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Dividendengarant Münchener Rück mit Strategiewechsel: Es gibt viel zu gewinnen, aber …

Foto: Getty Images

Es lief zuletzt eigentlich recht rund für die Aktionäre der Münchener Rück (WKN: 843002). Erst vor wenigen Wochen konnte der weltweit größte Rückversicherer recht solide Zahlen für das inzwischen abgelaufene Geschäftsjahr 2018 präsentieren. Zudem stellte der Konzern auch eine weitere Dividendenerhöhung auf nunmehr 9,25 Euro in Aussicht. Aus Sicht der (Einkommens-)Investoren gibt es daher eigentlich wenig zu klagen.

Und wie es scheint, arbeitet die Münchener Rück nun auch mit Hochdruck daran, künftig noch profitabler zu werden. Schauen wir daher einmal, wie der Rückversicherungsdino das erreichen möchte, und vor allem wer bei diesem Prozess künftig die Strippen ziehen könnte.

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Rückversicherer stellt neuen Chief Investment Officer vor

Wie die Münchener Rück unlängst bekannt gegeben hat, wird Nicholas J. Gartside neuer Chief Investment Officer (CIO) des Konzerns. Der Posten des CIO wurde, wie derzeit berichtet wird, extra für Gartside geschaffen und somit existieren noch keine großen oder kleineren Fußstapfen, in die der neue Investmentmanager treten muss.

Ziel des neuen CIO soll es hierbei sein, das Rendite-Risiko-Profil des bisherigen Anlageportfolios der Münchener Rück ein wenig zu optimieren. Wobei der Fokus natürlich auf der Rendite liegen dürfte. In den vergangenen Jahren hat der Rückversicherer nämlich vornehmlich auf eher konservative Anlageformen gesetzt, wodurch dem Konzern einiges an Rendite und Zinserträgen entgangen sein dürfte.

Insgesamt hofft die Münchener Rück, mithilfe einer dynamischeren Kapitalverwaltung deutlich höhere Erträge zu erzielen. Sofern der Rückversicherer bei diesem Vorhaben erfolgreich ist, könnten bei einer Anlagesumme von insgesamt rund 218 Mrd. Euro bereits kleinere Verbesserungen ausreichen, um den zuletzt erzielten operativen Gewinn in Höhe von rund 2,3 Mrd. Euro ordentlich anzuschieben. So weit also zu den Plänen.

Ist es das Risiko denn auch wert?

Viele Investoren dürften sich nun allerdings stutzig fragen, ob ein solches Vorhaben das zusätzliche Risiko denn überhaupt wert ist. Denn höhere Renditen dürften auch mit höheren Risiken verbunden sein, und auch das Wörtchen dynamisch könnte in den Augen so mancher Investoren durchaus so klingen, als würden die Erträge der Münchener Rück künftig vermehrt schwanken. Ohne dich an dieser Stelle weiter auf die Folter spannend zu wollen, lautet die Antwort meiner Meinung nach: Ja, aber …

Einerseits dürfte es sich natürlich lohnen, dass die Münchener Rück versucht, aus ihrem bisherigen Kapitalstamm mehr an Erträgen herauszuholen. Vor allem weil der Rückversicherer sein bisheriges Kapital von rund 218 Mrd. Euro bislang sehr konservativ verwaltet hat, könnten hier bereits mit überschaubaren Risiken bereits deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden, die die Münchener Rück in den kommenden Jahren ein ganzes Stück voranbringen werden. Und das möglicherweise ohne größere Risiken einzugehen.

Zum anderen möchte die ansehnliche Dividendenhistorie der Münchener Rück natürlich auch weiter unterfüttert werden. Und auch hier könnten höhere Erträge natürlich zu höheren Ausschüttungen führen, weshalb auch Einkommensinvestoren diesen Schritt generell eher begrüßen sollten.

Nichtsdestoweniger sollten alle langfristig orientierten Investoren aber gerade in den kommenden Monaten oder Jahren darauf achten, wie sich diese neuen Bestrebungen im Endeffekt auszahlen und worauf die Münchener Rück künftig bei ihren Kapitalanlagen setzt.

Schließlich dürften vor allem sicherheitsbedürftige Investoren, die auf die relativ stabilen und verlässlichen Erträge und Dividenden des Rückversicherers setzen, hier investiert sein. Und für solche Investoren empfiehlt es sich natürlich, sehr genau zu beobachten, inwieweit die Ergebnisse des Rückversicherers künftig eher dynamisch werden und ob der eher defensive Konzern auch dann noch zum persönlichen Anlagestil passt.

Münchener Rück hat wohl einen Vertrauensvorschuss verdient

Trotzdem hat die Münchener Rück hier meiner Meinung nach zunächst einen Vertrauensvorschuss verdient. Bereits seit 1969 und somit seit über 50 Jahren hat der Konzern nämlich bereits so solide gewirtschaftet, dass er die eigene Dividende stets konstant halten konnte und nicht ein Mal kürzen musste.

Ich denke, der Rückversicherer wird diese Historie und seinen Ruf als Dividendengarant auch mit seinen neuerlichen Kapitalanlagen in keinster Weise verspielen wollen, sondern auch weiterhin stets auf seine defensive Klasse bedacht sein. Dennoch könnte es sich gerade für sicherheitsbedürftige Investoren anbieten, genau hinzuschauen, was sich hier künftig verändert. Einen Betrag von 218 Mrd. Euro potenziell einem leicht veränderten Risikoprofil zu unterziehen, ist schließlich alles andere als unerheblich für die weitere Ausrichtung des Versicherungskonzerns.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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