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Marihuana-Aktien: Kanadier auf der Suche nach „Stupid German Money“

Foto: Getty Images.

Marihuana-Aktien bleiben heiß. Wer im richtigen Moment auf die richtigen Unternehmen setzt, der kann in diesem stürmischen Segment richtig fette Rendite machen. Allerdings gilt es dabei auch, einige Stolperfallen zu umschiffen. Hier erfährst du, was du wissen muss, damit sich deine Cannabis-Träume nicht in Rauch auflösen.

1. Die weitere Marktentwicklung ist keineswegs eine ausgemachte Sache

Bisher sieht alles nach einer mächtigen und unaufhaltsamen Welle aus, die über die ganze Welt schwappen wird. Kanada und einige kleinere Länder haben die Schleusen geöffnet, eine wachsende Anzahl von US-Bundesstaaten zieht mit und auch bei uns wächst die Akzeptanz zumindest für medizinisches Cannabis.

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Durch die umfassende staatliche Kontrolle haben Behörden nun ein weiteres Instrument in der Hand, um über Sonderabgaben, Lizenzen und Steuern ihre Einnahmen auf Kosten der illegalen Dealer signifikant zu steigern. Für die Politik kann das einen Anreiz darstellen, weitere Restriktionen aufzuheben und das Marktpotenzial für Marihuana auszuweiten.

Auf der anderen Seite muss man aber damit rechnen, dass das Wachstum schon viel früher einen Dämpfer erfahren wird. Es ist beispielsweise nicht abzusehen, dass die USA auf Bundesebene ihre Haltung gegen das Rauschmittel ändern werden. Ähnlich sieht es bei der Weltgesundheitsorganisation und der Rauschgift-Kommission der UNO aus. Trotzdem stehen die internationalen Chancen für medizinische Anwendungen gut.

Dieser Markt soll Prognosen zufolge schneller wachsen als der rein genussorientierte Konsum. Allerdings ist es möglich, dass der aufwendige natürliche Produktionsprozess der Wirkstoffe über Hanfpflanzen in einigen Jahren durch synthetische Herstellungsverfahren oder andere effizientere Methoden auf Basis von Algen, Hefen oder Bakterien zu einem bedeutenden Teil ersetzt wird.

Was weitere derivative Produkte wie Cremes zur äußerlichen Anwendung und Getränke angeht, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es sich eher um vergängliche Moden handelt. Man kann also durchaus anzweifeln, ob dieser Markt wirklich so wahnsinnig groß und profitabel wird. Aber lass uns im Folgenden mal davon ausgehen, dass die Flutwelle sich ihren Weg bahnen wird.

2. Es wird viel Schindluder getrieben

Wenn der Absatz schnell genug wächst, dann gewinnen alle, richtig? Nun, wahrscheinlich nicht. Denn längst nicht alles, was grasgrün glänzt, ist auch wirklich aussichtsreich. Man muss sich das so vorstellen, dass sogenannte Serien-Entrepreneure und gewiefte Geldgeber in den Finanzzentren Kanadas regelmäßig die Köpfe zusammenstecken und überlegen, auf welcher Welle man kurzfristig reiten könnte. Vor 20 Jahren hieß diese Welle „Dot.com“, später „Nano“, „Cobalt“ oder „Crypto“ und jetzt eben „Marijuana“.

Entsprechend werden zügig passende Teams zusammengetrommelt und Wege gesucht, um Millionenbeträge einzuwerben. Nicht selten wird dann ein toter Pennystock zu neuem Leben erweckt, um aufwendige Behördenprozesse zu umgehen. „Nano Materials International, Inc.“ nennen sie dann einfach zum Beispiel in „Super Cannabis Group, Inc.“ um, und schon kann es auf Anlegerjagd gehen. Statt eigener Technologie verfügen sie zwar vielleicht lediglich über eine alte Halle, in der potenziell Hanf angebaut werden könnte. Gleichzeitig wird aber versprochen, das eingesammelte Geld in die „absolut aussichtsreichsten“ Start-ups zu investieren.

Auf diese Weise entsteht ein stetiger Geldfluss in Richtung der tatsächlichen Marihuana-Betriebe, selbstredend unter Abzug einer saftigen Berater- und Managementvergütung. Weil man in Kanada bestimmt schon gut versteht, wie das Spiel läuft, und die dortigen Anleger besser zwischen Gut und Böse unterscheiden können, versuchen die Promoter ihr Glück zunehmend auf Auslandsmärkten wie Deutschland.

Die Website der jeweiligen Firma bekommt dafür eine grob übersetzte deutsche Version und in einer reißerischen Selbstdarstellung werden dreistellige Renditen in Aussicht gestellt. Ich denke, man sollte sich nicht täuschen lassen. Wenn dich dieser Markt interessiert, dann gehören Unternehmen in den Vordergrund gerückt, die bereits echte Erfolge über mehrere Jahre hinweg vorzuweisen haben.

3. Der Verwässerungseffekt schlägt regelmäßig zu

Die zuvor dargestellte Form des Geldeintreibens liegt neben dem hohen Risiko vor allem daran, dass es US-Banken verboten ist, Marihuana-Unternehmen zu finanzieren. Folglich spielen die eigenen Aktien als Akquisitionswährung eine wichtige Rolle. Eingeworbenes Geld wird für das organische Wachstum und die Bezahlung des Managements und der Mitarbeiter gebraucht, während die Übernahme von Mitbewerbern regelmäßig über die Ausgabe von neuen Aktien erfolgt.

Auf diese Weise steigt die Anzahl von Anteilen in manchen Fällen exponentiell an, sodass sich die Frage stellt, ob durch solche Transaktionen für die Aktionäre Wert geschaffen wird. Schließlich liegt der rechnerische Kaufpreis in der Regel meist weit über dem Substanzwert. Als Anleger müssen wir dort ein strenges Auge darauf haben. Optimalerweise besitzt das übernehmende Unternehmen eine Art Plattform, die neue Töchter fließend integrieren und dann deutliche Synergien schöpfen kann.

Selbst dann kommt es aber auf die Qualität des Managements an, damit nicht zu viel bezahlt wird auf Kosten bestehender Aktionäre.

Guter Rat ist teuer

Es ist nicht leicht, sich im Dschungel der Cannabis-Unternehmen zurechtzufinden. Es sind so viele Dinge zu beachten, um die zukünftigen Gewinner von den Täuschern zu unterscheiden. Ohne eine fundierte Meinung zur Entwicklung des Gesamtmarkts und ein klares Bild von der Qualität eines Kandidaten solltest du wohl höchstens mit sehr kleinem Einsatz mitmischen.

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