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Daimler gegen Sixt und zwei wichtige, aber wenig beachtete Kennzahlen

Nach Daimler (WKN:710000) und BMW (WKN:519000) positioniert sich nun auch Sixt (WKN:723133) als globaler Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Ein Markt, der laut Sixt von PwC auf 400 Milliarden Euro im Jahr 2030 geschätzt wird – allein für Europa wohlgemerkt.

Diese Zeilen möchte ich aber nicht den Erfolgsaussichten der Konkurrenten widmen, sondern zwei meiner Meinung nach zu selten beachteten Kennzahlen: die Marktkapitalisierung und der adressierbare Markt.

Denke einmal an dein eigenes Portfolio. Wahrscheinlich kennst du die aktuellen Aktienkurse der Unternehmen in deinem Portfolio zumindest ungefähr. Versuche nun aber einmal, die aktuelle Marktkapitalisierung deiner Portfolio-Unternehmen abzuschätzen. Wahrscheinlich liegst du bei diesem Spiel deutlich weiter daneben als beim lustigen Kurse-Raten. Ganz einfach, weil wir mit den täglichen Aktienkursen viel öfters direkt konfrontiert werden als mit der aktuellen Marktkapitalisierung.

Genau so ergeht es uns meiner Meinung nach bei der anderen, zu selten benutzten Kennzahl: dem adressierbaren Markt eines Unternehmens. Also die eine Zahl, die sagt, wie viel Umsatz ein Unternehmen jährlich theoretisch erzielen könnte, wenn es keinerlei Konkurrenten gibt. Diese Zahl wird in der Mainstream-Berichterstattung praktisch nie verwendet.

Die gemeinsame Betrachtung der aktuellen Marktkapitalisierung und des adressierbaren Marktes hilft uns allerdings dabei, bessere Investitionsentscheidungen zu treffen.

Lass mich das am Beispiel der Reaktionen der Sixt-Aktie und der Daimler-Aktie am Tage der offiziellen Verkündungen der neuen Mobilitätsangebote erklären.

Im Großen und Ganzen berichteten beide Unternehmen zeitlich versetzt ähnliche Neuigkeiten. Beide wollen den voraussichtlich riesigen Markt für Mobilitätsdienstleistungen mit umfassenden Angeboten dominieren.

Die Reaktion an den Aktienmärkten war allerdings gänzlich unterschiedlich. Blickt man auf die Kursentwicklung und das Handelsvolumen der Daimler-Aktie am 22. Februar, dem Tag der offiziellen Vorstellung des Gemeinschaftsunternehmens mit BMW, dann erkennt man nichts Ungewöhnliches. Weder stieg der Kurs deutlich an, noch wurde mehr als die übliche Zahl der Aktien gehandelt.

Ganz anders bei Sixt. Die Vorzugsaktien stiegen am 1. März um mehr als 6 %, die Stückaktien gar um mehr als 8 %. Auch das Handelsvolumen beider Aktiengattungen war deutlich höher als in den Tagen zuvor. Wechselten in den Tagen zuvor täglich Vorzugsaktien im Wert von rund einer Millionen Euro über XETRA die Hände, waren es am Tag der Veröffentlichung Aktien im Wert von beinahe sechs Millionen Euro.

Natürlich kann man die Kursbewegungen an den einzelnen Handelstagen nicht vollständig dieser einen Sache zuschreiben. Außerdem gab es bei beiden Unternehmen bereits vor den offiziellen Presseterminen Informationen und Hinweise über ihre Pläne.

Auf den ersten Blick scheint es dennoch so, als ob der Markt den Sixt-Plänen deutlich mehr Erfolgsaussichten einräumen würde. Beim zweiten Blick komme ich aber zu einer anderen Schlussfolgerung.

Die sehr hoch erscheinenden prozentualen Kurszuwächse bei Sixt führten zu einer Steigerung der Marktkapitalisierung von 265 Millionen Euro. Sehr überschaubar im Vergleich zur derzeitigen Daimler-Marktkapitalisierung von rund 56 Milliarden Euro. Eine Steigerung der Marktkapitalisierung bei Daimler um 265 Millionen Euro wäre ein prozentuales Kursplus bei der Daimler-Aktie von nicht einmal 0,5 %.

Trotz der starken Kursgewinne der Sixt-Aktie hat der Markt meiner Meinung nach also noch nicht entschieden, ob er dem Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Daimler oder dem Sixt-Vorstoß größere Erfolgsaussichten einräumen soll.

Unbestritten ist aber, dass ein adressierbarer Markt von 400 Milliarden Euro für ein Unternehmen wie Sixt, mit einer heutigen Marktkapitalisierung von 3,8 Milliarden Euro, deutlich attraktiver scheint als für ein Unternehmen, welches heute schon eine Marktkapitalisierung von beinahe 60 Milliarden Euro hat. Die prozentuale Kursveränderung der Sixt-Aktie spricht hier Bände.

Für Investoren zeigt das auch, dass die Konzentration auf die heutige Marktkapitalisierung und die Größe der adressierbaren Märkte aussagekräftige Kennzahlen sind, die man vor jeder Investitionsentscheidung abschätzen sollte.

Denn, die aussichtsreichen Aktien sind meiner Meinung nach diejenigen, hinter denen Unternehmen stehen, deren heutige Marktkapitalisierung im Vergleich zum künftig adressierbaren Markt deutlich kleiner ist. Diese Unternehmen versprechen im Falle des Erfolges die höchsten Renditen für Investoren.




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Offenlegung: Sven besitzt Aktien von BMW und Daimler. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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