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Nebenwerte-Perlen im Kurztest: TECHNOTRANS versus AIXTRON

Wenn bei der Konjunktur ein Abschwung droht, dann sind spezialisierte Industriewerte oft besonders betroffen und die Aktien werden entsprechend abgestraft. Andersherum schießen solche Papiere gerne mal nach oben, wenn alles viel besser kommt als befürchtet. Zwei Nebenwerte, die in diese Kategorie fallen, sind AIXTRON (WKN:A0WMPJ) und technotrans (WKN:A0XYGA).

Lass uns also einen genaueren Blick auf diese Unternehmen werfen, um herauszufinden, warum die technotrans-Aktie aus meiner Sicht die bessere Einstiegsgelegenheiten bietet.

Technotrans

„Kühl- und Temperaturlösungen“ bilden das Kerngeschäft von Technotrans. Gewöhnliche Klimaanlagen sind damit allerdings nicht gemeint, sondern vielmehr Spezialgeräte zum einen zur Wärmeabfuhr und zum anderen zur optimalen Temperierung von Flüssigkeiten, wie z.B. Feucht- oder Schmiermittel. Das hilft, um bei industriellen Prozessen einheitliche Temperaturbedingungen sicherzustellen. Druckmaschinen brauchen so etwas zum Beispiel, wenn es um erstklassige Qualität und geringe Ausfallraten geht.

Außergewöhnliche Präzision und Effizienz gehören zu den Charakteristika, mit denen sich technotrans vom Wettbewerb abhebt. Das Spannende dabei ist, dass das Unternehmen ständig nach neuen Einsatzgebieten für seine Expertise und Technologie Ausschau hält. Zuletzt wurden auch Übernahmen getätigt, um das Angebotsspektrum zu erweitern und noch mehr Systemkompetenz aufzubauen. Dadurch hat sich der Umsatz der Gruppe über die letzten fünf Jahre in etwa verdoppelt. Dank der starken Marktposition in den jeweiligen Nischen stieg der Gewinn sogar noch stärker.

Von einem Betriebsgewinn von voraussichtlich etwa 18 Mio. Euro sollten 13 Mio. Euro Nettogewinn bleiben, was 1,88 Euro pro Aktie entspricht. Beim Kurs von 28,55 Euro (13.02.) ergibt sich ein Verhältnis zum Gewinn (KGV) von 15. Das wirkt auf mich fair, genauso wie die recht konstante Ausschüttungsquote von 50 %, welche zukünftig eine Dividendenrendite von über 3 % verspricht. Ähnlich günstig sieht es beim Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) aus, welches zwischen 2 und 3 liegt. Wenn da noch etwas Wachstumsfantasie hinzukommt, dann könnte das eine klasse Aktie sein.

Diese kann man zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität erstöbern. Die Kühlung von Hochleistungs-Ladekabeln ist eine heikle Sache und echten Spezialisten vorbehalten. Bereits seriengefertigt werden Kühlsysteme für Batteriepacks. Das verspricht ebenfalls ein gutes Geschäft, denn gerade bei hohen Belastungen oder Schnellladung kommt es auf die richtige Temperierung an, damit der Energiespeicher keinen Schaden nimmt.

Zu Bedenken ist dabei lediglich, dass es eine Handvoll an konkurrierenden Kühlungsmethoden gibt und wohl noch keineswegs klar ist, ob sich die auf einer Wasser-Glykol-Mischung basierende Kühlungstechnik von technotrans beim Preis-Leistungs-Verhältnis auch auf längere Sicht durchsetzen kann. Zumindest für Premiummodelle scheint diese leichtgewichtige und leistungsstarke Art der Flüssigkeitskühlung jedoch derzeit die bevorzugte Wahl zu sein.

Wenn man bedenkt, dass auch anderswo noch gute Potenziale lauern und die Risiken dank der steigenden Kundendiversifizierung und des stabilisierenden Servicegeschäfts überschaubar wirken, würde ich sagen „Daumen hoch“. Aber lass uns zunächst schauen, was AIXTRON zu bieten hat.

