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Tilray überholt Aurora Cannabis und Canopy Growth im amerikanischen Hanfmarkt

Foto: Getty Images.

Tilray (WKN:A2JQSCY) hat gerade sehr deutlich klargestellt, dass das Unternehmen die Chance auf dem US-Hanfmarkt sehr ernst nimmt. Der kanadische Marihuana-Produzent kündigte einen Schritt zur Übernahme des weltweit größten Hanf-Lebensmittelunternehmens Manitoba Harvest von Compass Group Diversified Holdings für bis zu 419 Mio. CAD an, was rund 318 Mio. US-Dollar entspricht.

Die Lebensmittel auf Hanfbasis von Manitoba Harvest werden in über 16.000 Geschäften in den USA und Kanada verkauft. Die Investoren fanden die Entscheidung  gut, da die Aktien des Marihuana-Produzenten im Intraday-Handel um fast 5 % stiegen. Tilrays Übernahme von Manitoba Harvest sollte jedoch mehr als nur einen vorübergehenden Gewinn bringen.

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Mit dem neuen Deal scheint Tilray die größten Rivalen – Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Canopy Growth (WKN:A140QA) – zu überholen und will natürlich auch Anspruch auf diesen potenziell riesigen Markt erheben.

Führend bei Marihuana-Aktien

Keiner der drei größten kanadischen Marihuana-Produzenten scheute sich davor, den Wunsch zum Ausdruck zu bringen, in den Markt der Vereinigten Staaten einzutreten. Jedoch ist es für sie nicht möglich, Marihuana-Geschäfte in den USA zu betreiben und ihre Notierungen an den wichtigsten Börsen beizubehalten, während Marihuana auf Bundesebene illegal bleibt.

Hanf ist eine andere Geschichte. Hanf ist als Cannabis definiert, das einen niedrigen Gehalt an dem psychoaktiven Bestandteil THC enthält. Die USA haben Hanf jedoch im Dezember 2018 legalisiert. Das ebnete den Weg für die großen kanadischen Marihuana-Produzenten, in den US-Hanfmarkt einzusteigen.

Canopy Growth war das erste Unternehmen, in diesen Bereich einzusteigen. Das Unternehmen gab im Januar bekannt, dass sich eine Lizenz zur Herstellung und Verarbeitung von Hanf im Bundesstaat New York gesichert hat. Canopy plant auch, zwischen 100 und 150 Mio. US-Dollar für den Bau einer großen Hanfproduktionsanlage in New York auszugeben.

In der Zwischenzeit war Aurora Cannabis viel vorsichtiger. CEO Terry Booth sagte in der letzten Telefonkonferenz, dass Aurora „in den US-Markt eintreten würde, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen und wenn es legal ist“.

Befindet sich Aurora Cannabis in einer schwierigen Lage? Das scheint zumindest der Fall zu sein. Mit der Übernahme von Manitoba Harvest liegt Tilray jedoch vor den beiden größeren Wettbewerbern.

Canopy Growths Co-CEO Bruce Linton erklärte letzte Woche, dass sein Unternehmen erwartet, Hanf-basierte Cannabidiol (CBD)-Produkte bis Ende 2019 in den USA zu vermarkten, wo sie erlaubt sind. Tilray wird auch Hanfprodukte auf dem amerikanischen Markt haben, sobald der Manitoba Harvest-Deal innerhalb der nächsten 30 Tage abgeschlossen ist. Während Canopy darauf wartet, dass die Produkte in den USA zum Verkauf bereitstehen und Aurora Cannabis seine Möglichkeiten prüft, wird sich Tilray auf dem Markt etablieren.

Wie groß ist die Chance?

Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, wie großartig der CBD-Markt für Hanf in den USA wirklich sein wird. Das Hemp Business Journal prognostiziert, dass der Markt bis 2022 auf 1,3 Mrd. US-Dollar wachsen wird, was eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von mehr als 27 % widerspiegelt.

Das Cannabis-Martkforschungsunternehmen Brightfield Group hingegen ist viel optimistischer. Es schätzt, dass der CBD-Markt für Hanf in den USA bis 2022 auf 22 Mrd. US-Dollar ansteigen wird. Die Brightfield Group erkennt an, dass die Prognose höher ist als die meisten anderen Prognosen, glaubt jedoch, dass ihre Schätzung konservativ sein könnte.

Die Brightfield Group erklärte, dass das Unternehmen „keine rosafarbene Brille hat, was den bizarren und anspruchsvollen regulatorischen Rahmen betrifft, der diese Branche umgibt“. Das Forschungsunternehmen ist jedoch der Meinung, dass „es zu viel Dynamik, zu viel Nachfrage und zu viel Potenzial gibt, damit diese Branche nicht explodiert“.

Ein kluger Schachzug

Tilrays Übernahme von Manitoba Harvest scheint ein kluger Schachzug zu sein. Der Deal verschafft Tilray eine unmittelbare Position auf dem nordamerikanischen Hanf-CBD-Markt, und die Struktur der Übernahme kommt Tilray ebenfalls zugute. Tilray finanziert die Übernahme sowohl durch Barmittel als auch durch die Aktien – über ein Fünftel des Kaufpreises ist erst sechs Monate nach Abschluss der Übernahme fällig.

Diese Übernahme ist nur das jüngste Beispiel für Tilrays Fähigkeit, Geschäfte zu machen. Die Übernahme von Natura Naturals im vergangenen Monat hat die Produktionskapazität mit nur einem Deal erhöht, der zum Teil aus Barmitteln und zum Teil aus Aktien bestand, wobei ein großer Teil des Kaufpreises an das Erreichen bestimmter vierteljährlicher Produktionsmeilensteine über einen Zeitraum von 12 Monaten gebunden war.

Tilray hat gezeigt, dass das Unternehmen den gesamten Cannabis-Markt gewinnen möchte. Mit dem Eintritt in den potenziell lukrativen US-Hanfmarkt scheinen die Chancen, eine führende Rolle zu übernehmen, größer denn je zu sein.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 20.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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