für Investoren ein Grund zur Freude sein. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Canopy hatte nämlich einen Betriebsverlust von 157,2 Millionen CAD. Der ausgewiesene Gewinn resultierte aus Marktwertgewinnen, die sich aus einem sinkenden Wert der vorrangigen Wandelanleihe ergaben.

Der Aktienkurs von Canopy fiel im Quartal zum 31. Dezember 2018 um 45 % und belastete den Wert der Wandelschuldverschreibungen. Jeder Gewinn auf dem Papier, der in erster Linie aus dieser schlechten Aktienperformance resultiert, ist sicherlich Grund zur Sorge für die Anleger.

Weder Aurora Cannabis noch Canopy Growth können ihre derzeitigen Marktkapitalisierungen allein aufgrund der Chance des kanadischen Markts rechtfertigen. Beide Unternehmen müssen ein signifikantes Wachstum auf dem Cannabisweltmarkt erzielen, um einen Zusammenbruch ihrer Aktienkurse zu vermeiden. Der internationale Umsatz machte jedoch nur 6 % des gesamten Cannabisumsatzes von Aurora und lediglich 3,3 % des Nettoumsatzes von Canopy aus.

Zugegebenermaßen sind Aurora und Canopy bei ihren internationalen Bemühungen den meisten ihrer Konkurrenten voraus. Die internationalen Verkäufe bleiben jedoch für diese beiden Marihuanaproduzenten noch immer sehr niedrig. Hier steht den beiden Unternehmen noch sehr viel Arbeit ins Haus, um die Mundwinkel ihrer Anleger nach oben zu bekommen.

Was gibt es zu beachten?

Quartalsergebnisse sind nur eine Momentaufnahme dessen, was in der Vergangenheit passiert ist. Aber sie sind meist auch ein Ausblick in die Zukunft. Investoren können sich auf viele großartige Dinge freuen, sowohl bei Aurora Cannabis als auch bei Canopy Growth.

Die Einnahmen für Aurora und Canopy dürften in diesem Jahr weiter steigen. Man bedenke, dass die jüngsten Ergebnisse für die Unternehmen ein ganzes Viertel der frei verkäuflichen Verkäufe seit der Eröffnung des kanadischen Marktes am 17. Oktober 2018 (zweieinhalb Wochen nach Quartalsbeginn) nicht enthalten. In den ersten Tagen des legalen Marktes in Kanada gab es auch einige Probleme, die mit der Zeit beseitigt werden sollten.

Der für dieses Jahr erwartete Start für Cannabisspeisen, -getränke und -konzentrate dürfte Aurora und Canopy einen großen Umsatzschub bringen. Terry Booth, CEO von Aurora Cannabis, sagte, dass sein Unternehmen plant, bei neuen Produkten ein First Mover zu sein, sobald diese legal sind. Bruce Linton, Co-CEO von Canopy Growth, sagte in der Telefonkonferenz seines Unternehmens: „Wenn es um Cannabisspeisen und -getränke geht, werden wir dabei sein.“

Man kann ein verbessertes Ergebnis sowohl bei Aurora Cannabis als auch bei Canopy Growth erwarten. Das Management von Aurora stellte fest, dass die einmaligen Kosten, die mit der Einhaltung der Verpackungsanforderungen für den Freizeitmarkt verbunden sind, in Zukunft kein Faktor mehr sein werden. Auch die Kosten des Unternehmens im Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung am Standort Aurora Sky werden entfallen. Canopy erwartet eine Verbesserung der Bruttomargen, sobald die Anlagen ihre volle Auslastung erreichen. Und beide Unternehmen sollten ihren Produktmix hin zu hochprofitablen Produkten wie Softgels schaffen.

Das wohl Wichtigste ist jedoch eine erhöhte Dynamik auf dem Weltmarkt. Sowohl Aurora als auch Canopy haben den Grundstein gelegt, um das Wachstum auf dem Weltmarkt nutzen zu können. Das wäre dann ein Erfolg, der die Anleger tatsächlich sehr erfreuen dürfte.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 19.2.2019 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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