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Auch nach dem Ende des A380: Die Airbus-Aktie bleibt für Investoren weiterhin attraktiv

Foto: Getty Images

Jetzt ist es traurige Gewissheit. Nach nur zwölf Jahren will Airbus (WKN:938914) die Produktion des Großraumjets A380 in spätestens zwei Jahren einstellen. Das hatte sich der Konzern garantiert anders vorgestellt. Was also hat dazu geführt, dass sich Airbus so schnell wieder von seinem Prestigeobjekt verabschiedet? Suchen wir mal nach den Ursachen.

Der A380 damals und heute

Schon Ende der 1990er-Jahre wurde bei Airbus die Entscheidung über die Entwicklung und den Bau des A380 getroffen. Airbus war damals bekannt, dass die Passagierzahlen international weiter ansteigen würden. Auch war klar, dass die Flughäfen der meisten Großstädte nicht so schnell ausgebaut werden konnten, wie das Passagieraufkommen gleichermaßen zunehmen würde. Airbus setzte deshalb alles auf einen Großraumjet, der helfen sollte, Engpässe an den Drehkreuzen dieser Welt zu verhindern. Die Idee vom A380 war geboren.

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Als im Jahr 2007 der erste A380 ausgeliefert wurde, setzte er auch gleich ganz neue Maßstäbe in puncto Komfort, Reichweite und Anzahl der Sitzplätze. Die Airlines, die den neuen Airbus bestellten, konnten jetzt nicht nur mehr Economy-Passagiere pro Flug befördern, sondern vor allem auch der besser betuchten Klientel der Business und First Class mehr Luxus anbieten. Zum Beispiel mit eigenen Suiten im Flugzeug.

Dummerweise hat sich aber der Luftverkehr nicht ganz so entwickelt, wie Airbus es vorausgesehen hat. Die Passagierzahlen gingen zwar stetig nach oben, aber verteilten sich auch auf immer mehr Flughäfen. Die Passagiere bevorzugten jetzt eben nicht immer nur die schnelle Verbindung von einer Großstadt zur anderen, sondern erfreuten sich auch immer mehr an der Möglichkeit, kleinere Flughäfen weitab der Hauptrouten anzusteuern. Das machte es für viele Fluggesellschaften schwerer, den A380 auszulasten.

Selbst Emirates, einer der großen internationalen Player im Luftverkehr, kämpft anscheinend auch mit diesem Problem. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass Emirates jetzt nur noch 14 Maschinen des Typs A380 abnimmt, dafür aber 30 Stück des kleineren A350 und 40 Stück des noch kompakteren A330 bestellt hat.

Für Airbus bedeutet das Aus des A380 keine Katastrophe

Konkurrent Boeing (WKN:850471) allerdings hat sich damals gleich anders entschieden. Man setzte nicht auf eine Neuauflage der legendären 747, sondern legte das Augenmerk auf etwas kleinere Flugzeuge mit mehr Effizienz, aber auch guter Reichweite.

Doch auch Airbus zog nach und brachte mit dem A350 auch einen weiteren Langstreckenjet auf den Markt. Er ist wesentlich leichter und mit seinen nur zwei Triebwerken auch viel sparsamer als der gewaltige A380.

Was passiert ist, ist also, dass die Fluggesellschaften den A380 fast nicht mehr ordern. Aber viele bleiben Airbus trotzdem treu und kaufen stattdessen den wesentlich effizienteren A350. Größere Nachfrage besteht auch beim kleineren A320-Jet, der hauptsächlich auf Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt wird. Als Konsequenz daraus wird Airbus wohl seine Produktion etwas umstellen und so das Wegbrechen des Geschäfts mit dem A380 wahrscheinlich gut kompensieren.

Airbus bleibt aussichtsreich und stark

Was also können wir von der Airbus-Aktie in naher Zukunft erwarten? Am 14.02.2019 wurden die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 bekannt gegeben. Und die Reaktionen am Markt waren durchweg positiv.

Das ist verständlich, denn der Umsatz lag 2018 bei 63,7 Mrd. Euro. Im Jahr davor waren es lediglich 59 Mrd. Euro. Auch der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) wurde kräftig gesteigert. Hier gab es einen Anstieg von 3,19 auf 5,83 Mrd. Euro. Und mit einem Ergebnis pro Aktie (EPS) von 3,94 Euro konnte man hier eine Steigerung um 29 % gegenüber dem Vorjahr erreichen.

Und die Aussichten bleiben weiter sehr gut. Das Management geht von weiterem Wachstum aus und hat als Ziel für das Jahr 2019 angekündigt, dass man damit rechne, 880 bis 890 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Und das bereinigte EBIT soll dieses Jahr um 15 % steigen. Auch wurde eine Dividendenerhöhung angekündigt. Die Dividende klettert damit um 10 % auf 1,65 Euro je Anteilsschein. Meiner Meinung nach ist und bleibt Airbus ein solides Investment im Bereich Luft- und Raumfahrt.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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