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Die Hunde des Dow starten 2019 langsam

Der Aktienmarkt war zu Beginn des Jahres 2019 extrem stark, und der Dow Jones Industrial (WKN:969420) hat solide Gewinne erzielt. Die Bedenken über die zukünftige Volatilität der Märkte sind jedoch nicht verschwunden, daher wollen immer noch viele Anleger angesichts des Potenzials weiterer Abschwünge konservativ bleiben.

Eine Anlagemethode, die sich tendenziell auf defensive Aktien ausrichtet, ist als die Hunde des Dow bekannt. Weniger als zwei Monate nach Jahresbeginn ist es noch viel zu früh, um eine Aussage darüber zu treffen, ob die Hunde den gesamten Dow übertreffen werden. Bislang sehen die Anzeichen aber nicht sehr vielversprechend aus. Im Folgenden sehen wir uns an, welche der Hunde gut abgeschnitten haben und was sie in diesem Jahr bisher zurückgehalten hat.

Wie es den Hunden des Dow 2019 bisher ergangen ist

Anlageform Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf 2019
Dow Jones Industrials 10,9 %
Hunde des Dow 7,4 %

QUELLE: YAHOO! FINANCE.

Die Grundlagen

Die Hunde-des-Dow-Strategie sieht vor, zu Beginn des Jahres die 10 Top-Rendite-Aktien aus den 30 Komponenten des Dow Jones Industrial auszuwählen. Man investiert dann gleich viel Geld in jede der 10 Hunde-Aktien und hält sie das ganze Jahr über.

Viele sehen die Strategie als defensiv, und das hat 2018 geklappt. Obwohl die Hunde an Boden verloren haben, waren ihre Verluste geringer als der Rückgang des gesamten Dow. Darüber hinaus erhielten die Anleger aufgrund der höheren Renditen mehr Einnahmen aus Dividenden. Insgesamt war die Erfolgsbilanz der Hunde in letzter Zeit stark — sie verzeichneten in sieben der letzten neun Jahren Erfolge.

Warum die Hunde zurückgefallen sind

Leider ist 2019 diesem Muster nicht gefolgt. Die Hunde sind zwar deutlich gestiegen, aber sie hinken immer noch hinterher. Es ist nicht unmöglich, sich von einer Differenz von 3,5 Prozentpunkten zu erholen — wie es die Hunde im letzten Jahr taten. Aber es ist nach wie vor ein wesentliches Hindernis, das es zu überwinden gilt.

Das Problem ist vor allem auf die relative Performance der anderen Dow-Aktien zurückzuführen. Nur zwei Dow-Aktien haben in diesem Jahr bisher an Boden verloren, und beide gehören zu den 10 Hunde-Aktien. Unterdessen haben es nur drei Hunde geschafft, prozentual den breiteren Dow-Durchschnitt zu übertreffen.

Die Preisgewichtsmethode des Dow hat ihm auch im Vergleich zu den gleichgewichteten Hunde-des-Dow-Strategie geholfen. Boeing (WKN:850471), das keine Hunde-Aktie ist, hat ist im Jahr 2019 gestiegen, was zu massiven Zuwächsen in den letzten Jahren mit einem Anstieg von bisher fast 30 % geführt hat. Der Aktienkurs ist über 400 US-Dollar pro Aktie gestiegen, was dem Unternehmen eine 11%ige Gewichtung im Dow verleiht. Das allein entspricht dem vollen Umfang der Outperformance des Dow gegenüber den Hunden.

Das heißt aber nicht, dass die Hunde noch keine Erfolge vorzuweisen hätten. IBM (WKN:851399) ist um mehr als 20 % gestiegen, da sich die Stimmung nach den guten Ergebnissen Ende 2018 gewendet hat und man auf eine weitere Erholung hofft. Die Bemühungen, sich mit anderen Technologie-Giganten im Cloud Computing zu messen, zeigen ermutigende Ergebnisse, und IBM gab eine gute Prognose für das kommende Jahr. Cisco Systems war bei seiner eigenen Erholung ähnlich erfolgreich, ebenso war ExxonMobil in der Lage, die Ölpreisprobleme zu überwinden und nach oben zu klettern.

Doch anderweitige Schwächen haben die Hunde zurückgehalten. Die Aktie von Coca Cola (WKN:850663) brach nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts ein, da der Getränkekonzern voraussagte, dass die finanzielle Performance 2019 nicht so stark sein würde, wie die meisten Aktionäre erwartet hatten. Trotz der Bemühungen, sich an die sich ändernden Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen, haben die jüngsten Investitionen nicht die Überzeugung eines Marktführers gezeigt, und der Konsum von Limonaden nimmt weiter ab.

Pfizer (WKN:852009), das sich auch unter den Hunden befindet, hat ebenfalls keine Kursgewinne 2019 ausgewiesen, da nach einem starken Jahr 2018 möglicherweise kein Potenzial mehr übrig ist. Der Verlust des Patentschutzes für das wichtigste Medikament Lyrica wird alle Gewinne zunichtemachen, die Pfizer durch aufstrebende Behandlungen erzielen kann, und CEO Albert Bourla meinte, dass diese Probleme auch bis 2020 anhalten könnten. Das stimmt die Anleger hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten nicht optimistisch.

Sind die Hunde dem Untergang geweiht?

Den Hunden bleibt noch viel Zeit, um bis zum Ende des Jahres den Dow einzuholen. Vieles wird davon abhängen, ob außerordentliche Nicht-Hunde-Aktien Rückschläge erleiden, die sie wieder nach unten ziehen. In einem schwierigen Marktumfeld sind die Hunde des Dow oft in der Lage, ihre beste Performance zu erzielen — und die Anleger werden abwarten müssen, was der Rest des Jahres bringt.

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The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 23.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.