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Aurora Cannabis vs. Canopy Rivers: Welche ist die bessere Cannabisaktie?

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Wenn ich sagen sollte, ob für mich persönlich die Aktie von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) oder die von Canopy Growth (WKN:A140QA) besser ist, würde ich keine Sekunde lang nachdenken müssen. Meiner Meinung nach ist der klare Gewinner Canopy Growth.

Aber was, wenn ich mich zwischen Aurora und dem Spin-off von Canopy Growth, Canopy Rivers (WKN:A2NBT0), entscheiden müsste? Das ist schon eine faszinierendere Frage, besonders wenn man bedenkt, dass Canopy Rivers im Januar die heißeste Cannabisaktie am Markt war und trotz eines Rückgangs noch immer gut im Rennen ist.

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Welche dieser beiden Aktien ist also jetzt die bessere Wahl? Schauen wir doch mal, wie die beiden gegeneinander abschneiden.

Was für Aurora Cannabis spricht

Das wohl beste Argument für den Kauf von Aurora Cannabis ist seine enorme Produktionskapazität. Nachdem Aurora neulich seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt hatte, bemerkte ich, dass „die Kapazität König ist – und Aurora trägt hier die Krone.“ Und das stimmt.

Man darf ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass der globale Marihuanamarkt noch viel größer werden wird, als er es jetzt ist. Darum liegt es nur nahe, dass die erfolgreichsten Player in der Lage sein werden, beständig Produkte zu liefern, um die wachsende Nachfrage zu decken. Aurora verfügt bereits über eine jährliche Produktionskapazität von 120.000 Kilogramm und ist auf dem besten Weg, seine Kapazität auf wohl bis zu 700.000 Kilogramm pro Jahr zu erhöhen.

Gut, die Produktionskapazität ist nicht alles. Ein Unternehmen muss auch über eine globale Vertriebsstruktur verfügen, um erfolgreich zu sein. Aber Aurora erfüllt auch dieses Kriterium. Das Unternehmen ist zudem führend auf dem wichtigen deutschen Markt für medizinisches Marihuana. Das Unternehmen hat kürzlich medizinisches Cannabis nach Großbritannien exportiert. Aurora ist außerdem in Lateinamerika und Australien unterwegs. Heißt: Wenn irgendwo ein Markt für Cannabis ist, dann ist Aurora mit im Spiel.

Wichtig ist, dass Aurora in den ersten Tagen des legalen Marktes für Marihuana in Kanada gleich 20 % erobert hat. Das reicht aus, um nach Marktanteilen zumindest an zweiter Stelle zu rangieren. Ich denke, dass Aurora in der Lage sein wird, diese Position auch auf dem globalen Marihuanamarkt einzunehmen.

Eine Sache ist jedoch wirklich störend. Die Aktien sind wie verrückt verwässert. Und diese Verwässerung hat natürlich den bestehenden Aktien geschadet. Aurora wettete, dass sich diese Strategie auszahlt, um die Kapazität zu erhöhen und so schnell wie möglich global zu expandieren. Ich vermute, dass sich diese Wette auf lange Sicht wirklich auszahlen wird. Eine weitere Verwässerung könnte jedoch die Aktie erst einmal für die meisten Anleger unattraktiv werden lassen.

Und dann ist da noch ein weiterer Störfaktor, der sich aber am Ende vielleicht als positiv herausstellen könnte. Im Gegensatz zu den großen Konkurrenten hat Aurora Cannabis keine Partnerschaft mit einem großen Konzern außerhalb der Cannabisbranche geschlossen – und somit auch kein riesiges Investment einstreichen können. Die schlechte Nachricht ist, dass Aurora dadurch nicht so viel Geld für die Finanzierung der Expansion hat wie zum Beispiel Canopy Growth. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Aurora als potenzieller Top-Kandidat für andere große Unternehmen als Übernahmeziel zur Verfügung steht, die vielleicht später noch in den Cannabismarkt einsteigen wollen.

Was für Canopy Rivers spricht

Canopy Growth startete Canopy Rivers als Investitionsplattform, um die Chancen auf dem globalen Cannabismarkt zu nutzen. Für die Aktie spricht, dass sie durch Investitionen in mehrere Unternehmen eine starke Diversifizierung bietet.

Bisher hat Canopy Rivers in 14 Cannabisunternehmen investiert. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Unternehmen in verschiedenen Teilen der Cannabislieferkette tätig sind.

CanapaR ist beispielsweise in Kanada ansässig, hat aber eine Tochtergesellschaft, die Hanf in Italien anbaut. Greenhouse Juice Company vermarktet pflanzliche Lebensmittel- und Getränkeprodukte und plant die Einführung von Produkten, die mit Cannabidiol (CBD) angereichert sind. Headset bietet für die Cannabisindustrie Business Intelligence- und Analysedienste in Echtzeit. Solo Growth ist ein führender Cannabisvertrieb im Einzelhandel.

Canopy Rivers verwendet verschiedene Arten von Investmentstrukturen. Das Unternehmen hat häufig Lizenzgebühren-Streaming-Vereinbarungen abgeschlossen, bei denen sich die Unternehmen, in die es investiert, verpflichten, Lizenzgebühren für die erzielten Einnahmen zu zahlen. Darüber hinaus hat man in Wandelschuldverschreibungen ihrer Investitionspartner investiert. Canopy Rivers hat in einigen Fällen direkte Beteiligungen an Cannabisunternehmen erworben.

Das Schöne an Canopy Rivers‘ Ansatz ist, dass, wenn eines der Investments nicht erfolgreich ist, Canopy Rivers keinen allzu großen Verlust einfahren wird. Das ist eben das Schöne an Diversifikation.

Auch gut, dass Canopy Rivers immer noch eng mit Canopy Growth verbunden ist, das rund 27 % seines Spin-off-Unternehmens hält. Canopy Growth ermöglicht Unternehmen, in die Canopy Rivers investiert, Zugang zu seinem Vertriebsnetz sowie strategische Unterstützung. Das ist ein großes Plus für Canopy Rivers, um die besten Portfoliopartner zu gewinnen.

Welche ist die bessere Cannabisaktie?

Aus rein finanzieller Sicht scheint Canopy Rivers die bessere Aktie zu sein. Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal einen schönen Gewinn, Aurora Cannabis hingegen verzeichnete im vergangenen Quartal einen großen Verlust.

Beide Unternehmen dürften große Wachstumsaussichten haben. Die Investitionen von Canopy Rivers in der gesamten Cannabislieferkette könnten jedoch einen Vorteil gegenüber Aurora bedeuten.

Alles in allem denke ich, dass Canopy Rivers wahrscheinlich die bessere Cannabisaktie als Aurora Cannabis ist, zumindest in diesem Moment. Allerdings befindet sich das Unternehmen noch in einem frühen Stadium. Ich würde noch abwarten und sehen wollen, wie es über längere Zeit läuft, bevor ich Canopy Rivers einfach so als Kauf empfehlen würde.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 16.2.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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