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3 Gründe, warum die Aumann-Aktie besser als ihre Kursentwicklung ist

Seit ihrem Börsengang sind Aumann (WKN: A2DAM0)-Aktien um etwa 49 % gefallen (05.03.2019). Seit dem Hoch im Oktober 2017 hat sich der Wert sogar um 72,2 % reduziert (05.03.2019). Nun könnte man schlussfolgern: Das Unternehmen ist sehr, sehr schlecht. Alles verkaufen. Dies ist häufig unsere menschliche Reaktion, wenn etwas nicht so gut läuft.

Ich glaube dagegen, man sollte auch immer einen Blick hinter die Kulissen (auf das operative Geschäft) werfen und nicht nur die Oberfläche (den Kurs) betrachten. Also lass uns einmal einen genaueren Blick auf die Aumann-Aktie werfen.

Ursachen für den Kursrückgang

Die Erfahrung und Historie zeigt, dass Unternehmen meist mit zu hohen Bewertungen an die Börse gebracht werden. Schließlich möchte man möglichst viel Geld einnehmen. Deshalb ist der Aktienkauf zum Börsengang meist ein Verlustgeschäft. So war es auch bei Aumann. Die Aktie notierte kurz nach dem Börsengang zu einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 18,8, was sehr teuer ist (05.03.2019).

Es ist immer wieder zu beobachten, dass Anleger bei Modethemen und in großer Hoffnung die Bewertung vollkommen vergessen und in Folge überbezahlen. Eine angemessene Bewertung für Maschinenbauer wie Aumann liegt dagegen, meiner Meinung nach, etwa bei einem KBV von 2.

Und trotz weiter steigender Ergebnisse in den Jahren 2017 und 2018 begann der Kurs bereits im Oktober 2017 zu fallen. Würden also nur die Ergebnisse eine Rolle spielen, hätte die Aktie weiter steigen müssen.

Ein weiterer Grund für den aktuellen Rückgang ist natürlich die Konjunkturanfälligkeit des Geschäfts. Da sich im Laufe des Jahres 2018 die Aussichten für die Wirtschaft eintrübten, erwartete der Markt auch bei Aumann früher oder später schlechtere Ergebnisse. Nun hat das Unternehmen seine Erwartungen für 2019 auf ein leichtes Wachstum zurückgenommen.

Die folgenden Gründe sprechen langfristig dennoch für das Unternehmen und seine Aktien.

1. Positive Geschäftsentwicklung

Aumann konnte seit 2015 in jedem Jahr seinen Umsatz und seinen bereinigten operativen Gewinn steigern. Dabei zog der Umsatz im Durchschnitt sogar um 46 % pro Jahr an. Auch 2018 wuchsen der Umsatz und der operative Gewinn um 38,2 beziehungsweise 39,5 %. Dabei konnte das Unternehmen seine Kundenbasis weiter ausbauen. Zudem weist Aumann mit 55 % Eigenkapital eine solide Bilanz auf.

2. E-Mobilität mit aussichtsreicher Zukunft

Das Segment E-Mobilität trägt mittlerweile 36 % zum Gesamtumsatz bei und dieses wird wahrscheinlich auch noch über die kommenden Jahre deutlich zulegen. Darauf weisen die Auftragseingänge hin, die im letzten Jahr mit 10,9 % deutlich stärker wuchsen als die Gesamtauftragseingänge des Unternehmens, die nur um 3 % stiegen.

Allein 2018 wuchs hier der Umsatz um 72,7 %, wobei der Geschäftszweig profitabel ist. Dies ist Aumann hoch anzurechnen, denn viele Unternehmen in neuen, aufstrebenden Bereichen schreiben lange Zeit meist nur Verluste.

Und tatsächlich rechnet Aumann bis 2023 weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten. Auch dies belegt, dass die Firma ein gutes Geschäft besitzt und hauptsächlich die hohe Bewertung für den Kursrückgang verantwortlich war.

3. Die Aktie ist deutlich günstiger geworden

Aufgrund des Kursverfalls ist die Aktie nun wieder fair bewertet. Heute liegt das KBV bei 2, was nicht mehr zu teuer ist (05.03.2019). Langfristig wird sie aber volatil bleiben, denn in Krisenphasen kann der Bedarf an Spezialmaschinen zum Bau von Elektro(-Motoren) auch stark einbrechen.

In diesen Situationen sind auch einzelne Verlustjahre möglich. Aufgrund der guten Bilanz sollte Aumann diese Phasen aber überstehen. Aktuell ist die Aktie also deutlich interessanter als noch 2017. Kurzfristig könnte sie aber bei einer weiteren Konjunkturabkühlung auch noch tiefer sinken.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.