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6 Gründe, warum die VW-Aktie besser ist als ihr Ruf

Die letzten Jahre waren für VW (WKN: 766403) nicht einfach, auch wenn die meisten Probleme durch Eigenverschulden verursacht wurden. So kam nach der Aufdeckung von Schummelsoftware in Dieselautos im Jahr 2015 der große Einbruch.

In Europa kämpft der Konzern unterdessen mit Stickoxid-Grenzwerten und es könnten weitere Dieselklagen folgen. Hinzu kamen die Umstellung auf den neuen Abgas-Prüfstandard WLTP, wodurch die Produktion ins Stocken geriet, und drohende US-Zölle. Und zu guter Letzt scheint der Konzern in der Elektroautoproduktion immer noch schwächer als die Konkurrenz zu sein.

All diese Punkte sind berechtigte Gründe gegen die VW-Aktie. Dennoch sprechen die folgenden Argumente aktuell für das Wertpapier.

1. Gute Geschäftsentwicklung

Anleger lassen sich oft durch Schlagzeilen und Emotionen verunsichern. Was am Ende aber für die Aktienkursentwicklung wirklich zählt, sind die Ergebnisse, und hier ist VW besser als oft vermutet. So sind der Umsatz und der Gewinn im Zeitraum 2008 bis 2017 von 113,8 auf 230,7 Mrd. Euro beziehungsweise von 4,75 auf 11,6 Mrd. Euro gestiegen.

Und 2018 ist der Umsatz weiter auf 235,8 Mrd. Euro und das bereinigte operative Ergebnis von 17,0 auf 17,1  Mrd. Euro gestiegen. Selbst der Absatz wuchs über alle Marken hinweg und insgesamt leicht um 0,9 %. Auch der Nettogewinn erreichte mit 12,15 Mrd. Euro den dritthöchsten Stand in der Firmengeschichte.

2. Bekannte und beliebte Marken

Abgesehen von Einmalbelastungen für Strafzahlungen ist VW über seine zwölf Marken sehr beliebt und bekannt. Dabei reicht das Portfolio von erschwinglichen Wagen (Skoda, VW, Seat, Audi, VW-Nutzfahrzeuge) über Motorräder (Ducati) und Luxusmarken (Porsche, Lamborghini, Bentley, Bugatti) bis hin zu Lkws und Bussen (MAN, Scania).

Dies ist und bleibt ein Wettbewerbsvorteil.

3. Langfristig besser als der DAX

Die gute Geschäftsentwicklung hat langfristig dazu geführt, dass sich die VW-Aktie besser als der DAX entwickelte. Während das Papier seit 1997 mehr als 550 % zugelegt hat, stieg der Index „nur“ knapp über 300 % (05.03.2019).

Dabei sind Autoaktien in Summe meist keine guten Investments, da das Geschäft sehr hohe Sachinvestitionen verlangt. Hinzu kommt, dass VW ein Massenhersteller ist, wodurch die Gewinnmargen meist stark unter Druck stehen. Die trotzdem erreichte Performance spricht also auch für den Konzern.

4. Hohe Beliebtheit in Deutschland

Trotz aller Probleme erfreut sich die Marke VW in Deutschland weiterhin hoher Beliebtheit. So ist der Absatz im letzten Jahr (2018) weiter um 1,5 % gestiegen, und von den zehn meistverkauften Modellen stammten sechs von VW.

Trotz aller Diskussionen warten die Deutschen lieber auf Elektromodelle der heimischen Hersteller, als andere Marken zu kaufen. So lag der VW e-Golf auf Platz zwei aller E-Autozulassungen in Deutschland. Nur der Renault Zoe wurde noch häufiger verkauft.

5. Starker Ausbau der Elektromobilität

Auch, wenn VW derzeit noch vergleichsweise wenig E-Autos verkauft, besitzt der Konzern doch einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen kleinen Konkurrenten: Das Unternehmen ist am Weltmarkt etabliert und verfügt über Kapazitäten, die andere Hersteller erst aufbauen müssen. Auch die Umstellung auf E-Autos könnte schneller gehen als erwartet.

Allein bis 2023 wird VW nun 44 Mrd. Euro in neue Werke, E-Autos, Digitalisierung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste investieren. Bis 2025 wird etwa ein Viertel aller verkauften Fahrzeuge einen elektrischen Antrieb besitzen und es werden über 30 neue E-Modelle entwickelt werden. Zudem wird an besseren Batterien geforscht und in E-Tankstellen investiert.

Und trotz aller Herausforderungen möchte VW seine Rendite weiter steigern und die Kosten im Griff behalten. Dabei werden die Entwicklungsplattformen Premium Platform Electric (PPE) und Modular Electrification Toolkit (MEB), deren Öffnung für dritte Hersteller und auch Kooperationen helfen. So werden die Entwicklungskosten nicht übermäßig steigen.

6. Weiterhin niedrige Bewertung

Aktuell wird die VW-Aktie aufgrund der oben beschriebenen Belastungen in der Bewertung niedrig gehalten. Auch die Dividendenrendite der Vorzugsaktie liegt für 2019 noch bei über vier % (05.03.2019). Aber, sobald sich der Nebel lichtet, könnte die Aktie aufwerten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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