AIXTRON

Zwar bietet technotrans mit ihrer druckluftfreien Sprühbeölung für die Stahlverarbeitung eine Art Abscheidetechnik, aber die Depositionsanlagen für Halbleitermaterialien von AIXTRON treiben das Thema Präzision noch eine Stufe weiter. Hier geht es um einzelne Atom- und Molekülschichten. Mit den verschiedenen Maschinentypen lassen sich unter anderem Mikro-LEDs und optoelektronische Bauelemente herstellen. Sogar die Abscheidung von Kohlenstoff-Nanoröhren und des zweidimensionalen Wundermaterials Graphen sind möglich.

Das Management sieht gute Wachstumschancen, darunter die Ausweitung der Anwendungsfelder des klassischen Geschäfts rund um die LED, der zunehmende Einsatz von verbindungshalbleiterbasierten Lasern und Bauelementen für die effiziente Kommunikation sowie attraktive Einsatzgebiete für Kohlenstoff-Hochleistungsmaterialien. Ich habe keine Zweifel, dass hier außerordentlich spannende Absatzmärkte entstehen, welche das Unternehmen potenziell auf eine neue Ebene heben könnten.

Ich sage potenziell, weil es natürlich nicht sicher ist, ob AIXTRON voll von der erwarteten steigenden Nachfrage profitieren kann. Schließlich mischt heute neben dem traditionellen Konkurrenten Veeco Instruments (WKN:896007) auch eine Handvoll asiatischer Wettbewerber mit, welche beim Preis-Leistungs-Verhältnis Vorteile haben könnten. Allerdings hat AIXTRON bereits auf diese Entwicklung reagiert und konzentriert sich zunehmend auf Bereiche, wo das Management überzeugt ist, dass die Technologieführerschaft behauptet werden kann.

Trotzdem haben Hightech-Maschinenbauer häufig Schwierigkeiten, über Konjunkturzyklen hinweg profitabel zu bleiben. Aktuell läuft es allerdings ganz ordentlich. Die Auftragslage ist gut und die Umsatzerwartung konnte im Oktober 2018 nach oben korrigiert werden. Beim operativen Ergebnis wird nach einem negativen Vorjahreswert nun mit knapp 40 Mio. Euro gerechnet.

Obwohl sich die Aktie von der Spitze im März 2018 etwa halbiert hat, ist das Unternehmen beim Kurs von 10 Euro immer noch stolze 1,1 Mrd. Euro wert, also das Vierfache des Umsatzes bzw. etwa das 30-fache des von mir erwartenden Nettogewinns. Das KBV des praktisch schuldenfreien Unternehmens liegt bei AIXTRON zwischen 2 und 3.

Zwei spannende Nebenwerte in der Übersicht

Der Vergleich stellt sich für mich wie folgt dar:

Substanz unentschieden, beide verfügen über eine robuste Bilanz und ein faires KBV
Wachstumsprofil unentschieden, beide mit nachfrageseitigem Rückenwind und besonderen Chancen
Risiken Vorteil technotrans durch höhere Diversifizierung
Burggraben unentschieden, beide können die Technologieführerschaft in hochspezifischen Nischen behaupten
Aktienkurs Vorteil technotrans, die Papiere sind bezüglich des 2018er-KGV deutlich günstiger

Tabelle: Einschätzungen des Autors auf Basis der Recherche und Kennzahlenanalyse

AIXTRON mag die Nase vorne haben, was das Prädikat „Hightech“ angeht, aber bei den für uns Anleger relevanten Aspekten sehe ich technotrans in fast jeder Hinsicht mindestens gleichauf. Deshalb würde ich nicht damit rechnen, dass AIXTRON die optisch höhere Bewertung durch eine stärkere Unternehmensentwicklung kompensieren kann. Wir haben es hier mit zwei aussichtsreichen Unternehmen zu tun, aber wenn ich mich für eine Aktie entscheiden müsste, dann wäre es technotrans.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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