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Daimler-Aktie: Jetzt kommt die Rechnung für das Wachstum der letzten Jahre

Foto: Getty Images

Eigentlich hätte es für Daimler (WKN:710000) in den letzten Jahren kaum besser laufen können. Der Fahrzeugabsatz brummt und die Konkurrenz konnte man in dieser Hinsicht deutlich hinter sich lassen, was dazu geführt hat, dass man nach Jahren auf Platz zwei oder drei endlich wieder die Marktführung im Luxussegment zurückerobern konnte. Trotzdem ist der Verlauf des Aktienkurses eine bittere Enttäuschung, denn wer mit der Daimler-Aktie über die letzten fünf Jahre Geld verdienen wollte, musste schon ein extrem glückliches Timing an den Tag legen und fleißig kaufen und verkaufen. Andernfalls hätte die Aktie jeden investierten Euro auf magische Weise in nur noch knapp 80 Cent umgewandelt.

Die fetten Jahre sind vorbei

Die Ursachen hierfür sind denkbar einfach: Die fetten Jahre sind vorbei! Der Konzern beginnt jetzt ernsthaft mit der Einführung von Elektrofahrzeugen, nachdem man in diesem Bereich eher halbherzig unterwegs war. Doch nun gibt es von der EU strenge Auflagen, die dazu führen, dass Verbrennungsmotoren keine Zukunft mehr haben werden und die Konzerne dazu gezwungen sind, auf alternative Antriebe umzusteigen.

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Hinzu kommt, dass aus dem einstmals belächelten kleinen Konkurrenten Tesla (WKN:A1CX3T) ein ernstzunehmender Konzern mit hohen Verkaufszahlen geworden ist. Beispielsweise ist das Model S in Europa in der Luxusklasse sehr beliebt und vor wenigen Wochen begann die Auslieferung der ersten Model 3 in Europa, womit die Verkaufszahlen in die Höhe schießen dürften.

Man kann es sich also nicht leisten, nicht auf den Elektromobilitätszug aufzuspringen, auch wenn das jahrelange Doppelentwicklungen bedeutet, die den Gewinn massiv belasten dürften. Ein kompletter Umstieg von heute auf morgen ist nicht denkbar, was dazu führt, dass auch weiterhin Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben entwickelt werden müssen.

Doch auch von anderer Seite gibt es massiven Druck. Denn insbesondere in den USA gibt es einige extrem finanzkräftige Konzerne, die viel Geld in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge investieren.

Finanzkräftige Startups bedrohen das Geschäft

Autonome Fahrzeuge haben das Potenzial, das gesamte Geschäftsmodell der Automobilbranche auf den Kopf zu stellen. Denn warum ein Auto kaufen, wenn ich mich jederzeit vom gewünschten Fahrzeugtypen an jeden beliebigen Ort chauffieren lassen kann?! Die Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, dass die hauseigene Software bis Jahresende so weit sein soll, einen Passagier ohne Fahrereingriff von A nach B fahren zu können, dürfte daher so manchem Angst gemacht haben.

Doch Daimler reagiert auch auf die sich verändernden Kundenwünsche und hat gerade erst sein Carsharing-Unternehmen Car2Go mit dem des Konkurrenten BMW (WKN:519000) zusammengelegt, um zusammen effizienter investieren zu können.

Doch ob sich all die Investitionen auch lohnen werden, steht noch in den Sternen. Bis es so weit ist, dürfte es keine Frage sein, dass die Gewinne zumindest vorerst empfindlich beeinträchtigt werden und die Dividende auch nicht so schnell wieder das alte Niveau erreichen dürfte. Meiner Meinung nach bewegt sich Daimler mit der Initiative im Carsharing und den neuen Elektrofahrzeugen in die richtige Richtung, doch dürfte man Schwierigkeiten haben, mit finanzstarken Startups mitzuhalten, die innovative Geschäftsmodelle testen und agiler sind, als man es von einem großen Konzern erwarten kann.

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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