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Top-Aktien, die Warren Buffett gerade gekauft hat

Der weltberühmte Investor, Warren Buffett, hat gerade seine neuesten Käufe vorgestellt und die Aktien, die er in das Portfolio von Berkshire Hathaway (WKN:854075)(WKN:A0YJQ2) aufgenommen hat, könnten dich überraschen. Der Ruf des Orakels von Omaha bei der Auswahl großartiger Investitionen macht seine vierteljährlichen Quartalsberichte zu unverzichtbaren Nachrichten, also schauen wir uns die Topaktien an, auf die er jetzt sein Geld setzt.

Ein Fuß auf dem Gaspedal

Warren Buffett besaß am Anfang von Q4 bereits über 52 Mio. Aktien von General Motors (WKN:A1C9CM), aber anscheinend war das nicht genug. Er erhöhte seine Beteiligung an dem Automobilriesen im vergangenen Quartal um 19,8 Mio. Aktien und erhöhte so auf eine Gesamtposition von 72 Mio. Aktien. Das ist genug, damit Berkshire Hathaway in die Top 5 der größten Anteilseigner von General-Motors-Aktien kommt.

Buffetts wachsendes Interesse an GM könnte auf die erheblichen Investitionen in Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren sowie auf eine im November angekündigte Umstrukturierung zurückzuführen sein. GM plant, seine Investitionen in die Fahrzeuge der nächsten Generation und selbstfahrende Autos in den nächsten zwei Jahren zu verdoppeln und erwartet jährliche Ersparnisse von 6 Mrd. US-Dollar aufgrund der Umstrukturierung.

Die Umstrukturierung wird dazu führen, dass die Finanzen von GM kurzfristig belastet werden, aber die langfristige Rendite durch die Einsparungen macht diese Anstrengungen lohnend. Das Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein führender Anbieter von Fahrzeugen der nächsten Generation zu werden, hegt den Plan, 2019 einen selbst fahrenden Taxidienst einzuführen, und im vergangenen Monat kündigte es an, dass Cadillac Unternehmen wie Tesla im Luxussegment herausfordern wird.

Die Erhöhung der Position im letzten Quartal zahlt sich bereits aus. Am 6. Februar meldete GM einen Reingewinn von 8,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018, einschließlich eines Gewinns von 2 Mrd. US-Dollar im vierten Quartal aufgrund steigender Lkw- und SUV-Verkäufe. Das Unternehmen erwartet, dass der bereinigte Gewinn pro Aktie im Jahr 2019 zwischen 6,50 und 7 US-Dollar liegen wird, und das deutet darauf hin, dass das Unternehmen in diesem Jahr viele investorenfreundliche freie Cashflows erzielen wird, um seine Unternehmenstätigkeit zu stärken.

Eine große Wette auf Banken wird noch größer …

Warren Buffett half, den Bankensektor während der Wirtschaftskrise zu retten, aber erst im dritten Quartal 2018 stieg Berkshire Hathaway im großen Stil beim Bankenriesen JPMorgan Chase (WKN:850628) ein.

JP Morgan wird von Jamie Dimon geleitet, dem vielleicht angesehensten Unternehmensführer im Bereich der Finanzdienstleistungen. Dimon hat JPMorgan erfolgreich durch die Wirtschaftskrise und den folgenden Aufschwung geführt und Buffett findet, dass Dimons Quartalsbriefe an die Investoren ein Muss sind.

Im vierten Quartal erhöhte Buffett seine Beteiligung an JPMorgan von 35,7 Mio. Aktien auf 50,1 Mio. Aktien. Infolgedessen ist Berkshire Hathaway heute ein Top-10-Aktionär der Bank mit einer Position von fast 5 Mrd. US-Dollar. Offensichtlich ist Buffett hier langfristig engagiert, denn JPMorgans Gewinn von 1,98 US-Dollar im vierten Quartal lag 0,23 US-Dollar unter der Prognose der Branchenbeobachter. Dennoch stieg der Nettoumsatz von JPMorgan im Privat- und Unternehmensgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 13,7 Mrd. US-Dollar im Quartal und der Gesamtumsatz erreichte 2018 unternehmensweit einen Rekord von 111,5 Mrd. US-Dollar. Der Jahresüberschuss lag bei erstaunlichen 32,5 Mrd. US-Dollar.

