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1 Marktführer, der noch 4,64 % Dividendenrendite zahlt

Investoren und Anleger haben es derzeit nicht einfach. So gibt es aufgrund der niedrigen Zinsen bei den traditionellen Sparformen, Sparbuch oder Tagesgeldkonto, so gut wie keine Rendite mehr. Auch Bundesanleihen erwirtschaften deshalb kaum noch eine zufriedenstellende Rendite. Was also tun?

Eine Möglichkeit sind Aktien von qualitativ hochwertigen Firmen, die eventuell auch Warren Buffett kaufen würde. Sie zeichnen sich in der Regel durch hohe Kapitalrenditen, gute Gewinnmargen, eine solide Bilanz, stetige Gewinnentwicklung, eine akzeptable Bewertung und ein Geschäft aus, das auch langfristig Perspektive besitzt.

Ein Unternehmen, das derzeit diese Kriterien erfüllt, ist die Intrum Justitia (WKN: 633824)-Aktie. Was sie besonders macht, erfährst du hier.

1. Marktführer im Forderungsmanagement

Intrum wurde bereits 1923 gegründet, sitzt in Stockholm (Schweden), ist in 24 europäischen Ländern vertreten und besitzt heute im Bereich Forderungsmanagement eine führende Stellung. 2017 schloss es sich mit Lindorff zusammen, einem norwegischen Unternehmen desselben Sektors, und vergrößerte sich so noch einmal signifikant. Aktuell zählt Intrum mehr als 80.000 Kunden.

Zu den Dienstleistungen zählen Forderungsmanagement, Inkasso, Zahlungsdienstleistungen, Bonitätsprüfungen, E-Commerce Services, Kreditoptimierungsdienste und auch Finanzdienstleistungen. Dabei kommen die Kunden aus ganz unterschiedlichen Branchen, wie Versorger, Telekommunikation oder Versicherungen.

2. Gute Geschäftsentwicklung

Intrum Justitia konnte in den letzten zehn Jahren (2009 bis 2018) deutlich zulegen. So sind der Umsatz von 4.128 auf 13.442 Mio. Schwedische Kronen und der Gewinn von 441 auf 1.943 Mio. Schwedische Kronen, mit einer relativ hohen Stetigkeit, gestiegen. Dabei benötigt das Unternehmen kaum Sachinvestitionen, um weiter wachsen zu können. 2017 betrugen sie nur 3,8 % vom operativen Cashflow.

Entsprechend hoch fällt die Nettomarge aus, die immer im zweistelligen Bereich zwischen 10,67 und 23,95 % lag. Sie verdeutlicht Intrums Marktstellung und macht erkennbar, wie relativ einfach das Unternehmen Geld verdient. Selbst in einem schlechten Jahr wird es nicht gleich Verluste erzielen.

Die hohen Gewinne führen am Ende dazu, dass auch die Gesamtkapitalrendite immer zwischen 3 und 11 % lag und auch die Eigenkapitalrendite immer zweistellig ausfiel. Zudem ist die Bilanz ist mit 33,8 % Eigenkapital gut ausgestattet.

Auch das letzte Jahr verlief für Intrum sehr positiv. So sind der Umsatz und der Gewinn auf vergleichbarer Basis um 10 bzw. 47 % gestiegen. In Italien wurde durch eine Partnerschaft mit der Banca Intesa Sanpaolo die Position zum Branchenführer ausgebaut und in Spanien durch die Solvia-Übernahme die Dienste für den Immobiliensektor gestärkt.

Weiterhin arbeitet Intrum an einer Verschlankung seiner Prozesse, was die Gewinne weiter erhöhen wird. Die Integration von Lindorff ist zu 80 % abgeschlossen. Sie bringt weitere Vorteile und Synergieeffekte.

3. Solide Dividendenentwicklung und Rendite

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung ist auch die Dividende je Aktie in jedem Jahr seit 2010 gestiegen.

Seit 2017 ist die Aktie deutlich zurückgekommen, sodass sie nun bei einer 2019er-Dividendenrendite von 4,64 % notiert (13.02.2019). Und da sich Intrum gut entwickelt, stellt die Dividendenrendite eine wirkliche Alternative zu Tagesgeld oder Anleihen dar.

4. Die Aktie ist günstiger geworden

Aufgrund der Ankündigung des Zusammenschlusses mit Lindorff ist die Intrum-Aktie von 2017 auf 2018 gefallen. Häufig sinken die Aktien der übernehmenden Firma, weil der Markt hohe Schulden oder andere Probleme erwartet. Intrum ist die Integration aber bisher gut gelungen und die Gewinne steigen weiter.

Aber der Rückgang hat auch etwas Gutes an sich, denn die Aktie ist somit deutlich günstiger geworden. Notierte sie 2016 noch bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,3, liegt es für 2019 bei unter 10 (13.02.2019).

Foolisher Tipp

Intrum scheint ein wirklich gutes Unternehmen zu sein, dessen Aktien deutlich günstiger geworden sind und das derzeit zu einer attraktiven Dividendenrendite notiert, aber da es keine Sicherheiten an der Börse gibt, kann man nur bestmögliche Unternehmen mit guten Bewertungen selektieren und die Risiken verteilen (breit streuen).

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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