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Warren Buffett hat gerade diese Aktien verkauft

Warren Buffett hat es uns endlich verraten. Berkshire Hathaway (WKN:854075)(WKN:A0YJQ2) gibt in einer vierteljährlichen Einreichung bei der SEC Commission an, welche Aktien es kürzlich verkauft hat, und diese Einreichung wurde am Donnerstag veröffentlicht. Die Liste enthält eine Airline-Aktie, eine Energie-Aktie und einen überraschenden Sinneswandel bei einer Top-Technologie-Aktie. Folgendes solltest du über die Aktien wissen, die Buffett im vierten Quartal verkauft hat.

Fluggesellschaften haben Federn gelassen

Durch Investitionen in Fluggesellschaften hat Buffett in der Vergangenheit viel Geld verloren und diese als schreckliche Investitionen bezeichnet. Dennoch hat Buffett 2017 noch eine der größten Fluggesellschaften des Landes in das Portfolio von Berkshire Hathaway aufgenommen, und in den letzten Quartalen hat er sein Engagement in der Branche nochmal neu abgestimmt.

Im dritten Quartal fügte er Aktien von Delta Air (WKN:A0MQV8) hinzu, verkaufte aber 1 Million Aktien von American Airlines (WKN:A1W97M), 700.000 Aktien von United Continental (WKN:A1C6TV) und 500.000 Aktien von Southwest (WKN:923953).

Das Trimmen des Portfolios wurde im vierten Quartal fortgesetzt. Buffett verkaufte im letzten Quartal 15 % seiner Beteiligung an United Continental, wodurch sich die Position von Berkshire auf 21,9 Millionen Aktien verminderte; und er verkaufte 1,2 Millionen Aktien von Southwest, wodurch seine Beteiligung auf 54,8 Millionen Aktien reduziert wurde. Die Positionen von Berkshire in American Air und Delta Air blieben im Berichtszeitraum unverändert bei 43,7 Millionen Aktien bzw. 65,5 Millionen Aktien.

Die United-Continental-Aktien erreichten im Dezember 52-Wochen-Hochs, so dass Buffetts Umsätze möglicherweise einfach eine Gewinnmitnahme waren. Q4 war für Southwest härter, aber die Aktien zogen im November um etwa 10 % an, so dass Gewinnmitnahmen auch dort vielleicht eine Rolle gespielt haben.

Es bleibt abzuwarten, was Buffett als nächstes mit seinen Fluglinienaktien tun wird. Aber die kontinuierliche Optimierung seiner Positionen deutet darauf hin, dass es sich hierbei möglicherweise nicht um langfristige Kernbeteiligungen handelt, zumal er im letzten Quartal das Engagement in Aktien von Fluggesellschaften nicht erhöht hat.

Rückzug von einer Energie-Aktie.

Vielleicht war Phillips 66 (WKN:A1JWQU) die am wenigsten überraschende Aktie, die Buffett im letzten Quartal verkauft hat.

Die Phillips-66-Position von Berkshire Hathaway schrumpft seit einem Jahr, und im dritten Quartal verkaufte Buffett mehr als die Hälfte der verbleibenden Aktien, so dass noch 15,4 Millionen Aktien im Portfolio blieben. Im vierten Quartal verkaufte er weitere 3,5 Millionen Aktien und reduzierte damit den Anteil auf nur noch 11,9 Millionen bis zum Ende Dezember.

Buffett hat zu einem guten Zeitpunkt verkauft. Die Aktien erreichten 2018 Zehnjahreshöchststände, da die Auslastung der Raffineriekapazitäten dank einer Erholung des Ölpreises, die im Oktober zum Stillstand kam, ihren Höhepunkt erreichte.

Obwohl die Ölpreise im vierten Quartal nachgaben, konnte Phillips 66 im vergangenen Quartal noch bemerkenswerte Ergebnisse erzielen. Die realisierten Raffineriemargen stiegen um 84 % auf 16,53 US-Dollar/Barrel, da die Raffinerieauslastung mit 99 % im Wesentlichen am Maximum blieb. Das Unternehmen verzeichnete im Berichtsquartal sowohl im Midstream- als auch im Marketingbereich Rekordwerte beim Ergebnis vor Steuern.

