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„Lieber eine teure Aktie eines guten Unternehmens als eine billige eines schlechten“ – Börsenweisheiten richtig verstehen

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Mannomann, ist die Börse kompliziert in diesen Tagen. Geht es dir auch so? Da ist es gut, wenn man sich zur Orientierung an ein paar bewährten Regeln festhalten kann. Allerdings hat auch das seine Tücken. Die wahre Bedeutung vieler Börsenweisheiten erschließt sich nicht immer sofort. Hier geht es darum, auf was man bei der Aktienauswahl achten sollte.

Die Börsenweisheit im Wortlaut

Es ist eine Foolishe Leitlinie: „Entscheide dich lieber für eine teure Aktie eines guten Unternehmens als für eine billige Aktie eines schlechten.“ Das ist ein Satz ohne Fremdworte und sollte doch eigentlich leicht verständlich sein. Und doch lässt er bei genauerem Hinsehen einige Fragen offen:
– Was bedeutet „teuer“ und „billig“?
– Was bedeutet „gutes Unternehmen“ bzw. „schlechtes Unternehmen“?

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Wenn „teuer“ etwas mit „überbewertet“ und „billig“ mit „unterbewertet“ zu tun hätte, wie man vielleicht denken könnte, dann würde der Satz wenig Sinn ergeben. Schließlich sind die unterbewerteten Unternehmen die attraktivsten, weil dort die Gesetze der Wahrscheinlichkeit unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen die besten Renditen versprechen.

Unter einem guten Unternehmen wiederum könnte man eines verstehen, dessen Aktie gut gelaufen ist, während ein schlechtes seinen Aktionären in den letzten Jahren nur Verluste eingebracht hat. Aber wenn man es so interpretiert, dann kommt man auf eine völlig falsche Schiene. Das würde mehr einer Momentumstrategie entsprechen, wie sie von eher kurzfristig orientierten Anlegern angewendet wird.

Worum es wirklich geht

Tatsächlich können „teuer“ und „billig“ nur auf den optischen Eindruck abheben. Eine Aktie wirkt zunächst billig, wenn sie vielleicht unter Buchwert notiert oder ein einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ausweist. Andersherum wirkt sie beispielsweise teuer, wenn der Marktkapitalisierung kaum Substanz gegenübersteht oder das KGV hohe Werte jenseits von 30 erreicht.

Aber „optisch billig“ muss nicht unbedingt „günstig“ bedeuten. Schließlich könnte das Unternehmen gerade dabei sein, in eine nachhaltige Krise zu rutschen. Wir kennen das von der Deutschen Bank (WKN:514000), die schon seit längerer Zeit weit unter Buchwert notiert. Eine eher „optisch teure“ Aktie wie die SAP (WKN:716460) wäre da der bessere Deal gewesen. Der Konzern hatte zuletzt operativ einen ziemlich guten Lauf. Und hier sind wir an einem entscheidenden Punkt angelangt: Richtig gute Unternehmen sind in der Lage, immer wieder aufs Neue einen „guten Lauf“ zu generieren.

Sie haben ein Management, das eine starke langfristige Strategie verfolgt und es schafft, seine Mitarbeiter auf dem Weg mitzunehmen. Solche Unternehmen können häufig innerhalb weniger Jahre in eine ambitionierte Bewertung hineinwachsen und versprechen ab diesem Zeitpunkt dank des anhaltenden Wachstums außergewöhnliche Kurssteigerungen.

Schlechte Unternehmen hingegen schleppen immer irgendwelche Probleme mit sich herum. Wird eines gelöst, steht schon das nächste vor der Tür. Die Mitarbeiter sind demotiviert und die Organisationsstrukturen ohne Dynamik. Das Beste, was man von solch einer Aktie erwarten kann, ist, dass sie mal um einige Prozent so weit ansteigt, bis sie nicht einmal mehr optisch billig wirkt. Anschließend wirst du kaum Lust haben, sie langfristig in deinem Depot herumlungern zu lassen.

Gute Unternehmen sind für immer

Der Kern der hier untersuchten Börsenweisheit lautet also, dass man sich Aktien von Unternehmen aussuchen sollten, die man am liebsten ewig halten möchte, weil das Management überzeugt und die erwartete langfristige Unternehmensentwicklung von einer positiven Dynamik geprägt ist.

Aktien, die nur deshalb dein Interesse wecken, weil sie gerade so billig wirken, werden dir hingegen kaum langfristig Freude machen. Im schlimmsten Fall hast du zudem einen entscheidenden Negativfaktor übersehen, durch den sich die Ergebnisse in Zukunft deutlich verschlechtern. Was gestern noch billig aussah, könnte sich schon morgen als brutal teuer erweisen.

Was wir also eigentlich suchen, sind die günstigsten Aktien unter den am besten geführten Unternehmen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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