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3 Börsenweisheiten, die ich von Karl Lagerfeld gelernt habe

Um es kurz zu machen: Karl Lagerfeld, legendärer Modeschöpfer und kreativer Kopf des Modekonzerns Chanel, ist gestorben.

LVMH (WKN:853292)-Chef Bernard Arnault würdigte den gebürtigen Hamburger als „kreatives Genie“. Für mich war Karl Lagerfeld immer jemand, der eigentlich alles hätte sein und werden können. Sogar Börsenguru.

Auch wenn der inoffizielle Entdecker von Claudia Schiffer offiziell nicht als Börsenguru in Erscheinung getreten ist, wirkten manche seiner Zitate auf mich oft wie maßgeschneiderte Börsenweisheiten. Das glaubt ihr nicht? Seht selbst!

1. Über Geld

„Man muss das Geld zum Fenster rauswerfen, damit es zur Tür wieder reinkommt.“ Huch! Dieses Zitat klingt aber ganz und gar nicht wie eine Börsenweisheit. Schließlich bemühen wir uns hier doch alle darum, unser Geld möglichst sinnvoll zu investieren. „Zum Fenster rauswerfen“ klingt doch eher nach vermeidbarer Verschwendung.

Aber halt! Was auf den ersten Blick nach einer skurrilen Lebensweisheit eines schrulligen Millionärs aussieht, könnte sich auf den zweiten Blick als waschechter Finanztipp entpuppen.

Ich denke gerne an dieses Zitat, wenn in meinem Kopf mal wieder der Cash-Hamster Amok läuft. Was, wenn der Aktienmarkt morgen zusammenbricht? Sollte ich nicht lieber mein Girokonto mästen und Bargeld horten? Für den Notfall? Um zum richtigen Zeitpunkt einzusteigen?

Egal, wann ich mir diese Fragen in den letzten 20 Jahren gestellt habe, war die korrekte Antwort im Nachhinein immer: Alles raus, was keine Miete zahlt! Denn am Ende, frei nach Karl Lagerfeld, kommt es eh wieder zurück. Wenn nicht als Dividende, dann vielleicht als Kurssteigerung.

2. Über die Zukunft

„Zukunft ist die Zeit, die übrig bleibt.“ Tief, tiefer, Karl Lagerfeld.

Was meinen wir eigentlich, wenn wir „in die Zukunft investieren“? Was bedeutet eigentlich „langfristig“?

Das sind Fragen, die ich mir oft ungern stelle. Denn diese Fragen erinnern mich an meine eigene Sterblichkeit.

Wenn Warren Buffett sagt, sein favorisierter Anlagehorizont sei „für immer“, dann klingt das so, als wäre der Altmeister unsterblich (was vielleicht so ist, wer weiß). Für mich ist „für immer“ meine noch verbleibende Lebenszeit. Die ist schwer zu schätzen. Aber mit 30 ist die Prognose trotzdem eine andere als mit 80, da brauchen wir uns nichts vorzumachen.

Erst wenn ich mein persönliches „für immer“ einigermaßen geklärt habe, bekommt das Wort „langfristig“ eine konkrete Zahl angeheftet. Und mit der kann ich arbeiten. Zu realisieren, dass „langfristig“ eben nicht „bis zur Kernschmelze der Sonne“ bedeutet, ist meiner Erfahrung nach ein wichtiger Baustein der persönlichen Anlagephilosophie.

3. Über Fehler

„Man lernt nur aus seinen Fehlern. Erfolg hat noch keinem geholfen.“ Oh weh! Da hat Karl Lagerfeld einen wunden Punkt bei mir getroffen.

Ich hasse Fehler. Ich bin Anti-Fehler durch und durch. Manchmal wache ich nachts auf und denke an meine leicht vermurkste Analyse der Steinhoff (WKN:A14XB9)-Aktie.

Eigentlich ist die Börse kein Ort für Leute wie mich. Hier macht nur einer keine Fehler und das ist Gott höchstpersönlich.

Oder vielleicht ist es genau der richtige Ort für mich? Denn die Fehler, die ich vor zehn Jahren gemacht habe, mache ich heute nicht mehr. Insoweit kann ich Karl Lagerfeld uneingeschränkt recht geben. Hätte ich diese Fehler nie gemacht, hätte ich auch nie gelernt, sie nicht zu machen. Logisch, aber wahr!

Weisheiten sind meine Finanznachrichten

Ich gebe es zu: Ich sauge Weisheiten auf wie andere Leute Finanznachrichten. Nichts geht über eine gehaltvolle Börsenweisheit, die mein Hirn in höhere Umlaufbahnen schießt.

Mittlerweile habe ich ein, wie ich finde, recht ordentliches Gespür für Menschen entwickelt, die vor Weisheit nur so überquellen. Zu diesen Menschen zählte für mich ohne Zweifel auch Karl Lagerfeld.

Das Modegenie hat offenbar im Laufe seines Lebens einen Zustand erreicht, den Schopenhauer als „geistig reich“ bezeichnen würde. Auch wenn Karl Lagerfeld nicht mehr unter uns weilt, so hat er uns meiner Meinung einiges an geistigen Reichtümern hinterlassen.

Dieses Erbe werde ich zu nutzen wissen. Wenn nicht für die Börse, dann vielleicht wenigstens, um kein langweiliges Leben zu führen. Denn „Langeweile ist ein Verbrechen. Wenn man sich langweilt, heißt das nur, dass man selber langweilig ist.“ Kein Einspruch, Herr Lagerfeld!

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.