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Canopy Growth: 8 Fakten über die Performance des letzten Quartals

Foto: Getty Images.

Kanadas größtes Cannabis-Unternehmen, Canopy Growth (WKN:A140QA), präsentierte letzte Woche die Quartalsergebnisse, die zeigen, dass der Verkauf von Freizeit-Marihuana einen sehr guten Start hatte. Das Unternehmen, das im vergangenen Quartal seine Position als Marktführer in diesem aufstrebenden Markt beibehalten hat, lieferte eine Menge von Informationen über sein Geschäft und seine Zukunft. Hier sind die Fakten, die jeder, der Canopy Growth verfolgt, wissen sollte.

1. Rasant steigende Einnahmen

Die Bruttoeinnahmen aus dem Verkauf von Marihuana betrugen 97 Mio. CAD im Quartal, das am 31. Dezember endete. Wenn man jedoch die Verbrauchssteuern, die das Unternehmen für die Kunden zahlt, abzieht, betrugen die Netto-Einnahmen 83 Mio. CAD. Das ist ein Plus von 283 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist ausschließlich auf die Öffnung des kanadischen Marktes für Freizeit-Marihuana am 17. Oktober zurückzuführen. Die Umsätze mit Freizeit-Cannabis in ganz Kanada beliefen sich auf 58 Mio. CAD.

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2. Mehr Kilogramm verkauft, aber eine geringere Ausbeute

Canopy Growth verkaufte im letzten Quartal 10.102 Kilogramm und Kilogrammäquivalente — ein Plus von 334 % gegenüber dem Vorjahr und 360 % gegenüber dem Vorquartal. Der Anstieg der verkauften Kilos war jedoch darauf zurückzuführen, dass die Lagerbestände vor dem Verkauf von Freizeit-Cannabis aufgestockt wurden und nicht auf einen Anstieg der geernteten Kilos. Im letzten Quartal führten die Modernisierungen der Anlagen dazu, dass die Erntekilos von 15.217 Kilogramm im Vorquartal auf 7.556 Kilogramm sanken. Die Anleger sollten sich jedoch keine Sorgen machen. Die Kapazität des Unternehmens gehört zu den größten der Branche, und der Rückgang im letzten Quartal sollte vorübergehend sein.

3. Freizeit-Marihuana ist nicht sehr gewinnbringend

Im letzten Quartal waren die Preise für medizinisches Marihuana viel besser als die Preise für Freizeit-Cannabis. Canopys durchschnittlicher Preis für medizinisches Marihuana pro Gramm betrug 9,03 US-Dollar ohne Verbrauchssteuern, während der Preis für Freizeit-Cannabis bei nur 6,96 US-Dollar pro Gramm lag. Da die meisten Umsätze auf billigere Freizeit-Produkte entfielen, sanken die Durchschnittspreise unternehmensweit auf 7,33 US-Dollar pro Gramm gegenüber 8,30 US-Dollar im Vorjahresquartal.

4: Eine geringere Umsatzzunahme bei medizinischem Marihuana

Der Fokus auf den Markt für Erwachsene könnte zu einem leichten Umsatzwachstum bei medizinischem Marihuana in diesem Zeitraum beigetragen haben. Der Umsatz von medizinischem Marihuana stieg auf 25,4 Mio. CAD gegenüber 23,3 Mio. CAD im Vorquartal, was einem Anstieg von 9 % entspricht. Der einstellige Anstieg war deutlich geringer als in den vergangenen Quartalen, übertraf jedoch trotzdem den von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Kanadas zweitgrößter Marihuana-Aktie. Das Umsatzwachstum von medizinischem Marihuana bei Aurora Cannabis lag im Quartalsvergleich bei 8 %.

5. International: großartige Chancen, jedoch eine langsame Entwicklung

Kanadas Marihuana-Markt hat laut Statistics Canada ein Volumen von 6 Mrd. CAD. Die globalen Ausgaben für Marihuana belaufen sich jedoch auf 150 Mrd. US-Dollar pro Jahr, sodass anderswo größere Möglichkeiten bestehen. Canopy Growth hat sich in anderen wichtigen Märkten, einschließlich Deutschland, etabliert, aber der Umsatz steigt nur langsam.

Trotz aller Maßnahmen betrug der Umsatz auf den internationalen Märkten im letzten Quartal nur 2,7 Mio. CAD, gegenüber rund 2,3 Mio. CAD im Vorquartal. In den neun Monaten bis zum 31. Dezember betrug der Auslandsumsatz 8,3 Mio. CAD, nach 1,4 Mio. CAD im Vorjahr.

6. Den richtigen Produktmix finden

Da der Löwenanteil des Umsatzes mit preisgünstigen Freizeit-Produkten erzielt wird, ist es für Canopy Growth wichtiger denn je, den Umsatz mit Extrakten, einschließlich Ölen, zu steigern, die höhere Preise erzielen und bessere Margen bieten. Der Produktmix blieb im vergangenen Quartal solide. Die Extrakte machten 30 % des Freizeit-Umsatzes und 42 % des medizinischen Umsatzes aus. Insgesamt machten Öle und Gel-Caps 33 % des gesamten Produktumsatzes aus, gegenüber 23 % vor einem Jahr.

7. Sinkende Bruttomarge

Die Ausgaben im Bereich von Expansionsprojekten, die noch nicht in Betrieb waren, haben die Herstellungskosten der verkauften Produktion im letzten Quartal stark belastet. Die Bruttomarge sank im Berichtszeitraum auf 13 %, gegenüber 76 % im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Marktwertanpassungen, die sich von Quartal zu Quartal drastisch ändern können, sank die Bruttomarge auf 19 % gegenüber 55 % im Vorjahr. Die Marge sollte sich jedoch verbessern, da die Anlagen in Betrieb gehen, sodass die Investoren vielleicht nicht zu viel über die schlechte Performance im letzten Quartal nachdenken sollten.

8. Ein Cash-Generator

Als Canopy Growth im vergangenen Jahr 38 % des Unternehmens an Constellation Brands (WKN:871918) verkaufte, flossen rund 4 Mrd. US-Dollar. Dadurch hat das Unternehmen die tiefsten Taschen in der Branche. Zum 31. Dezember hatte Canopy 4,1 Mrd. CAD in bar, mit denen das Unternehmen expandieren, Prozesse automatisieren, Übernahmen tätigen oder neue Märkte erschließen kann. Das Geld wird bereits gut eingesetzt. Canopy erwarb das in Colorado ansässige Hanf-Forschungsunternehmen Ebbu für 330 Mio. US-Dollar im vergangenen Herbst und das Management kündigte im vergangenen Monat Pläne an, bis zu 150 Mio. US-Dollar zu investieren, um einen Hanf-Innovationspark im Staat New York zu errichten. Canopy Growth klärt die Einzelheiten bezüglich des Standorts New York, erwartet jedoch, dass das Unternehmen bereits Ende 2019 Hanf in New York verarbeiten kann. Dies wird dem Unternehmen seine erste Gelegenheit geben, den massiven amerikanischen Markt zu erschließen.

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The Motley Fool besitzt keine der oben genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Constellation Brands.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 20.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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