Das reichte jedoch nicht aus, um die Investoren davon zu überzeugen, die Aktie zu halten. Der Aktienkurs von Phillips 66 fiel im Quartal um 29 %. Diese Abstrafung scheint Buffett nicht dazu verleitet zu haben, wieder zu kaufen, so dass es sein könnte, dass sich seine Aufmerksamkeit auf etwas Anderes gerichtet hat. Dafür spricht auch seine Entscheidung, im vierten Quartal eine brandneue 10,8-Millionen-Aktienposition bei Suncor Energy (WKN:A1W1XEU) zu starten, obwohl er mehr Phillips-66-Aktien verkauft hat.

Ist Apple nicht dabei?

Viele Branchenexperten setzten darauf, dass Buffett im vierten Quartal bei Apple (WKN:865985) nachkaufen würde. Die Sorgen um die Umsatzrückgänge in China und der Trend bei den Verbrauchern, länger an ihren Geräten festzuhalten, veranlassten Buffett 2016, Apple zu kaufen. Einige dachten daher, er würde den Rückgang der Apple-Aktien als weitere Chance zum Kauf nutzen, wenn ähnliche Sorgen im letzten Quartal auftauchen würden.

Dem war nicht so.

Stattdessen sank der Anteil von Berkshire Hathaway um 2,8 Millionen Aktien oder rund 1 %. Solltest du dir Sorgen machen, dass er sich von Apple abwendet? Wahrscheinlich nicht. Mit 250 Millionen Aktien im Wert von 40 Milliarden US-Dollar bleibt Apple die größte Einzelbeteiligung von Berkshire Hathaway. Noch wichtiger ist, dass es sowieso nicht Buffett war, der im letzten Quartal die Aktien verkauft hat. Laut einer E-Mail an Reuters verkaufte einer der anderen Manager von Berkshire Hathaway einige Aktien in Eigenregie, um in andere Aktien zu investieren.

Der überraschendste Verkauf von allen

Buffett ist für seine langfristige Ausrichtung bekannt, aber das wird ihn nicht davon abhalten, Fehler zuzugeben und Aktien zu verkaufen, wenn seine Rechnung nicht mehr aufgeht.

Dennoch ist es überraschend, dass Buffett eine massive Beteiligung an einem Unternehmen erwirbt, nur im nächsten Quartal eine Kehrwende zu machen und zu verkaufen. Doch genau das ist mit dem Software-Riesen Oracle (WKN:871460) passiert.

Buffett erwarb im dritten Quartal 41,4 Millionen Aktien von Oracle und verkaufte diese Position im vierten Quartal. So wurde er innerhalb von drei Monaten aus dem Nichts zum viertgrößten Investor von Oracle und zog sich gleich wieder zurück. Das ist sehr untypisch für Buffett.

Es war einmal eine Spitzentechnologie-Aktie namens Oracle, die den Markt für Vor-Ort-Technologien zur Unternehmensführung und -verwaltung dominierte. In den letzten Jahren hat der Name Oracle jedoch an Glanz verloren, da immer mehr Unternehmen auf Cloud-basierte Dienste umgestellt haben und sich das Wachstum dadurch verlangsamt hat.

Oracle reagierte mit der Entwicklung einer eigenen Suite von Cloud-Lösungen, aber es liegt immer noch hinter anderen in diesem Bereich zurück. Dennoch ist das Unternehmen nach wie vor ein Cashflow-Automat, und das hat es ihm ermöglicht, große Summen über Rückkäufe an die Investoren zurück zu geben. Es ging mit Plänen in das vierte Quartal, 12 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe auszugeben, nachdem es bereits für 10 Milliarden US-Dollar allein im zweiten Quartal die eigenen Aktien zurückgekauft hatte.

Buffett hat nicht öffentlich erklärt, warum er seine Meinung geändert hat, und es besteht immer die Möglichkeit, dass er daran denkt, die Oracle-Aktien zurückzukaufen. Diese wurden im Januar auf den gleichen Tiefständen gehandelt wie im letzten Sommer.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 16.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Southwest Airlines und empfiehlt diese. The Motley Fool besitzt Aktien von Delta Air Lines und Oracle und hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple und Long Januar 2020 US-Dollar30 Calls auf Oracle.

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