JPMorgan hat viele Tentakel, die in der gesamten Finanzwelt verwoben sind, aber Buffetts Engagement geht über den Besitz seiner Aktien hinaus. Letztes Jahr gab Berkshire Hathaway bekannt, dass das Unternehmen mit JPMorgan und Amazon.com zusammenarbeitet, um den Gesundheitsbereich in Amerika zu revolutionieren. Als Teil dieser Bemühungen gründeten die drei Unternehmen einen gemeinnützigen Verein, um den Gesundheitsbereich umzustrukturieren und den eigenen Unternehmen und auch anderen Einsparungen zu ermöglichen. Oh, und nicht zu vergessen: Berkshire-Hathaway-Portfoliomanager Todd Combs sitzt im Vorstand von JPMorgan.

… und eine Ölwette auch

Warren Buffett liebt es, in Öl zu investieren. Er kauft üblicherweise aber keine Ölaktien und hält sie für immer. Stattdessen kauft und verkauft er sie gerne opportunistisch, wenn der Zeitpunkt stimmt. Der neueste Energieaktie, die zu seinen Gunsten gefallen ist, ist Suncor Energy (WKN:A1W1XEU), ein integriertes Energieunternehmen, das nach Erdöl und Erdgas sucht und dieses fördert. Suncor Energy transportiert und raffiniert auch Rohöl zu Treibstoffen und Chemikalien.

Berkshire Hathaway erwarb im letzten Quartal 10,8 Mio. Suncor-Energy-Aktien, aber seine Position von 301 Mio. US-Dollar ist angesichts der Größe seines Portfolios relativ moderat, sodass es nicht allzu überraschend wäre, wenn die Holding in diesem Quartal hier noch mehr Aktien kaufen würde.

Das Unternehmen landete wahrscheinlich auf Buffetts Radar wegen des Absturzes, der im letzten Quartal bei den Ölaktien stattfand. Suncor Energy ist diesem Ausverkauf nicht unbeschadet entkommen. Die Aktien stürzten von einem Höchststand von 42 US-Dollar im August 2018 auf ein Tief von 26 US-Dollar am Tag vor Weihnachten. Es scheint, dass der Rabattpreis zu günstig war, als dass die Manager von Berkshire Hathaway ihn ignorieren konnten.

Es gibt gute Gründe zu glauben, dass die Suncor-Aktie zu weit und zu schnell gefallen ist. Im Fort-Hills-Ölsandvorkommen begann man Anfang letzten Jahres mit der Ölförderung und es wird voraussichtlich eine Lebensdauer von 40 Jahren haben. Daher sollten kurzfristige Ölpreisrückgänge wahrscheinlich nicht zu weit in die Zukunft dieses Unternehmens hochgerechnet werden, zumal sinkende Ölpreise die Finanzergebnisse von Suncor im vergangenen Quartal nicht sehr deutlich belastet haben. Am 6. Februar gab Suncor bekannt, dass die Gesamtproduktion im vierten Quartal einen Rekord von 831.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erreicht hatte und ein respektabler Umsatz von 8,94 Mrd. US-Dollar erzielt wurde. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust aufgrund von Abschreibungen auf den Marktwert, aber der operative Cashflow lag im Quartal immer noch bei über 3 Mrd. kanadischen Dollar.

Als Beweis dafür, dass das Management von der Zukunft seines Unternehmens überzeugt ist, hat Suncor Anfang dieses Monats seine Dividende um 17 % erhöht, was den Anlegern eine Dividendenrendite von über 5,1 % beschert. Außerdem genehmigte der Vorstand von Suncor einen Aktienrückkauf in Höhe von 2 Mrd. kanadischen Dollar, was darauf hindeutet, dass Buffett nicht der einzige ist, der Aktien dieses Unternehmens für ein Schnäppchen hält.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 15.02.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Tesla und empfiehlt diese.