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Ist Auxly Cannabis ein Kauf?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Auxly Cannabis (WKN:A2JNSX) verlor 2018 mehr als die Hälfte ihres Wertes und ist damit eine der bislang 10 schlechtesten Cannabisaktien des Jahres. Im Jahr 2019 ist die Aktie bisher um fast 20 % gesunken, während die Aktien der meisten Wettbewerber eher steigen konnten. Aber ist Auxly jetzt ein derartiges Schnäppchen, dass langfristig denkende Investoren jetzt zuschlagen sollten?

Die guten News…

Der Aktienkurs von Auxly spiegelt nicht das enorme Potenzial des Unternehmens wider. Das ist nämlich auf jeden Fall vorhanden.

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Wie groß der globale Marihuanamarkt am Ende sein könnte, darüber gibt es mehrere Schätzungen. Prognosen von 100 Milliarden USD oder mehr innerhalb des nächsten Jahrzehnts scheinen allerdings nicht zu hoch gegriffen zu sein. Auxly selbst schätzt, dass der Gesamtmarkt bis 2024 bei fast 50 Milliarden USD liegen könnte. Das Unternehmen muss in einem Markt dieser Größenordnung dann nicht einmal ein Big Player werden, um enorm erfolgreich zu sein.

Auxly bietet seinen Investoren einen entscheidenden Vorteil, den die meisten Cannabisaktien nicht haben: die Diversifizierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die umsatzstarken Partnerschaften, Joint Ventures, Beteiligungen und Tochtergesellschaften des Unternehmens sorgen dafür, dass Auxly in den Bereichen Upstream (Anbau), Midstream (Extraktion und Verarbeitung) sowie Downstream (Vertrieb und Verkauf) im Cannabis-Biz tätig ist.

Mit seinen Upstream-Partnerschaften ist Auxly in diesem Jahr dabei, eine jährliche Produktionskapazität von rund 50.000 Kilogramm zu erreichen. Das Unternehmen rechnet damit, bis Ende 2021 dieses Niveau auf 170.000 Kilogramm anzuheben.

Langfristig könnten die attraktivsten Gewinne im Midstream-Bereich des Geschäfts erzielt werden. Die Tochtergesellschaft DoseCann von Auxly, die über Extraktions- und Verarbeitungsbetriebe verfügt, könnte ein besonders großer Gewinner sein.

Auxly konzentriert sich nicht nur auf Marihuana. Mit der Mehrheitsbeteiligung an der in Uruguay ansässigen Inverell verfügt das Unternehmen in Südamerika über einen großen Hanfbetrieb.

…und die schlechten News…

Trotz seiner beeindruckenden Bemühungen im Bereich der Abwicklung und des Handels hat Auxly noch keinen Cent Gewinn erzielt. Im dritten Quartal 2018 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von insgesamt fast 4,6 Millionen CAD bzw. rund 3,5 Millionen USD.

Auxlys Problem ist nicht nur, dass man viel Geld ausgibt (und das tut es); das Unternehmen macht einfach auch nicht viel Umsatz. Im dritten Quartal belief sich der Umsatz von Auxly auf insgesamt schwache 512.000 CAD – etwa 385.000 USD.

Das Hauptproblem für Auxly ist, dass die meisten seiner Upstream-Partner gerade erst dabei sind, ihre Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Man kann halt nur das an den Mann bringen, was man auch als Ware zu verkaufen hat.

Das zeigt, wie abhängig Auxlys Schicksal von anderen ist. Das Unternehmen stieß dabei kürzlich auf ein Problem. Auxly und FSD Pharma gründeten ein Joint Venture zur Entwicklung eines Teils der Cannabisanlage von FSD in Ontario. Das allerdings ging dann schief, weil Auxly den Partner als „vertragsbrüchig im Zusammenhang mit Management- und Personalverpflichtungen“ bezichtigte.

…und die noch schlimmeren News

Das Schlimmste an einer Investition in Auxly Cannabis ist die fast schon lächerlich hohe Menge an Verwässerung.

Auxly muss auf eine Menge Kapital zugreifen, um alle Geschäfte zu finanzieren, die es abschließt. Leider ist man dabei zu großen Teilen auf Bought-Deal-Finanzierungen angewiesen. Dabei werden neue Aktien mit Underwritern ausgegeben, die sich verpflichten, das gesamte Preisrisiko zu übernehmen, indem sie die Aktien im Voraus kaufen.

Obwohl diese Bought-Deal-Finanzierungen für Auxly genügend Mittel reinholen, reduziert die Ausgabe neuer Aktien den Wert der bestehenden Aktien. Die Marktkapitalisierung von Auxly ist im vergangenen Jahr um 48 % gestiegen – aber der Aktienkurs ist aufgrund der Verwässerung um mehr als 50 % gefallen.

Kaufen oder nicht kaufen?

Einige der Probleme von Auxly Cannabis könnten mit der Zeit abnehmen. Die Partner des Unternehmens sollten beginnen, ihren Umsatz zu steigern, wobei Auxly dann seinen Anteil daran erhält. Und sobald Auxly mehr Geld reinholt, wird es weniger abhängig von der verwässernden Art der Finanzierung sein.

Auch wenn Auxly auf lange Sicht sehr gut erfolgreich sein könnte, bin ich der Meinung, dass es sich nach wie vor um eine Aktie handelt, die man im Auge haben, aber noch nicht kaufen sollte. Ich denke, dass es einige andere Cannabisaktien gibt, die in einer besseren Lage sind, um ihren Anlegern eher früher als später schöne Renditen zu liefern.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Auxly Cannabis Group. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 17.2.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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